“Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi,
geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes, in Herzen von Fleisch!”
(2Kor.3,3)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche,

Wer sind wir? Wer bist du? Was bestimmt dich in deinem Leben? Wofür lebst du? Was ist deine Lebensvision? Diese Fragen sollen wir in uns zulassen, wenn wir Ostern feiern und die Osterzeit begehen. Denn in der Osternacht sagt uns der Apostel Paulus, dass wir durch die Taufe mit Christus auferweckt worden sind, um als neue Menschen zu leben (vgl. Röm 6,3-4).

Mit “neuen Menschen” meint Paulus uns Christen: Menschen, die durch das Sterben und die Auferstehung Jesu von innen und nach außen erneuert sind und leben in der Gegenwart des lebendigen Gottes. Anders gesagt mit den Worten aus dem Johannesevangelium: Wohl in dieser Welt, aber nicht nach den Gesetzen, Gewohnheiten und Moden dieser heutigen Welt. Christen sind andere Menschen als dir Menschen, die ohne Christus leben. Darum auch die Frage, ob wir uns trauen, andere, neue Menschen zu sein in einer Welt, die ohne Gott und ohne Christus, den lebendigen Herr und den Heiligen Geist leben und Entscheidungen treffen.

Die Identitätsfrage der Christen in der heutigen Zeit scheint mir eine ganz wichtige Frage zu sein, weil diese Frage uns zu unserem inneren Leben bringt, ja, zu unserem Herzen und dadurch zu unserem Sein. Wenn ich mich in Wahrheit verstehe und erkenne als Christ, werde ich mir bewusst, dass ich Christus gehöre und verlange, in Seiner Gesinnung zu leben. Dann ist Er mein Leben und mein Lebensgrund, und zwar als gekreuzigter und auferstandener Herr!

Ostern und die folgende Osterzeit (50 Tage!) bringt uns zum Leben und zur Lebenserfahrung, dass Er lebt, für mich und in mir. Wenn wir dann auch miteinander die Identität bewusst erkennen, entsteht Gemeinschaft der Gläubigen: Menschen, die miteinander erkennen, dass Jesus lebt, mitten unter uns. Dann wächst eine lebendige Kirche, die lebt und zum Leben führt, weil Christus, der lebendige Herr in ihr gegenwärtig ist.

Der Apostel Paulus schreibt an die Korinther von damals und an die Christen von heute: “Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes, in Herzen von Fleisch” (2Kor.3,3)

1. Unverkennbar! Damit ist gemeint: für alle zu sehen und zu hören! Lebendige Christen bezeugen ihr christliches Leben. Dass wir neue, andere Menschen sind, soll nicht verborgen bleiben. Das Licht Christi, das wir besonders durch die Taufe empfangen haben, soll so in uns und durch uns scheinen, dass wir auch in der heutigen Welt und Zeit Licht sind. Jeder Christ bekommt die Gelegenheit und zugleich auch den Auftrag, das Licht Christi, das heißt Seine Liebe und Barmherzigkeit zu bezeugen!.

2. Wir sind ein Brief Christi. Christus hat auch für unsere Zeit eine wichtige, frohe, erlösende und heilende Botschaft. Er will, gerade weil Er lebt, sich hören und sehen lassen. Er braucht darum Menschen, die Seine Botschaft und Seine Gegenwart hören und leben. Er braucht heute Jünger und Jüngerinnen! Er braucht Seine Kirche!

3. Geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes. Die letzten Worte Jesu am Kreuz sollen uns immer wieder bewusst werden: “In Deine Hände lege ich meinen Geist... Es ist vollbracht und Er gab den Geist.” Durch das Sterben Jesu kommt der Heilige Geist in Fülle herab. Lasst euch darum durch den Heiligen Geist erfüllen, so schreibt Paulus. Die Osterzeit führt zum Pfingstfest und will uns helfen, in der Kraft des Heiligen Geistes zu leben. Dieser heilige und lebendige Geist Gottes will wirksam sein in uns, als erste und wichtigste Frucht des Weizenkorns (Jesus!), das in die Erde gefallen und gestorben ist und reiche Frucht hervorbringen will. “Komm Heiliger Geist!”, so betet die Kirche Gottes in dieser Zeit. Nur durch das Wirken des Geistes und unsere entschiedene Mitwirkung werden wir lebendige Briefe Christi!

4. In Herzen von Fleisch! Diese Worte erinnern uns an den Propheten Ezechiel, der voraussagte, dass Gott die Herzen von Stein verwandeln wird in Herzen von Fleisch. Vielleicht müssen wir heute wohl sagen: Dass Gott die Grabsteine verwandelt in Herzen, die sich ganz öffnen lassen durch den lebendigen Christus, der selbst aus dem Grab erstanden ist.

Herzen von Fleisch sind Herzen, die erfüllt sind von der Liebe Christi. Diese Liebe hat vor Augen, dass Gott die Liebe ist, und dass Er uns und allen Menschen das wahre Gute geben will: Leben in Fülle, Leben in Ewigkeit, Leben mit- und füreinander!

Herzen von Fleisch sind nicht verschlossen in sich selbst, keine Gräber des Todes oder eingegraben in sich selbst. Herzen von Fleisch sind Menschen, die mitteilen und geben, vom Herzen her, bereit und imstande das Leben zu verschenken, bis es “vollbracht” ist, wie Jesus!

Zusammenfassend möchte ich sagen: Lassen wir uns in dieser Osterzeit darauf ein, um lebendige Briefe Christi zu sein und mehr und mehr zu werden: der Herr braucht uns, damit mehr Menschen “Seinen Brief” an die Menschen hören, lesen, annehmen und leben! Gesegnete Osterzeit!

P. Bartholomé


Monatsprogramm April 2024

Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang bis 13.00 Uhr
15.00 Uhr Singen und Beten für den Frieden bis 16.00 Uhr (nicht am 28. April)

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr

Jeden Tag
17.15 Uhr Rosenkranz für den Frieden

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Keine Morgenmesse am: 01.04.; 08.04.; 25.04. und 26.04.
Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.


Beichtgelegenheiten

Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
1. Samstag im Monat 16.00 - 17.30 Uhr
auch möglich nach Vereinbarung  

Ostertriduum

Karsamstag, 30. März
20.30 Uhr Osternachtsfeier

Ostersonntag, 31. März
08.00 Uhr Hl. Messe 
10.30 Uhr Hochamt (mit dem Apollinarischor)

Ostermontag,01 April
10.30 Uhr Hl. Messe


Sonntag 07. April: Barmherzigkeitssonntag

15.00 Uhr Lobpreis und Barmherzigkeitsrosenkranz.

In unserem Kloster in Maastricht gibt es ein spezielles Programm - auch deutschsprachig. Mehr Info im Kloster. (auch über livestream: kommel.nl/livestream)


Sonntag, 07. April, 17.00 Uhr Orgelkonzert

mit der saarländischen Organistin und Pianistin Petra Gries. Sie präsentiert Meisterwerke von Johann Sebastian Bach (u.a. Toccata & Fuge), Samuel Barber (Adagio for Strings), Georg Friedrich Händel, Georg-Philipp Telemann, Queen, Filmmusik von Vangelis, sowie eigene Kompositionen.
Der Eintritt ist frei,um Spenden wird gebeten!
Konzertdauer: 1 Stunde


Dienstag, 08. April - Mariä Verkündigung

17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Samstag, 20. April
Erwachsenen-Katechese

15.30 Uhr Zusammenkommen
16.00 Uhr Vortrag und Austausch
18.00 Uhr Hl Messe

Bitte rechtzeitig anmelden wegen begrenzter Teilnehmerzahl!
Notitzheft mitbringen!


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
(auch über Livestream: kommel.nl/livestream)

Donnerstag, 25. April
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis (bis 20.30 Uhr)

Freitag, 26. April
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Samstag, 27. April
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Marianischer Gebetsabend in der Apollinariskirche
(auch via Livestream! www.kommel.nl/livestream)

Sonntag, 28. April
(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz
19.00 Uhr Hl. Messe


Mittwoch, 01. Mai

17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr


Sonntag, 05. Mai

10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Prozession zu Maria im Klostergarten