Monatsprogramm August 2026
“Die äußerste Liebe Jesu Christi
im Wort und Sakrament!”
Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!
Zur Vertiefung des Themas der Apollinariswallfahrt ist hier ein Text von Papst Leo XIV vom 24. Juni 2026
wiedergegeben.
Als der heilige Augustinus den Neugetauften das Geheimnis des Leibes Christi erklären will, greift er auf die Stelle des heiligen Paulus zurück, die wir gerade gehört haben: »Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm« (1 Kor 12,27). Und er fügt hinzu: »Euer Geheimnis ist es, was ihr empfangt. Auf das, was ihr seid, antwortet ihr: ›Amen.‹ Und eure Antwort ist gleichsam eure Unterschrift. Man sagt zu euch: ›Der Leib Christi.‹ Und ihr antwortet: ›Amen.‹ Seid also Glieder des Leibes Christi, damit euer Amen wahr sei. […] Seid, was ihr seht, und empfangt, was ihr seid« (Sermo 272, PL 38, 1247).
Gleich nachdem die Konstitution über die Liturgie das Letzte Abendmahl Jesu erwähnt hat, spricht sie mit diesen augustinischen Anklängen von der Eucharistie. Denn am Tisch des Herrn teilzuhaben, bedeutet für die Christen, »sich durch das Wort Gottes formen lassen, am Tisch des Herrenleibes Stärkung finden […], Gott danksagen« (SC 48). Indem wir ihn in seinem Wort und in der Eucharistie empfangen, werden wir zu dem, was wir empfangen. Wir werden zum Leib, dessen Haupt der auferstandene Christus ist, der zur Rechten des Vaters sitzt (vgl. Kol 1,18) und einen Platz im Himmel für uns vorbereitet (vgl. Joh 14,3): So ist die Eucharistie das Sakrament des kommenden Reiches Gottes. Sie ist die Wegzehrung, die uns zur himmlischen Heimat führt, bis hin zu jenem seligen Tag, an dem »Gott alles in allem« sein wird (1 Kor 15,28).
Die liturgische Versammlung bringt die Opfergabe »nicht nur durch die Hände des Priesters, sondern auch gemeinsam mit ihm« dar (SC 48). In dieser Hinsicht ist die Eucharistie die Form des geistlichen Opfers der Christen (vgl. Hebr 13,16; Röm 12,1), da sie der Weg zur Vereinigung mit Gott und zur Vereinigung untereinander ist. Indem sie daran teilhaben, sollen sie »sich selber darbringen lernen. So sollen sie durch Christus, den Mittler, von Tag zu Tag zu immer vollerer Einheit mit Gott und untereinander gelangen« (SC 48). So lehrt uns die Eucharistie, indem sie uns Christus einverleibt, den Lebensstil Jesu, des Herrn, anzunehmen, der durch die unentgeltliche Selbsthingabe gekennzeichnet ist. Diese Hingabe lässt uns daher in die Dynamik der Einheit eintreten, die ein machtvolles Gegenmittel gegen die Keime der Spaltung bietet, die unsere Welt, unsere Gemeinschaften, unsere Familien, unser Herz zersetzen (vgl. SC 47).
Meine Lieben, wenn wir an der Eucharistie teilnehmen, sind wir eingeladen, das Wort Gottes zu hören und uns am Tisch des Herrn zu nähren, wo er selbst sich dem Vater darbringt. Diese beiden Teile der Messe, der Wortgottesdienst und die Eucharistiefeier, »sind so eng miteinander verbunden, dass sie einen einzigen Kultakt ausmachen« (SC 56).
Was das Wort betrifft, so gilt zu bedenken, dass es nicht nur darum geht, verstandesmäßiges Wissen über die Heilige Schrift zu erwerben, sondern das Wort zu empfangen, das »lebendig« und »wirksam« ist (Hebr 4,12) und das Gott an alle und zugleich an jeden Einzelnen richtet – das Wort, das uns zusammen mit dem eucharistischen Brot stärkt und nährt und uns die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen und als neue Menschen in Christus leben lässt. »Die Eucharistie öffnet uns für das Verständnis der Heiligen Schrift, ebenso wie die Heilige Schrift ihrerseits das eucharistische Geheimnis beleuchtet und erklärt« (Benedikt XVI., Nachsynodales Apostolisches Schreiben Verbum Domini, 55).
Das Zweite Vatikanische Ökumenische Konzil hat darum gebeten, die Schatzkammer der Bibel weiter aufzutun, »auf dass den Gläubigen der Tisch des Gotteswortes reicher bereitet werde« (SC 51). Die Liturgiereform hat diese Bitte im Schatz des Messlektionars umgesetzt, dem Buch, das alle biblischen Lesungen für die liturgischen Feiern enthält. Diese Fülle wurde aus der reinsten Quelle der lebendigen Überlieferung geschöpft, die die Treue zur Überlieferung mit der Offenheit für einen berechtigten Fortschritt verbindet (vgl. SC, 23).
Der Beginn des zweiten Kapitels der Konstitution über die Liturgie ist von Verweisen auf den großen Strom der Überlieferung durchzogen, der von den Kirchenvätern bis zu uns reicht. Ich zitiere: »Unser Erlöser hat beim Letzten Abendmahl in der Nacht, da er überliefert wurde, das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, um dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zu seiner Wiederkunft fortdauern zu lassen und so der Kirche, seiner geliebten Braut, eine Gedächtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anzuvertrauen: das Sakrament huldvollen Erbarmens, das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe, das Ostermahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und uns das Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird« (SC 47).
Liebe Brüder und Schwestern, schöpfen wir im Glauben aus dieser Quelle des göttlichen Lebens und lassen wir uns verwandeln von dem Geheimnis, das wir feiern.
(Papst Leo XIV, Generalaudienz, 24. Juni 2026)
Liebe Apollinarisfamilie,
Zurückschauend auf die diesjährige Apollinariswallfahrt im Juli sind wir dankbar und sehr zufrieden. Wir haben die „äußerste Liebe Jesu Christi“ gefeiert, verkündet und in Tat und Dienstbarkeit gelebt.
Die Gottesdienste, die Segnungen, die Begegnungen beim Empfang, die Beichten, der Abendlobpreis oder einfach das stille Gebet in der Kirche: Viele Menschen haben auch in diesem Jahr die Apollinariswallfahrt als segensreich und geisterfüllt erfahren – Gott sei Dank!
Zugleich sagen wir ein herzliches „Vergelt’s Gott“ allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Helfern: Dies gilt für jene, die in der Vorbereitung und während der Wallfahrt mitgeholfen haben, ebenso wie für die Beterinnen und Beter, die im Hintergrund mitgetragen haben.
Die Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe
Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)
Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang bis 13.00 Uhr
15.00 Uhr Singen und Beten für den Frieden bis 16.00 Uhr
Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr
Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
Keine Morgenmesse am: 24.08.
Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.
Beichtgelegenheiten
| Jeden Mittwoch: | 17.00 - 17.45 Uhr |
| Jeden Samstag: | 17.00 - 17.30 Uhr |
| auch möglich nach Vereinbarung |
Samstag, 15. August - Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel
17.00 Uhr Anbetung und Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Kräuterweihe
Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
Donnerstag, 27. August
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis (bis 20.30 Uhr)
Freitag, 28. August
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 29. August
16.00 Uhr Marianischer Gebetsabend, Lobpreis und Vortrag
17.00 Uhr Anbetung und Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 29. August
Kindertreff und Teenagertreff
Sonntag, 06. September, 19.00 Uhr, Orgelkonzert
Dauer: ca. 60 Minuten.
Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten
Herzliche Einladung !