Wochenimpulse
Wochenimpuls Sonntag, 01. Februar 2026
„Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.” (Mt 5,7)
Barmherzigkeit ist das Herz Gottes selbst. Jesus spricht diese Seligpreisung als Verheißung: Wer barmherzig lebt, tritt in den Raum ein, in dem Gott schon wartet.
Barmherzigkeit ist auch der Atem des Heiligen Geistes. Sie ist die Bewegung, mit der Gott sich uns zuneigt - und mit der wir uns einander zuwenden dürfen. Wenn Jesus sagt, dass die Barmherzigen Erbarmen finden, dann meint Er: Wer barmherzig handelt, öffnet sein Leben für die Ströme Gottes.
Barmherzigkeit ist etwas, das wir empfangen und weitergeben. Vielleicht spüren wir manchmal Härte in uns, Müdigkeit, Enttäuschung oder Schwere. Doch gerade dort wartet Gott, um uns Gnade zu schenken. Der Geist Gottes gießt Sein Erbarmen in unsere Schwachheit, damit wir es weitertragen können. Barmherzigkeit ist eine stille Revolution des Herzens: Sie heilt Beziehungen, öffnet verschlossene Herzen, verwandelt Wunden in Quellen und macht uns Christus ähnlich.
Wochenimpuls Sonntag, 25. Januar 2026
„Im Namen unseres Herrn: seid alle einmütig, seid ganz eines Sinnes und einer Meinung“ (1 Kor 1,10).
Der Apostel Paulus ruft uns zur Einheit auf. Nicht eine Einheit, die Uniformität verlangt, sondern eine Einheit, die aus Christus selbst kommt. In Ihm sind wir verbunden, auch wenn wir verschieden sind. Wo wir uns voneinander getrennt haben, wo Spaltungen und Verletzungen entstanden sind, da bleibt die Verheißung: Der Herr selbst schenkt uns die Gnade der Versöhnung. Einheit ist nicht unser Werk allein, sondern ein Geschenk Gottes. Schon die Bereitschaft, uns miteinander zu versöhnen, ist Gnade Gottes.
Wir dürfen beten und vertrauen: Christus ist stärker als unsere Trennungen. Er ruft uns zusammen, damit wir gemeinsam Seinen Namen anrufen und Zeugnis geben von Seiner Liebe in der Welt, worin wir leben.
Wochenimpuls Sonntag, 18. Januar 2026
„Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist.” (Eph 4,4).
Dieses Wort erinnert uns daran, dass wir als Christen auf eine geistliche Weise miteinander verbunden sind: Glieder eines einzigen Leibes sind. Über alle Grenzen hinweg verbindet uns der Geist Gottes, der uns zu einer gemeinsamen Hoffnung beruft. Diese Hoffnung ist eine Kraft, die uns trägt in der Welt, in der wir jetzt leben.
Wenn wir in dieser Woche gemeinsam mit der ganzen Christenheit weltweit beten, wird diese Einheit sichtbar. Wir rufen den Namen unseres Herrn Jesus Christus an – und in diesem Ruf sind wir verbunden, gestärkt und gesendet. So dürfen wir mit Vertrauen gehen: Wir sind berufen zur Hoffnung, berufen zur Einheit, berufen zum Zeugnis in dieser Welt. Gott selbst hält uns zusammen, und Sein Geist schenkt uns die Kraft, Licht und Frieden zu sein.
Wochenimpuls Sonntag, 11. Januar 2026
„Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“ (Mt 3,17).
In Jesus hat der Vater sein Ja zur Menschheit gesprochen. Durch Ihn sind auch wir hineingenommen in diese Liebe und dürfen uns als geliebte Kinder Gottes wissen.
Und Gott selbst verheißt: „Ich fasse dich bei der Hand und beschütze dich“ (Jes 42,6).
Was er Jesus zusagt, gilt auch uns: Wir sind nicht allein unterwegs, sondern gehalten und geführt von Seiner Hand.
Darum lädt der Herr uns ein, Ihm zu vertrauen und im neuen Jahr alles in Seine Hand zu legen. Seine Zusage bleibt: Er begleitet uns, Er beschützt uns, Er führt uns. So dürfen wir mit Zuversicht gehen: Geliebt, getragen und gesegnet.
Wochenimpuls Sonntag, 04. Januar 2026
„Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn durch Jesus Christus kam die Gnade und Wahrheit.“ (Joh.1,16-17).
Diese Worte öffnen uns den Blick auf das Herz des Evangeliums: In Christus begegnet uns die lebendige Fülle und Liebe Gottes. Er schenkt uns überreich – Gnade über Gnade, immer neu, immer tiefer. Die Wahrheit, die Er bringt, ist eine Wahrheit, die befreit und uns den wahren Sinn des Lebens schenkt: Leben in und mit Gott, der uns Seine unendliche, ewige Liebe schenkt. Nicht nur dann, sondern jetzt schon.
In einer Welt, die oft von Mangel und Unsicherheit spricht, dürfen wir bekennen: In Christus ist Fülle. In Ihm ist Gnade. In ihm ist Wahrheit. Mehr noch: Er ist die Wahrheit, der Weg und das Leben.
Wochenimpuls Sonntag, 21. Dezember 2025
“Josef, fürchte dich nicht!” (Mt 1,18–24)
Dieses Wort des Engels trifft Josef in einer Stunde der Ungewissheit. Er steht vor einer Entscheidung, die alles verändert. Die Botschaft aus dem Himmel bringt Licht in seine Gedanken, Frieden in sein Herz und Klarheit in seinen Weg.
Der Advent erreicht seinen Höhepunkt. Die Erwartung verdichtet sich. Die Nähe Gottes wird greifbar. Der Heilige Geist wirkt in der Stille, in der inneren Bewegung und in der Bereitschaft, sich führen zu lassen. Josef hört, vertraut und handelt.
Christus kommt. Er wächst im Verborgenen, getragen von Maria, behütet von Josef. In Ihm begegnet uns das Licht, das unser Leben verwandelt.
Der Advent lädt ein, dem Engelwort zu lauschen: „Fürchte dich nicht!“ Dieses Wort gilt auch heute. Es stärkt die, die zweifeln. Es begleitet die, die suchen. Es richtet auf, wo das Herz schwer ist.
Maria ist bereits auf dem Weg. Ihr Ja trägt das Geheimnis des Lebens. Sie geht nicht allein. Josef wird ihr Gefährte, ihr Beschützer, ihr Mittragender. Gemeinsam bereiten sie dem menschgewordenen Sohn Gottes Raum. Ihre Geschichte ist durchdrungen von Gnade, getragen von Hoffnung und erfüllt von Liebe.
Wochenimpuls Sonntag, 14. Dezember 2025
“Bist Du der, der kommen soll?” (Mt 11,2–11)
Die Frage des Täufers trifft mitten ins Herz: „Bist du der, der kommen soll?“ Johannes spricht aus der Dunkelheit des Gefängnisses, aus der Spannung zwischen Verheißung und Wirklichkeit. Auch heute darf diese Frage in unsern Herzen aufkommen, in der Erwartung dass Er ein deutliches Zeichen gibt.
Blinde sehen, Lahme gehen, Taube hören und Arme empfangen das Evangelium. Die Gegenwart Gottes zeigt sich dort, wo Heilung geschieht, wo Hoffnung wächst und wo das Leben aufblüht. Wir brauchen manchmal viel Geduld, damit auch die Hoffnung wachsen kann.
Der Advent lädt ein, wach zu bleiben für die Zeichen des Himmels auf Erden. Jeder Tag bietet Gelegenheit, Christus zu begegnen – im Wort, im Gebet, im Mitmenschen. Die Frage des Täufers wird zur Einladung, tiefer zu sehen und mit Hoffnung zu leben.
Maria hat diese Frage nicht gestellt. Ihr Herz war bereit, ihr Glaube tief verwurzelt. Sie hat empfangen, was ihr gesagt wurde, und getragen, was ihr anvertraut war. Ihr Leben ist ein leuchtendes Zeugnis für das Kommen des Herrn. Wer sich ihr anschließt, lernt, mit dem Herzen zu erkennen, was Gott wirkt.
Wochenimpuls Sonntag, 07. Dezember 2025
“Bereitet den Weg des Herrn!” (Mt 3,1-12)
Diese Worte des Täufers hallen durch die Wüste und durch unsere Zeit. Sie rufen zur Aufmerksamkeit, zur inneren Bewegung und zur Bereitschaft um dem kommenden Herrn zu begegnen. Denn der Herr ist der lebendige Herr, der uns zum wahren und liebevollen Leben führen will.
Der Weg des Herrn führt durch unsere Herzen. Er erreicht das Verborgene, das Ungeordnete und das, was nach Heilung ruft. Er will wirksam sein in der Tiefe unseres Herzens. In der Stille dieser Tage entsteht ein neuer Anfang, getragen von Gnade und Hoffnung.
Der Advent lädt ein, sich aufzumachen. Jeder Tag schenkt eine neue Gelegenheit, den Weg zu bereiten. Es geschieht durch Versöhnung, durch ein aufrichtiges Gebet und durch eine Tat der Liebe. Wer sich auf diesen Weg einlässt, wird verwandelt. Wer sich öffnet, auch für die Überraschungen des Lebens, empfängt mehr, als er erwartet hat.
Maria geht diesen Weg mit uns. Ihr Leben war durchlässig für das Licht Gottes. Ihr Ja war klar und ihr Vertrauen unerschütterlich. In ihr wurde das Wort Fleisch. Wer sich ihr anvertraut, lernt, mit dem Herzen zu hören und aus dem Glauben heraus zu handeln.
Wochenimpuls Sonntag, 30. November 2025
„Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes.“ (Röm 13,12)
Der Advent beginnt. Es ist eine Zeit, nicht nur mit Kerzen und Kalender, sondern eine besondere Zeit, in der Gott uns entgegen kommt. Sein Licht will in unser Leben hineinleuchten. Paulus spricht von der „Nacht“, die vorübergeht, und vom „Tag“, der nahe ist. Damit meint er: Christus kommt. Und mit Ihm das Licht, das alles verändert. So sollen wir ablegen die Verhaltensweisen, die uns von Gott und voneinander trennen: Unversöhnlichkeit, Neid, Ungerechtigkeit, Gleichgültigkeit. Wir sollen geistliche Haltungen anlegen, die uns stark machen: Glaube, Hoffnung, Liebe, Geduld, Barmherzigkeit. Sie helfen uns, das Gute zu leben und das Dunkle zu überwinden. So können wir Lichtträger sein, mitten im Alltag. Wenn wir uns in dieser Zeit mehr einlassen auf die Gnade Gottes, werden wir mehr und mehr Kinder des Lichtes.
Wochenimpuls Sonntag, 23. November 2025
„Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich Seines geliebten Sohnes.“ (Kol 1,13)
Manchmal fühlt sich das Leben dunkel an. Sorgen, Schuld, Angst oder Einsamkeit können uns das Licht rauben. Doch dieses Wort des Apostels Paulus bringt eine große, tröstliche Botschaft: Gott lässt uns nicht in der Dunkelheit. Gott sieht, wo wir feststecken. Er sieht, was uns belastet. Er greift ein, weil Er uns liebt. Er entreist uns der Finsternis und befreit uns aus dem, was uns gefangen hält. Zugleich nimmt Er uns auf in das Reich Seines geliebten Sohnes, Jesus Christus. Da sind wir angenommen, getragen, geliebt.
Dieses Reich ist nicht nur ein Ort nach dem Tod. Es beginnt schon hier und jetzt – überall dort, wo Menschen an Jesus glauben und auf Ihn vertrauen, wo Seine Liebe stärker ist als Hass, wo Er Vergebung schenkt und wo Sein Licht die Dunkelheit vertreibt. Wir sind eingeladen, heute in diesem Reich zu leben und daran mitzuwirken, dass Sein Reich sich ausbreitet, mit Jesus an unserer Seite.
Wochenimpuls Sonntag, 16. November 2025
„Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken.“ (Lk 21,9)
Jesus spricht diese Worte nicht in einer heilen Welt, sondern mitten hinein in die Erfahrung von Bedrohung, Chaos und Angst. Er kennt die Realität: Kriege, Unruhen, Spaltungen, damals wie heute. Aber er sagt: Lasst euch nicht erschrecken, weil Er selbst den Weg durch das Dunkel gegangen ist. Am Kreuz hat Christus die Gewalt nicht mit Gegengewalt beantwortet, sondern mit Liebe. Er hat sich hingegeben, nicht aus Schwäche, sondern aus göttlicher Stärke. Und in der Auferstehung hat er gezeigt: Das letzte Wort hat nicht der Tod, sondern das Leben. Wer auf Christus schaut, sieht mehr als die Schlagzeilen. Er sieht das Kreuz, und darüber hinaus sieht er die Liebe, die bleibt, die Hoffnung, die trägt und die Zukunft, die Gott schenkt.
Wir sind Pilger der Hoffnung. Nicht blind für das Leid, aber fest im Vertrauen. Nicht naiv, aber getragen von der Zusage: Christus ist auferstanden, und Er geht mit uns durch jede Unruhe hindurch. Und was noch am Wichtigsten ist: Er hat das Leben gewonnen und lässt uns daran teilhaben.
Wochenimpuls Sonntag, 09. November 2025
„Doch der Herr ist treu; Er wird euch stärken und vor dem Bösen bewahren.“ (2 Thess 3,3)
Wir leben in einer Welt, in der das Böse sichtbare Realität ist. Es zeigt sich konkret: in Gewalt, in Lüge, in Spaltung, in der Versuchung zur Hoffnungslosigkeit. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht die Wunden in der Welt und in der Gesellschaft, weit weg aber auch ganz nahe, sogar in sich selbst.
Aber gerade in dieser Realität spricht Paulus ein Wort, das trägt: Der Herr ist treu. Nicht blind für das Böse, sondern wachsam und stark. Gottes Treue ist kein Rückzug aus der Welt, sondern ein Schutz mitten in ihr. Er bewahrt uns nicht vor jeder Prüfung, aber in der Prüfung. Er stärkt uns, damit wir nicht untergehen, sondern bestehen und als Pilger der Hoffnung den Weg gehen. Alleine oder miteinander sind wir unterwegs durch eine oft dunkle Welt, aber nicht ohne Licht. Denn Jesus ist unser Licht und wir sind gerufen und begnadet um Hoffnungsträger zu sein.
Wochenimpuls Sonntag, 02. November 2025
„Unsere Heimat aber ist im Himmel; von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter.“ (Phil 3,20).
In diesen Tagen, rund um Allerheiligen und Allerseelen, richtet sich unser Blick auf die Vollendung, auf jene, die uns im Glauben vorausgegangen sind und nun in der himmlischen Heimat leben. Es ist eine Zeit des Gedenkens, aber auch der Hoffnung.
Allerheiligen erinnert uns: Die Gemeinschaft der Heiligen ist lebendig. Sie sind nicht fern, sondern verbunden mit uns im Gebet, in der Liebe, im Geist. Sie zeigen uns: Heiligkeit ist möglich, mitten im Alltag, in der Treue, im Vertrauen.
Allerseelen führt uns in die Tiefe: Wir beten für unsere Verstorbenen, vertrauen sie der Barmherzigkeit Gottes an. Es ist ein Akt der Liebe und ein Ausdruck unseres Glaubens, dass der Tod nicht das Ende ist.
Paulus ruft uns zu: Unsere wahre Heimat ist nicht hier, sondern bei Gott. Das gibt uns Richtung, Trost und Kraft. Wir sind unterwegs, aber nicht verloren. Wir sind Pilger der Hoffnung. Christus geht mit uns, und die Heiligen begleiten uns.
Wochenimpuls Sonntag, 26. Oktober 2025
„Der Herr wird mich retten und sicher in sein himmlisches Reich bringen.” (2Tim. 4,18)
Diese Worte des Apostels Paulus sind keine Flucht aus der Realität, sondern ein kraftvolles Bekenntnis mitten in ihr. Paulus sitzt im Gefängnis, seine Hinrichtung steht bevor, viele Weggefährten haben ihn verlassen – und doch spricht er voller Vertrauen, nicht in sich selbst, sondern in den Herrn.
Was Paulus hier bezeugt, ist das Herz christlicher Hoffnung: Gott rettet. Nicht immer vor dem Leiden, aber durch das Leiden hindurch. Nicht immer aus der Welt, aber immer hinein in Sein Reich. Diese Rettung ist eine Verheißung. Sie gründet in der Treue Gottes, in der Auferstehung Christi, in der Kraft des Heiligen Geistes. Auch wir kennen Bedrängnis, Einsamkeit, Zweifel. Auch wir stehen manchmal vor Situationen, die uns überfordern. Und doch dürfen wir mit Paulus sagen: Der Herr wird mich retten. Vielleicht nicht so, wie ich es mir wünsche, aber so, wie es gut ist. Und Er wird mich sicher ans Ziel bringen. Denn mein Leben ist nicht dem Zufall ausgeliefert, sondern der Liebe Gottes anvertraut.
Wochenimpuls Sonntag, 19. Oktober 2025
„Der Herr gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung und Er erleuchte die Augen eures Herzens.” (Eph.1,17–18).
Der Apostel Paulus betet um Erkenntnis, um ein inneres Sehen, um ein Herz, das versteht, was Gott schenkt. Denn der Glaube ist mehr als Wissen mit dem Verstand. Er ist Beziehung zu Gott und er schenkt uns Sein Licht durch den Heiligen Geist. Der Herr hilft uns Seine Wege zu erkennen, um daraus Kraft und innere Erleuchtung zu empfangen. Besonders in der Dunkelheit, Unwissenheit und Herausforderungen des Lebens brauchen wir dieses Licht und die wahre Erkenntnis. Wir brauchen diese Gaben, damit wir in Hoffnung leben können und in der Welt, in der wir leben, Hoffnungsträger sind. “Herr Jesus Christus, öffne die Augen meines Herzens, damit ich Deine Wahrheit erkenne und in Deinem Licht lebe. Schenke mir den Geist der Weisheit, damit ich inmitten der Dunkelheit Hoffnung und Klarheit weitergeben kann.”
Wochenimpuls Sonntag, 12. Oktober 2025
„Denk daran: Jesus Christus ist auferstanden!” (2Tim 2,8).
Mitten in den Herausforderungen des Lebens ruft Paulus dieses entscheidendes Ereignis ins Gedächtnis: „Jesus Christus ist auferstanden von den Toten!". Diese Erinnerung ist Herzschlag und Fundament unseres Glaubens. Die Auferstehung Jesu ist der Grund, warum wir hoffen, warum wir glauben, warum wir nicht aufgeben. Paulus schreibt dies aus der Enge eines Gefängnisses, wo er ist. Gerade dort, in der Dunkelheit, hält er fest: Christus lebt.
Die Auferstehung sprengt jede Kette – auch die unserer Angst, unserer Zweifel, unserer Müdigkeit. Für uns heute bedeutet dieser Vers: Wenn wir müde werden, wenn der Weg schwer wird, wenn wir uns fragen, ob unser Zeugnis noch trägt – dann sollen wir uns erinnern. Jesus Christus ist auferstanden. Er ist der Lebendige. Und weil Er lebt, dürfen auch wir leben, hoffen und lieben.
Wochenimpuls Sonntag, 05. Oktober 2025
„Entfache die Gnade Gottes!” (2 Tim 1,6).
In seinem Brief an Timotheus erinnert Paulus uns an eine zentrale Wahrheit: Gott hat uns Seine Gnade geschenkt, besonders durch die Taufe. Doch diese Gabe will genährt, entfacht, lebendig gehalten werden. Doch wie oft vergessen wir, was in uns liegt? Wie oft lassen wir das Feuer des Glaubens nur noch glimmen, statt es brennen zu lassen? Dieser Vers ist ein Weckruf und eine liebevolle Erinnerung: Du bist als Christ geliebt und berufen. Du bist gesalbt. Du bist gesendet. Die Gabe, die in dir ist, ist allerdings nicht nur für dich selbst, sondern auch für deine Mitmenschen. Gott hat dir den Geist der Kraft und Liebe gegeben. Sei darum mutig und teile aus. Bete, hoffe, höre das Wort Gottes und setze deine Hoffnung ganz auf die Gnade, die der Herr dir geschenkt hat! “Heiliger Geist, entzünde in mir das Feuer der Gnade, das mir in der Taufe geschenkt wurde, und mache mich bereit, es mutig weiterzugeben. Stärke mich mit Deiner Kraft und Liebe, damit ich lebe, was Du in mich gelegt hast.”
Wochenimpuls Sonntag, 28. September 2025
„Strebe nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut“ (1Tim.6,11)
Der Apostel Paulus ruft uns nicht zu einem moralischen Kraftakt auf, sondern lädt uns ein, in das Leben hineinzuwachsen, das Christus selbst in uns wirkt. Die Tugenden, die hier genannt werden, sind keine Anforderungen, sondern Geschenke und Ausdruck eines Lebens, das vom Heiligen Geist durchdrungen ist.
Gerechtigkeit – nicht als strenge Norm, sondern als Beziehung zu Gott, in der wir durch Christus gerecht gemacht sind. Frömmigkeit – nicht als äußere Form, sondern als lebendige Verbundenheit mit Gott, genährt durch Gebet und Sakramente. Glaube – nicht als Leistung, sondern als Vertrauen auf Ihn, der treu ist. Liebe – nicht als Gefühl, sondern als göttliche Kraft, die in uns liebt, auch wenn wir selbst schwach sind. Standhaftigkeit – nicht als Starrheit, sondern als bleibendes Festhalten an Christus, auch in der Prüfung. Sanftmut – nicht als Schwäche, sondern als Stärke, die aus der Nähe zum sanftmütigen Herrn erwächst. Diese Tugenden sind wie Früchte eines Baumes, dessen Wurzeln tief in der Gnade Gottes stehen. Sie wachsen nicht durch Zwang, sondern durch Nähe. Wer Christus begegnet, wird verwandelt – nicht durch moralische Anstrengung, sondern durch das Wirken des Geistes woran wir persönlich und gemeinsam mitwirken dürfen.
Wochenimpuls Sonntag, 21. September 2025
„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1Tim.2,4)
Gottes tiefster Wunsch ist nicht Verdammnis, nicht Ausgrenzung, sondern Rettung. Nicht Unwissenheit, sondern Erkenntnis. Dieser Vers öffnet uns das Herz Gottes: Es schlägt für alle Menschen. Für jeden Einzelnen. Gott will retten – das ist keine vage Hoffnung, sondern eine göttliche Absicht. Und diese Rettung ist nicht nur ein Herausreißen aus Gefahr, sondern ein Hineinführen in die Wahrheit. Denn wahre Rettung geschieht dort, wo wir erkennen, wer Gott ist – und wie wir in Seinem Licht sind. Die Wahrheit, zu der wir gelangen sollen, ist nicht eine Idee, sondern eine Person: Jesus Christus. In Ihm wird Gottes Liebe sichtbar, greifbar, erfahrbar. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer Ihn erkennt, erkennt den Vater. Wer Ihn liebt, lebt in der Wahrheit. Und wer Ihm glaubt, wird gerettet. Diese Erkenntnis ist ein geistliches Sehen. Ein Erkennen mit dem Herzen. Es ist die Erfahrung, dass wir nicht allein sind, dass wir gewollt, getragen und erlöst sind. Gott will, dass wir erkennen, was trägt – und was vergeht. Und wir dürfen mithelfen, dass diese Wahrheit nicht verborgen bleibt. Durch unser Zeugnis, unsere Liebe, unser Gebet. “Herr unser Gott. wir danken Dir für Deinen Sohn Jesus Christus, in dem Deine Wahrheit leuchtet und Deine Liebe erfahrbar wird. Durch Ihn erkennen wir, wer Du bist: ein Gott der Barmherzigkeit, der Geduld, der Hoffnung.”
Wochenimpuls Sonntag, 14. September 2025
„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Joh 3,16)
In einer Welt, die oft von Angst, Unsicherheit und Vergänglichkeit geprägt ist, spricht dieser Vers eine Wahrheit aus, die alles überstrahlt: Wir sind geliebt. Nicht abstrakt, nicht bedingt – sondern zutiefst persönlich und konkret. Gott liebt diese Welt. So sehr, dass Er Seinen Sohn nicht zurückhielt. In Christus begegnet uns nicht ein ferner Gott, sondern ein Gott, der sich verletzlich macht, der mit uns geht, der unser Leid kennt. Der Glaube an Ihn ist kein bloßes Für-wahr-Halten, sondern ein lebendiger Akt der Hingabe, des Vertrauens, der Beziehung. Wer glaubt, der lebt – jetzt schon, und über den Tod hinaus.
Dieser Vers lädt uns ein, neu Ja zu sagen: Ja zum Leben, Ja zur Liebe, Ja zu Christus. Er ist kein Richter, der verdammt, sondern ein Retter, der befreit. Wer glaubt, geht nicht zugrunde – das ist kein moralischer Druck, sondern eine göttliche Einladung. Eine Einladung zum Vertrauen, zur Hoffnung, zur Freude.
Wochenimpuls Sonntag, 07. September 2025
“Unsere Tage zu zählen lehre uns, Herr. Dann gewinnen wir ein weises Herz.” (Ps. 90,12)
Unsere Tage zählen heißt nicht, sie zu kontrollieren oder zu fürchten. Es heißt, sie bewusst zu leben – mit einem Herzen, das erkennt, was wirklich zählt. Nicht Erfolg, nicht Besitz, sondern Liebe, Versöhnung, Treue zu Gott. Und gerade in der Begrenztheit liegt eine tiefe Hoffnung: Denn wir zählen nicht ins Leere, sondern auf den Gott, der uns trägt. Jeder Tag ist eine neue Gelegenheit, in der Gnade zu wachsen. Jeder Morgen ist ein Zeichen, dass Gottes Barmherzigkeit nicht endet.
Ein weises Herz ist ein hoffendes Herz. Es weiß: dass die Zeit vergeht, aber die Liebe bleibt; dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Anfang der Vollendung; dass Christus uns begleitet – in jedem Augenblick, in jeder Entscheidung. Mehr noch, Er macht unser Leben fruchtbar, auch wenn es kurz ist. Darum beten wir: “Herr, lehre uns unsere Tage zu zählen – damit wir nicht nur leben, sondern lieben. Damit wir nicht nur hoffen, sondern in Dir geborgen sind und so in einer großen Freiheit in die Zukunft gehen.”
Wochenimpuls Sonntag, 31. August 2025
“Wir sind hingetreten zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind, und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes.” (Hebr.12,23-24)
Wir stehen nicht allein. Wenn wir beten, wenn wir Eucharistie feiern, wenn wir das Kreuz tragen – dann treten wir ein in eine größere Wirklichkeit. Wir treten hin zu einer Gemeinschaft, die über Raum und Zeit hinausgeht: die Gemeinschaft der Erstgeborenen, der Heiligen, der Märtyrer, der Engel, derer, die vor uns geglaubt und gelitten haben.
Diese himmlische Versammlung ist kein ferner Traum, sondern eine gegenwärtige Realität, die sich in der Liturgie, im Gebet und in der Liebe offenbart. Jeder Altar ist ein Berührungspunkt zwischen Himmel und Erde. Jeder Akt der Hingabe verbindet uns mit denen, die ihr Leben für Christus gegeben haben – wie ein Märtyrer-Bischof, der sein Hirtenamt bis zum letzten Atemzug gelebt hat. Am 6. September wird in Tallin (Estland) Erzbischof Eduard Profittlich selig gesprochen. Geboren in 1890 in Birresdorf ist er in 1942 als Märtyrer in russischer Gefangenschaft gestorben.
In dieser Gemeinschaft der Erstgeborenen steht in der Mitte Jesus, der Mittler des neuen Bundes. Nicht als ferner Richter, sondern als der Gekreuzigte und Auferstandene, der mit seinem Blut für uns spricht – nicht mit Anklage, sondern mit Barmherzigkeit.
Wochenimpuls Sonntag, 24. August 2025
“Denn mächtig waltet über uns seine Huld, die Treue des Herrn währt in Ewigkeit“ (Psalm 117,2)
Diese kurze, aber kraftvolle Aussage ist ein Lobpreis für die unerschütterliche Liebe und Treue Gottes. Seine Güte ist nicht begrenzt, sondern mächtig – sie übersteigt unser Verstehen und umfasst jeden Moment unseres Lebens. In Jesus Christus wird diese Güte greifbar. Durch Ihn kommt Gottes Liebe in menschlicher Gestalt zu uns. Christus ist die lebendige Treue Gottes: Er hat sein Leben gegeben, um uns zu erlösen. In Seinem Tod und Seiner Auferstehung zeigt sich, wie tief Gottes Liebe reicht und wie beständig seine Zusage bleibt. Wenn uns Zweifel bedrängen oder wir uns allein fühlen, dürfen wir uns an diese Wahrheit halten: Gott ist treu – und Jesus ist der Beweis dafür. Seine Güte trägt, heilt und führt uns zum Leben in Fülle. Deshalb stimmen wir ein in den Ruf des Psalms: „Lobet den HERRN, alle Nationen“ – denn seine Liebe gilt allen, ohne Ausnahme!"
Wochenimpuls Sonntag, 17. August 2025
„Ich bin arm und gebeugt: der Herr aber sorgt für mich.“ (Psalm 40,18).
In diesen schlichten Worten klingt eine tiefe Sehnsucht nach Trost und Heilung. Der Psalmbeter erkennt seine eigene Schwachheit und zugleich die verlässliche Liebe Gottes. Dieses Vertrauen erhält seine stärkste Gestalt in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der selbst arm und gebeugt wurde – geboren in einem Stall, lebend ohne Besitz, sterbend am Kreuz. Jesus hat sich nicht vor der menschlichen Zerbrechlichkeit gescheut. Im Gegenteil: Er hat sich bewusst zu den Schwachen, den Kranken, den Ausgestoßenen gesellt. Er sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“ (Mt 11,28). Damit bestätigt er das Herzstück des Psalms: Gott sorgt für uns – und das zeigt sich in Jesus, der heilt, aufrichtet, vergibt und liebt. .In unserem persönlichen Armsein – sei es Trauer, Versagen, Zweifel oder Einsamkeit – dürfen wir zu Christus kommen. Er kennt das Gebeugtsein. Und er schenkt uns mehr als nur Trost: Er schenkt Hoffnung auf Erlösung und neues Leben. “Herr Jesus, heile mein Herz und stärke meinen Glauben. Komm mir zur Hilfe, denn Du bist meine Hoffnung – gestern, heute und immerdar.”
Wochenimpuls Sonntag, 10. August 2025
„Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von dem, was man nicht sieht.“ (Hebr 11,1).
Diese Worte laden uns ein, den Glauben nicht als bloßes Für-wahr-Halten zu verstehen, sondern als ein tiefes inneres Vertrauen – ein Feststehen in Hoffnung, ein Sich-binden an Jesus Christus. In einer Welt, die uns lehrt, nur das Sichtbare und Messbare zu glauben, stellt dieser Vers eine radikale Gegenstimme dar. Er fordert uns heraus, mit dem Herzen zu sehen: den Sinn in schwierigen Zeiten bei Jesus zu entdecken, die Nähe Gottes im Verborgenen zu spüren, und unser Leben auf Gott zu gründen, der uns immer wieder Hoffnung schenken will. Glaube bedeutet sich von Gott an die Hand nehmen zu lassen und den nächsten Schritt zu gehen – auch wenn der Weg noch im Schatten liegt. “Heiliger Geist, Du Licht, das unsere Dunkelheit durchdringt, Du Kraft, die uns auf dem Weg des Glaubens führt – komm in mein Herz. Lehre mich zu glauben, auch wenn ich nicht sehe. Stärke mein Vertrauen, wenn der Weg verborgen ist. Erfülle mich mit der Hoffnung, die in Gottes Verheißung wurzelt. Schenke mir das Licht der inneren Gewissheit, dass Gott immer für mich da ist.”
Wochenimpuls Sonntag, 03. August 2025
„Richtet euren Sinn auf das Himmlische, nicht auf das Irdische“ (Kol 3,2).
Dieser Ruf des Apostels Paulus ist wie ein Kompass, der unser Herz neu ausrichtet. In einer Welt, die so oft vom Materiellen und Vergänglichen geprägt ist, erinnert uns Paulus daran, dass unser Leben auf ein größeres Ziel hin ausgerichtet ist: die Gemeinschaft mit Christus, die wir jetzt schon leben können und die Erfüllung, die uns einst im Himmel geschenkt wird. Wenn wir unseren Sinn auf das Himmlische richten, heißt das nicht, dass wir die Welt verachten. Im Gegenteil: Es bedeutet, dass wir sie mit anderen Augen sehen: mit den Augen des Glaubens und mit der Gesinnung Jesu Christi. Jesus selbst hat gesagt: „Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde… Sammelt euch viel mehr Schätze im Himmel.“ (Mt 6,19-20) Dieses Wort zeigt, dass der Herr Jesus uns einlädt, unser Herz auf das Ewige zu richten. Die himmlischen Schätze – Liebe, Barmherzigkeit, Glaube – sind nicht vergänglich, sondern leuchten hinein in die Ewigkeit. "Komm, Heiliger Geist, hilf mir, um mehr in der Gesinnung Jesu zu leben. Amen."
Wochenimpuls Sonntag, 27. Juli 2025
„Gott hat euch durch die Taufe zusammen mit Christus lebendig gemacht.“ (Kol 2,13)
Durch die Taufe sind wir nicht mehr dieselben. Gott hat uns mit Christus vereint und neues Leben geschenkt. Was tot war, wurde neu. Was verloren schien, fand seinen Sinn. Was dunkel war, ist nun durchflutet von Seinem Licht. Christus hat uns vergeben und uns auferweckt zu einem Leben in Fülle. Wir tragen nicht mehr die Last der Vergangenheit, sondern die Kraft Seiner Gegenwart. Durch Ihn leben wir in einer neuen Wirklichkeit, die nicht von Schuld oder Angst bestimmt wird, sondern von Freiheit und Liebe. Wer in Christus lebt, lebt wahrhaftig. Das alte Leben ist vergangen – ein neues beginnt, erfüllt von Seiner Gnade, getragen von Seinem Geist. Paulus ermutigt uns, bewusst aus der Gnade der Taufe zu leben oder sie mit offenem Herzen zu empfangen.
“Herr, danke, dass Du mich durch die Taufe lebendig gemacht hast. Lass mich in Deiner Kraft und Freiheit leben, als Zeuge Deiner Liebe – heute und für immer. Amen.”
Wochenimpuls Sonntag, 20. Juli 2025
„Setze deine Hoffnung ganz auf die Gnade.“ (1Petr 1,13)
Worauf gründet sich unsere Hoffnung? Auf eigene Stärke? Auf günstige Umstände? Auf Menschen, die uns nicht enttäuschen? Petrus zeigt uns einen besseren Weg: Setze deine Hoffnung ganz auf die Gnade. Denn Gottes Gnade trägt, wenn auch alles andere wankt. Sie ist beständig, sie vergeht nicht, sie ist grenzenlos. Gnade ist die Kraft, die uns trägt, die uns verändert, die uns neu macht. Wer auf die Gnade Gottes hofft, hofft nicht vergeblich. Denn Gott hält sein Wort, Er verlässt uns nicht. Sein Reich besteht nicht aus Unsicherheit, sondern aus unerschütterlicher Liebe. Wenn die Welt dich entmutigt, wenn das Leben dunkel erscheint halte dich an die Gnade und Liebe Gottes. Er wird dich durchtragen, Er wird dich verwandeln und Er wird dich zu neuer Hoffnung führen.
“Herr, lehre mich, meine Hoffnung ganz auf Deine Gnade zu setzen. Lass mich nicht zweifeln, sondern vertrauen, dass Deine Liebe genügt – heute und für alle Zeit. Amen.”
Wochenimpuls Sonntag, 13. Juli 2025
„Christus hat Frieden gestiftet durch das Blut Seines Kreuzes.“ (Kol 1,20)
Frieden – echter, tiefer Frieden – entsteht nicht durch menschliche Anstrengung oder äußere Umstände. Er kommt allein durch Christus. Sein Blut, vergossen am Kreuz, brachte Versöhnung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und uns. Dieser Friede bedeutet nicht bloß Abwesenheit von Konflikten. Es ist der Frieden, der die Seele erfüllt, der zerbrochene Herzen heilt, der Licht in dunkle Orte bringt. Ein Frieden, der nicht vergeht, weil er aus Gottes Liebe geboren ist.
Durch das Kreuz Jesu wurde alle Schuld hinweggenommen, und die Türen zu Gottes Herz stehen weit offen. Egal, wie stürmisch das Leben wird – Christus selbst bleibt unser Friede. Wer Sein Opfer annimmt, lebt nicht mehr in Feindschaft mit Gott, sondern in einer unerschütterlichen Gemeinschaft mit Ihm. Und wer diesen Frieden empfangen hat, wird ihn weitergeben, damit die Welt das Licht Christi erkennt. “Herr, danke, dass Dein Kreuz uns Frieden gebracht hat. Lass mich in Deiner Versöhnung leben und diesen Frieden in die Welt tragen – als Zeugnis Deiner unendlichen Liebe.”
Wochenimpuls Sonntag, 06. Juli 2025
„Es kommt darauf an, eine neue Schöpfung zu sein.“ (Gal 6,15)
Was zählt wirklich? Paulus gibt eine klare Antwort: Nicht äußere Zeichen, nicht alte Gesetzeswerke – sondern eine neue Schöpfung. Dazu ist Christus gekommen: Er macht uns neu. Unsere Vergangenheit, unsere Fehler, unsere alte Identität verlieren ihre Macht, wenn Christus in uns wirkt. Eine neue Schöpfung zu sein bedeutet, loszulassen, was uns gefangen hält. Es heißt, sich ganz von Gottes Geist formen zu lassen – nicht oberflächlich, sondern tiefgreifend, bis unser Herz in Seinem Licht erstrahlt. Wer Christus gehört, ist nicht mehr gebunden an das, was war. Sein Licht durchdringt unsere Dunkelheit, Seine Liebe verwandelt unser Inneres. Wir sind nicht mehr definiert durch das, was wir tun, sondern durch das, was Er in uns tut.
“Herr, verwandle mich durch Deine Kraft. Schaffe in mir ein neues Herz, das ganz Dir gehört. Lass mich Deine Liebe und Gnade widerspiegeln – als neue Schöpfung in Dir. Amen.”
Wochenimpuls Sonntag, 29. Juni 2025
„Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft.“ (2Tim 4,17)
In Momenten der Einsamkeit, in Zeiten der Herausforderung oder Bedrängnis dürfen wir wissen: Wir stehen nicht allein. Der Apostel Paulus, der sich verlassen fühlte, erkannte eine tiefere Wahrheit – Gott war da. Er stärkte ihn, erfüllte ihn mit neuer Kraft und ließ ihn seinen Weg weitergehen. Auch wir erleben Zeiten der Erschöpfung, in denen die Lasten des Lebens zu schwer erscheinen. Doch gerade dann möchte unser Herr Jesus Christus uns zur Seite stehen. Seine Nähe ist keine bloße Theorie, sondern eine lebendige Wirklichkeit. Seine Kraft ist nicht fern, sondern durchdringt unser Leben, wenn wir Ihm vertrauen. Gott verlässt uns nicht, wenn wir müde sind. Er trägt uns, wenn wir nicht mehr weiter können. Er flüstert uns zu: „Fürchte dich nicht, Ich bin bei dir. Meine Kraft wird dich tragen.“
“Herr, danke, dass Du mir zur Seite stehst. Schenk mir Dein Licht, wenn Dunkelheit mich umgibt. Stärke mich, wenn ich schwach bin. Lass mich Deine Nähe spüren – heute und alle Tage meines Lebens, in guten und schlechten Zeiten, in Freude und Trauer. Amen.”
Wochenimpuls Sonntag, 22. Juni 2025
„Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt.“ (Gal 3,27)
Jeden Morgen treffen wir eine bewusste Entscheidung darüber, welche Kleidung wir anziehen. Sie schützt uns, gibt uns Sicherheit und vermittelt etwas über unsere Identität. Ebenso lädt uns Paulus ein, Christus anzuziehen – weil wir durch die Taufe in Ihn hineingenommen wurden. Die Taufe ist ein heiliger Austausch: Unsere alte Identität wird abgelegt, und wir treten in eine neue Wirklichkeit ein. Wir sind eingehüllt in das Licht Christi. Seine Gnade umhüllt uns wie ein Gewand, und wir dürfen in Seiner Wahrheit leben.
Christus „anzuziehen“ bedeutet, Ihn in unser Denken, Reden und Handeln einfließen zu lassen. Es heißt, dass Seine Liebe, Barmherzigkeit und Demut in unserem Leben sichtbar werden. Deshalb braucht es eine tägliche Erinnerung: Ich bin neu in Christus. Ich bin nicht mehr der oder die Alte. Ich bin mit Seiner Wahrheit bekleidet und darf in Freiheit leben.
“Herr, hilf mir, mich täglich neu an Dich zu erinnern. Lass Deine Liebe durch mich sichtbar werden und erfülle mich mit Deiner Gegenwart. Amen.”
Wochenimpuls Sonntag, 15. Juni 2025
“Durch Christus haben wir den Zugang zu der Gnade Gottes erhalten” (Röm 5,2).
Mit diesen Worten fasst der Apostel Paulus das Herz unseres Glaubens zusammen: Die unverdiente, überströmende Liebe und Barmherzigkeit Gottes fließt in Christus auf uns herab und öffnet uns den Weg in die Gegenwart Gottes. Durch das Wort Gottes und die Sakramente ist der lebendige Herr wirksam. Durch Ihn empfangen wir immer wieder die Gnadenstöße, die unser Leben erneuern und unsere Seele heilen. Indem wir in Gebet und Dankbarkeit vor Gott treten, nehmen wir den Zugang zu der Gnade an und finden beständige Kraft, um unser christliches Leben in Liebe, Barmherzigkeit und Demut zu führen. Als Christen sind wir eingeladen, diesen unverdienten Schatz täglich zu empfangen, uns daran zu laben und ihn in unserem Leben sichtbar werden zu lassen – nicht nur als persönliche Hilfe, sondern auch als impulsgebende Kraft, um im Dienst an unseren Mitmenschen Hoffnungsträger zu sein. Setzen wir unsere Hoffnung ganz auf die Gnade, die uns durch Christus täglich geschenkt wird.
Wochenimpuls Sonntag, 08. Juni 2025
“Jedem wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. (1Kor. 12,7)
Die Gaben des Heiligen Geistes sind mehr als einzelne Talente : sie sind Zeichen der göttlichen Präsenz und wirkende Kräfte, die in jedem Aspekt unseres Lebens wirken sollen. Im Pfingstfest erleben wir den Höhepunkt dieser Gegenwart, wenn der Geist die Grenzen von Raum und Zeit überwindet und in die Herzen der Gläubigen einzieht. Dieses Fest fordert uns dazu auf, die uns gegebenen Gaben im Alltag mutig einzusetzen, damit wir als Zeugen des lebendigen Gottes die Welt, worin wir leben, mit Liebe, Barmherzigkeit und Frieden erfüllen. Jeder ist da gefragt, jeder wird dazu befähigt, auf persönliche Weise den Geist Gottes wirken zu lassen. Christen, die die empfangene Taufe bewusst leben, werden auch ganz bewusst den Heiligen Geist bitten zu kommen und zu erfüllen. Denn nur durch geisterfüllte und lebendige Christen kann die Kirche von innen her erneuert werden und für die Welt zum Nutzen sein. “Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen der Menschen... Erfülle mein Herz mit der Liebe Gottes!”
Wochenimpuls Sonntag, 01. Juni 2025
“Komm! Wer dürstet, der komme! Wer Verlangen hat, empfange das Wasser des Lebens als Geschenk.” (Offb 22,17)
Diese Worte aus dem Buch der Offenbarung sind eine Einladung Gottes an jeden Menschen, unabhängig von dessen Lebenssituation oder innerem Zustand. Es ist ein Aufruf zur aktiven Annahme der Gnade und Liebe Gottes, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Wer in seinem Herzen dürstet nach Sinn, innerem Frieden und Gemeinschaft mit Gott, dem wird das Wasser des Lebens unentgeltlich angeboten. Besonders durch das Gebet, das Wort Gottes und die Sakramente fließt die Gnade Gottes. Wer davon trinkt, empfängt im Herzen eine innere Kraft und Inspiration, um dieses Geschenk im Leben zu verwirklichen und es in Form von Nächstenliebe und missionarischem Engagement in die Welt zu tragen. Als Pilger der Hoffnung brauchen wir dieses “lebendige Wasser”, damit wir in der Welt von Heute Hoffnungsträger sind. Wir brauchen nur bewusst auf diese Einladung Gottes einzugehen: Komm! Wer dürstet, der komme!
Wochenimpuls Sonntag, 25. Mai 2025
“Der Beistand, der Heilige Geist wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe” (Joh 14,26).
Im Zentrum der Osterzeit steht der Glaube an den auferstandenen Herrn. Doch sie ist auch eine Zeit der Vorbereitung auf Pfingsten – das Fest des Heiligen Geistes. In dieser besonderen Zeit beten wir um eine erneute Ausgießung des Geistes, damit wir tiefer in der Verbundenheit mit Gott leben und die Worte Jesu nicht nur erinnern, sondern auch in unserem Alltag verwirklichen können. Der Heilige Geist ist unentbehrlich für das Leben lebendiger Christen. Er belebt unseren Glauben, unsere Beziehung zu Gott und schenkt uns Hoffnung – eine Hoffnung, die wir dringend brauchen angesichts der Hoffnungslosigkeit, die in unserer Welt und sogar in unserer Kirche spürbar ist. Beten wir darum in dieser Zeit, zusammen mit so vielen Christen weltweit: „Komm, Heiliger Geist, erfülle uns von neuem mit Glauben, Hoffnung und Liebe.“ Durch den Heiligen Geist können wir gerade in dieser Zeit Hoffnungsträger sein.
Wochenimpuls, Sonntag, 18. Mai 2025
“Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden Sein Volk sein: und Er selbst, Gott, wird mit ihnen sein” (Offb 21,3).
Diese kraftvolle Zusage erinnert uns daran, dass Gott uns nicht fern ist. Er hat sich in Jesus Christus offenbart und ist Mensch geworden, um uns nahe zu sein. Durch Seine Menschwerdung, Seine Hingabe am Kreuz und Seine Auferstehung zeigt Er uns, dass Seine Liebe und Barmherzigkeit grenzenlos sind.
Gottes lebendige Gegenwart begegnet uns in besonderer Weise durch Sein Wort und die Sakramente. Sie sind die Quellen der Gnade, durch die Er in unser Leben tritt und unsere Herzen berührt. Diese Begegnung ist zugleich eine Einladung, unser Leben in Seinem Licht zu gestalten und zu bezeugen, dass Er mitten unter uns wohnt.
Wenn wir Ihn bezeugen durch christliche Lebensgestaltung, Gebet und Nächstenliebe, zeigen wir uns als lebendige “Pilger der Hoffnung”, die ihre Hoffnung auf Seine Gnade setzen.
Wochenimpuls, Sonntag, 11. Mai 2025
“Das Lamm wird sie weiden und sie zu den Quellen des lebendigen Wassers führen. Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen“ (Offb 7,17).
Jesus ist zugleich das Lamm Gottes und der Gute Hirte. Als Lamm Gottes hat sich Jesus aus Liebe für uns hingegeben, um unsere Erlösung zu bewirken. Er ist derjenige, der die Last unserer Sünden getragen hat, damit wir neues Leben erhalten können.
Doch Er ist auch der Gute Hirte, der uns durch die Höhen und Tiefen des Lebens führt. Er schenkt uns das lebendige Wasser, ein Hinweis auf den Heiligen Geist, der uns Kraft und Trost schenkt. Er gibt uns Leben und festigt unsere Beziehung zu Gott und zueinander.
Das Leben eines jeden Menschen ist geprägt von Momenten der Freude und Zeiten des Leids. Tränen gehören zum menschlichen Dasein, denn Schmerz und Trauer sind ein Teil unseres Lebens. Doch der Gute Hirte lässt uns in unseren Tränen nicht allein. Jesus kommt uns zu Hilfe, in unserer Zerbrechlichkeit, sowie in unseren tiefsten Verletzungen. Er begegnet uns in Seiner Liebe und Barmherzigkeit und verspricht, jede Träne von unseren Augen zu wischen. Dies bedeutet, dass Er uns tröstet, unsere Wunden heilt und uns mit Hoffnung erfüllt.
Wochenimpuls, Sonntag, 04. Mai 2025
“Dem Lamm Gottes gebühren Lobpreis und Ehre, Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit.“ (Offb 5,13).
Der Monat Mai ist besonders Maria, der Mutter Gottes, gewidmet. In diesem Jahr der Hoffnung wenden wir uns an sie, die Mutter der Hoffnung, und bitten sie, uns in unserer Hoffnung zu stärken. Maria ist in allen Zeiten darum bemüht, uns zu ihrem Sohn Jesus zu führen, damit wir Ihn als den Sohn Gottes erkennen und Ihm nachfolgen können. Sie zeigt uns den Weg zu demjenigen, der sich aus Liebe für uns hingegeben hat, um uns Heil, Barmherzigkeit und Liebe zu schenken.
Indem wir ihre Hand annehmen und ihren liebevollen Aufruf folgen, verbindet sie uns mit dem Himmel und mit der weltweiten Gemeinschaft der Christgläubigen. Gemeinsam mit ihr und so vielen Christen weltweit dürfen wir Jesus Christus, das Lamm Gottes, loben und preisen. Wie es in der Offenbarung 5,13 heißt: „Dem Lamm Gottes gebühren Lobpreis und Ehre, Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit.“ Diese Worte erinnern uns daran, dass unser Leben in den Händen desjenigen ruht, der die Welt überwunden hat und uns Hoffnung und Leben schenkt.
Wochenimpuls, Sonntag, 27. April 2025
“Der Herr legte Seine Rechte auf mich und sprach: Erschrick nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.” (Offb 1,17-18).
Die Osterzeit erinnert uns daran, dass Jesus durch Seinen Tod und Seine Auferstehung den Tod überwunden hat, um uns neues Leben zu schenken. Wenn der Herr Seine Hand auf uns legt, geschieht dies aus Seiner Barmherzigkeit und Liebe heraus. Seine Berührung weckt uns zum Leben, erfüllt uns mit Hoffnung und ermutigt uns, wieder aufzustehen. Sie schenkt uns die Zuversicht, dass wir, genauso wie Christus, durch Seine Kraft und Gnade zu einem neuen Leben auferstehen können.
Am Sonntag, dem 27. April, feiern wir mit der ganzen Kirche den Barmherzigkeitssonntag. Es ist allein Gottes Barmherzigkeit, durch die wir diese liebevolle Nähe erfahren dürfen. Durch den Sieg am Kreuz zeigt Er uns, dass wir in Seiner Hand sicher sind. Seine Hand führt uns aus der Dunkelheit ins Licht der Auferstehung und gibt uns die Stärke, unseren Weg mit Vertrauen und Freude zu gehen.
Nehmen wir von neuem Seine Hand an, dann können wir als „Pilger der Hoffnung“ in allen Situationen unseres Lebens bezeugen: Jesus ist der Erste und der Letzte, Er ist der Lebendige.
Wochenimpuls 20. April 2025
„Ihr seid mit Christus auferweckt: Darum strebt nach dem, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt“ (Kol 3,1).
Die Osternacht und das Osterfest sind große Feste des Übergangs – vom Dunkel der Karfreitagsstunden hin zum strahlenden Licht der Auferstehung. Sie stehen tatsächlich für das endgültige Überwinden von Sünde, Tod und Verzweiflung. Dieses Fest ist geprägt vom Licht der Osterkerze, das sich ausbreitet, den Raum erhellt und unsere Herzen berühren will. Im Zusammenhang mit Kolosser 3,1 werden die Osternacht und die gesamte Osterzeit zu einer lebendigen Vergegenwärtigung dessen, was es bedeutet, „mit Christus auferweckt“ zu sein.
Als Christen haben wir durch die Auferstehung Jesu eine neue Identität und eine Neuausrichtung des Lebens empfangen. Das Osterfest ist nicht nur eine einmalige Feier, sondern ein fortwährender Aufruf und eine Gnade, unser Leben in der Perspektive des ewigen Lebens und der Gemeinschaft mit Gott zu gestalten. Ostern lädt uns ein, unser Ja zum lebendigen Herrn Jesus Christus zu erneuern und uns erneut dazu zu verpflichten, nach den göttlichen Werten Jesu Christi zu streben, wie Paulus schreibt.
Wochenimpuls 13. April 2025
“Jesus erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz” (Phil 2,8).
Die Karwoche fangen wir an mit dem gesegneten Palmzweig, den wir ans Kreuz hängen. Es ist das Zeichen, das uns deutlich macht, dass wir an den Gekreuzigten glauben und wir “Freunde des Kreuzes Christi” (vgl. Phil 3,18) sein wollen. Wir beugen uns vor Ihm und bekennen: Jesus Christus ist der Herr. In dieser Kniebeugung legen wir in Solidarität mit den leidenden Menschen, aus unserer Umgebung und aus der Ferne, die ganze Menschheit in das Herz Jesu und beten: “Hab Erbarmen mit mir und mit der ganzen Welt!” Blut und Wasser strömen aus Seinem Herzen: Zeichen Seiner unermesslichen Barmherzigkeit. So bereiten wir uns vor auf das größte und wichtigste Fest der ganzen Christenzeit: die Auferstehung Jesu Christi.
Wochenimpuls 06. April 2025
“Ich habe das Ziel vor Augen: ich jage nach dem Siegespreis. Es ist die himmlische Berufung, die Gott uns in Christus schenkt” (Phil 3,14).
In dieser Fastenzeit machen wir uns von Neuem bewusst, dass Jesus durch Sein Sterben und Seine Auferstehung den Siegespreis für uns erworben hat. Jetzt schon, in dieser Zeit, gibt er uns Anteil an Seiner Liebe und Barmherzigkeit. Bei aller Enttäuschung und Sündhaftigkeit schauen wir auf das Kreuz und beten: “Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und preisen Dich, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst”. Dieses Gebet soll uns helfen und öffnen für die erlösende Liebe Jesu Christi. Denn auch du bist gerufen, um Anteil zu bekommen an Seinem Sieg: jetzt schon das Leben, und einst das erfüllte Leben durch Ihn.
Wochenimpuls 30. März 2025
“Wenn jemand in Christus ist, dann ist er eine Neuschöpfung: das Alte ist vergangen” 2Kor 5,17).
Die Fastenzeit ist für die Christen eine Zeit der Erneuerung, denn Christus will in unser Leben kommen, um uns zu erneuern. Das Alte der Sünde, der Verwundung, Unversöhntheit und Enttäuschung klebt noch an uns. Wenn wir Christus in unserem Leben ganz bewusst zulassen, kann Er uns Vergebung, Versöhnung und Heilung schenken. Die Kirche ruft in dieser Zeit, zusammen mit dem Apostel Paulus: “An Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen. Der himmlische Vater verlangt danach auch zu dir zu sagen: mein Sohn, meine Tochter war tot und lebt wieder. Du warst verloren und du bist wiedergefunden” (vgl. Lk15,24). Es ist die Zeit, sich (von Neuem) finden zu lassen durch den Herrn.
Wochenimpuls 23. März 2025
“Der Herr sprach zu Mose: Ich habe das Elend meines Volkes gesehen... Ich bin der “Ich-bin-da” (Ex 3,7.14).
Wie Gott Sein Volk damals aus der Sklaverei von Ägypten befreit hat, so hat Er Seinen Sohn Jesus zur ganzen Welt gesandt, um die Menschheit aus der Sünde zu retten. In Jesus zeigt und schenkt Gott Seine rettende Liebe. Er ist in Ihm für uns da, für dich da. In dieser Fastenzeit sind wir eingeladen, die rettende Liebe Gottes von Neuem zu entdecken, zu erkennen, anzunehmen und zu erfahren. Wir beten: “Gott, komm mir zur Hilfe, denn ohne Dich gehe ich zugrunde, ohne Dich schaffe ich es nicht. Auf Dich setze ich meine Hoffnung. Du bist da, um mir zu sagen: Siehe, ich mache alles neu!” (Off 21,5).
Wochenimpuls 16. März 2025
“Irdisches haben sie im Sinn. Unsere Heimat aber ist im Himmel!” (Phil 3,19.20)
Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der wir darüber nachdenken, wie wir unser Christsein leben. Eine Gewissenserforschung ist dazu ein gutes Hilfsmittel. Wie wichtig ist für uns das Irdische? Worauf sinnen wir und wie wichtig ist ein Leben aus dem Herzen? Wieviel Platz bekommt die Barmherzigkeit: Barmherzigkeit, die wir von Gott empfangen, Barmherzigkeit, die wir einander schenken? Schlussendlich: Ist unsere Heimat im Himmel, so wie der Apostel Paulus verkündet? Die Hoffnung auf das ewige Leben im Himmel, bei Gott, gibt uns eine richtige und starke Motivation, um das Leben hier auf Erden so zu gestalten, dass das Reich Gottes jetzt schon, jedenfalls teilweise, erfahrbar wird.
Wochenimpuls 09. März 2025
“Aus Seinem Reichtum beschenkt der Herr alle, die Ihn anrufen.” (Röm 10,12)
Die Fastenzeit ist eine besondere Zeit, um im Gebet und durch Werke der Liebe unser Christsein bewusster zu leben. Es ist eine Zeit der Gnade und Barmherzigkeit, in der wir uns einlassen auf den Reichtum, der uns durch Christus, unsern Herr geschenkt worden ist. Er, der am Kreuz ganz arm geworden ist, hat uns reich gemacht durch Seine Hingabe am Kreuz. Im Wort Gottes, in den Sakramenten und im persönlichen und gemeinschaftlichen Gebet wird uns dieser Reichtum zur Verfügung gestellt. Wir müssen ihn allerdings wohl in Anspruch nehmen. Darum rufen wir Ihn an: für uns selbst, für unsere Kirche, aber auch für unsere Welt. Denn der Herr will allen Menschen Anteil geben an Seinem Reichtum: an Seiner Barmherzigkeit, Liebe und Seinem Frieden.
Wochenimpuls 02. März 2025
“Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund”. (Lk 6,45).
Als Christen schauen wir auf Jesus, vor allem auf Sein Herz. Sehen wir, wovon Er voll ist, was Er hervorgebracht hat und was aus Seinem Herzen zu uns Menschen fließt: Barmherzigkeit, Liebe, Mitleid und Trost, aber auch ein deutlicher Aufruf zur Umkehr und zum Glauben. Die kommende Fastenzeit ist ein kräftiger Ansporn, um zurückzukehren zum Herzen Jesu und unsere Herzen durch Ihn erfüllen zu lassen, damit das Böse in uns verschwindet und das Gute zum Vorschein kommt. Fastenzeit ist eine Zeit der Gnade und Barmherzigkeit.”
Wochenimpuls 23. Februar 2025
“Seid so barmherzig, wie es euer Vater ist!” (Lk 6,36)
Jesus, unser Herr, lehrt uns wie Gott Sein Vater und unser Vater ist. Er lehrt, lebt und verkündet die Barmherzigkeit Gottes. Wie wichtig ist es, als Christen in unserer harten und erbarmungslosen Welt die Barmherzigkeit zu bezeugen und zu leben: in der Familie, in unseren Beziehungen, in der Gesellschaft und in der Kirche. Wer die Barmherzigkeit Gottes selbst erfahren hat, wird im alltäglichen Leben erkennen, wie wichtig es ist, “so wie der himmlische Vater” barmherzig zu sein. Nicht immer einfach, aber mit Gottes Gnade wird auch das Unmögliche möglich.
Wochenimpuls 16. Februar 2025
“Gesegnet der Mensch, der auf den Herrn vertraut und dessen Hoffnung der Herr ist.” (Vgl. Jer 17,7)
Jesus, unser Herr, geht uns voraus in diesem Vertrauen auf Gott, den himmlischen Vater. Sein Leben, vor allem Sein Sterben, ist zusammen zu fassen in diesen Worten: “Vater, in Deine Hände lege ich Mein Leben!”. Mit Ihm verbunden werden wir im Vertrauen wachsen, besonders in den Widerwärtigkeiten, Herausforderungen und Enttäuschungen, die wir erleben. “Bleibt in Mir, dann bleibe ich in dir!”, so sagt Er uns. In diesem Jubeljahr der Hoffnung üben wir uns im Vertrauen. Das alltägliche Leben und das Leben in unserer Welt geben uns immer wieder Anlass um zu beten: „Herr, gib uns mehr Vertrauen!“
Wochenimpuls 09. Februar 2025
“Gottes gnädiges Handeln an mir blieb nicht ohne Wirkung” (1Kor.15,10).
Dieses Zeugnis gibt der Apostel Paulus, wenn er zurückschaut auf sein Leben als Christgläubiger. Er rühmt nicht, was er getan hat, sondern, was Gott in Seiner Liebe und Barmherzigkeit in ihm und durch ihn bewirkt hat. Sicher hat Paulus selbst ganz mitgewirkt. “Ich habe mich abgemüht”, so schreibt er. Aber zuerst war es die Gnade Gottes. Für jeden Christen ist er ein starkes Vorbild, um sich ganz zu öffnen für das, was Gott in Seiner Liebe und Gnade in und mit uns tun will. “Herr, lass Deine Gnade in mir wirken, für mich selbst, aber auch für meine Umgebung!”
Wochenimpuls 02. Februar 2025
“In Christus finden wir die Hoffnung - Er ist der Anker meiner Seele” (vgl. Hebr. 6,19).
In diesem Jahr werden wir als Christen angesprochen und ermutigt, um uns als Pilger der Hoffnung zu verstehen. Bei allen Widerwärtigkeiten des Lebens und bei allen Winden und Strömungen, womit wir im alltäglichen Leben konfrontiert werden, brauchen wir einen sicheren Halt und eine nachhaltige Festigkeit. Vom Himmel her ist uns dieser Halt und wahre Lebensorientierung gegeben: Christus, unser Herr. Er wird auch “Vorläufer” genannt: Er ist uns vorausgegangen und schenkt uns Hoffnung, damit auch wird das Ziel erreichen. Er lädt ein und bietet uns an, um in Ihm “verankert” zu sein oder uns von Neuem in Ihm zu verankern.
Wochenimpuls 25. Januar 2025
“Er hat Mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe.” (Lk 4,18)
Mit diesen Worten fängt Jesus Seine Sendung an und setzt diese auch fort in der heutigen Zeit. Seine Botschaft von Heil, Barmherzigkeit, Liebe und Frieden bleibt aktuell. Er selbst ist die Frohe Botschaft für die ganze Menschheit, besonders für die Armen. Aber wer ist arm? Sind nicht viele Reiche unserer Zeit, reich in weltlichem Sinn, schlussendlich arm? Jedenfalls will Jesus jeden Menschen, arm oder reich, in welcher Form auch, ansprechen und zum Reich Gottes führen. Er klopft mit Sanftmut, Mitleid und Freundlichkeit an jedem Herzen an und bietet sich selbst an. Er zwingt nicht, Er bietet an, mit einem Verlangen angenommen zu werden. Denn das ist Seine Sendung vom Vater gegeben, um als auferstandener Herr, das Heil Gottes zu verkünden und zu schenken. “Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich!” (Mt 5,1)
Wochenimpuls 19. Januar 2025
“Denn der Herr hat an dir Gefallen!” (Jes 62,5)
Bei Seiner Taufe im Jordan hört Jesus diese Worte Seines Vaters im Himmel: “Du bist Mein geliebter Sohn, an Dir habe ich Gefallen gefunden!” Die Liebe Gottes hat Jesus im Herzen bestätigt, Seine Sendung anzufangen und im Glauben und in Treue zu vollenden. So wissen und erfahren wir durch Ihn, dass wir geliebte Töchter und Söhne sind. Durch Jesus hat der Vater im Himmel auch an uns Menschen Gefallen. Gott sieht anders als wir Menschen, oder anders als ich mich selbst sehe. Welch große Gnade wird uns zuteil, wenn wir an diese Zusage Gottes glauben können, mehr noch, auch im Herzen erfahren. Wie anders sieht meine und unsere Welt aus, wenn die Liebe Gottes mein und unser Leben prägt und gestaltet. So wie der Apostel Johannes auch schreibt: “Darin besteht die Liebe: Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass Er uns geliebt und Seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben!” (1Joh 4,10-11)
Wochenimpuls 15. Dezember 2024 (3. Advent)
“Jesus Christus wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen.” (Lk 3,16)
Für viele Menschen gilt: “Ich bin getauft, ich bin also ein Christgläubiger.” Aber ist da auch ein Feuer in mir? Das Feuer weist hin auf Begeisterung, Enthusiasmus und Liebe. Oder ist, obwohl die Taufe gespendet worden ist, eher Gleichgültigkeit, Lauheit, Desinteresse oder sogar Ablehnung in mir? Die Taufe wurde vielleicht unbewusst oder automatisch empfangen, aber das Feuer kann nur durch Entscheidung, Glauben, Gebet und bewusstes Leben entzündet und geschürt werden. Der Advent und die kommende Weihnachtszeit könnte eine günstige, das heißt eine gnadenvolle Zeit sein, um das Feuer der Liebe Gottes in mir von Neuem (oder vielleicht zum ersten Mal) entzünden zu lassen. Bei Gott ist ein neuer Anfang immer möglich! Wir zünden die dritte Kerze der Freude an und beten: Herr, lass mich und viele Menschen wieder die Freude des Christ-seins erleben.
Wochenimpuls 08. Dezember 2024 (2. Advent)
“Bereitet dem Herrn den Weg... und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen!” (Lk 3,4.6)
Als Christgläubige werden wir aufgerufen, um auf christliche Weise den Advent zu feiern. Wir wollen unsere Herzen bereiten für ein neues Kommen des Herrn in unserem Leben. Er will von Neuem in unserem Bewusstsein und unserem alltäglichen Leben Herr und Heiland sein.
“Alle Menschen werden das Heil Gottes im Kommen Jesu schauen”. Die Frage ist, ob auch ich zu diesen “alle Menschen” gehören will und ich meine Welt durch Jesus Christus erneuern und erfüllen lassen will. Christ-sein fragt um eine deutliche, bewusste und persönliche Entscheidung. Dann kann das Heil Gottes, das heißt, seine Liebe und Barmherzigkeit auch richtig ankommen und mein Leben von innen her erneuern.
Wir zünden die zweite Kerze des Friedens an mit dem Gebet: Herr, schenke unseren Herzen und unserer Welt Frieden!
Wochenimpuls 01. Dezember 2024 (1. Advent)
“Nehmt euch in acht, dass Rausch, Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren!” (Lk.21,34).
Die Sorgen, die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung können groß sein und uns dahin treiben, dass wir vor der Verantwortung oder Herausforderung flüchten wollen. Es scheint nicht anders mehr zu gehen, als zu Mitteln zu greifen, die schlussendlich nicht weiter helfen. Statt flüchten, will der Herr Jesus in unser Leben kommen: Er ist die wahre Zuflucht, von Gott-Vater her gesandt und gekommen, um uns Menschen die wahre Lösung und Erlösung zu schenken. Darum zünden wir die erste Kerze an: die Kerze der Hoffnung mit dem Gebet: “Komm, Herr Jesus, schenke mir neue Hoffnung und sei Du meine Zuflucht! Mache uns zu Menschen der Hoffnung! Schenke unserer Welt neue Hoffnung, vor allem auch denjenigen, die keinen Ausweg mehr sehen!”