“Das Wort Gottes ist wirksam
in euch, den Gläubigen!”
(1Thess 2,13)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Wieviel Christen, zum Glück auch mehr und mehr katholische Christen, haben in den letzten Jahren die Kraft und den Segen des Wortes Gottes entdeckt und darin erkannt, wie wichtig es ist täglich das Wort Gottes “zu essen” als das tägliche Brot, das der Herr uns gibt. Übrigens tut die Liturgie der Kirche nichts anders: durch die Lesungen, vor allem auch durch das Evangelium, nährt sie die Menschen “als eine sorgsame Mutter ihre Kinder”.

Der Schlüssel, um das Wort Gottes, sei es aus dem alten (oder ersten) Bund, sei es aus dem neuen Bund richtig zu verstehen und auch auf gepasste Weise in unserem Leben anzuwenden, ist zuerst im Glauben zu erkennen: Jesus Christus, gekreuzigt und auferstanden, ist das Wort Gottes. Er ist das menschgewordene Wort, der damals als Mensch unter den Menschen die Worte des Lebens gesprochen hat, aber jetzt als auferstandener Herr zu uns spricht. Er ist als Auferstandener zum Vater “hingegangen”, damit der Heilige Geist kommen konnte.

Es ist also der Heilige Geist, der uns lehrt die Worte Jesu zu hören und sie in unserem Leben wirksam werden zu lassen.

Das Wort Gottes, so verkündet der Apostel Paulus, ist wirksam in euch, den Gläubigen. Zuerst wird nicht eine Gelehrtheit gefragt, sondern ein Glauben. Als Gläubige das Wort Gottes hören, führt zu einer persönlichen Beziehung mit Jesus. Zwar sollten wir unseren Verstand nicht ausschalten, aber schlussendlich geht es doch darum, dass wir uns “von Herz zu Herz” für den lebendigen Herrn öffnen. Menschen, die miteinander von Herz zu Herz hören, sprechen und einander begegnen, hören anders, sprechen anders und lassen die ausgesprochenen Worte anders auf sich einwirken. So auch mit dem Wort Gottes!

Wie immer dürfen wir Maria, die Mutter Gottes, als Beispiel und Fürsprecherin in Anspruch nehmen: Sie hört, sie sagt ihr Ja, sie nimmt auf und bewahrt in ihrem Herzen und schöpft daraus.

Worin soll das Wort Gottes in uns wirksam werden? Wenn Jesus Sein offenbares Leben anfängt, spricht Er diese Worte aus dem Propheten Jesaja. Es hört sich an als Sein Programm:

“Man reichte Ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe... Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.” (Lk 4,17-19.21)

Aus diesen Worte entnehme ich diese wichtigen Aspekte der Wirksamkeit Jesu in uns.

1. Jesus ist der Gesalbte Gottes. Er spricht darum in der Kraft des Heiligen Geistes. Wir als Christen, das heißt als “mit dem Geist Gottes gesalbte Menschen” haben einen ganz persönlichen Zugang zu Ihm “im Heiligen Geist”. Er, der Gesalbte, und wir, die Gesalbten, haben im Heiligen Geist eine besondere Kommunikationsmöglichkeit. Nehmen wir den Heiligen Geist dann auch ganz bewusst in Anspruch, um die Kommunikation mit dem Herrn zu erneuern und zu verbessern.

2. Wir brauchen uns nicht zu schämen für unsere Armut. Jeder Mensch erfährt in einem Bereich (oder mehreren) seine Armut, seine Schwachheit, sein “nicht-können oder sein nicht-haben.” Jesus bringt die gute Nachricht, oder wie Paulus schreibt: das Evangelium der Gnade Gottes. Die wahre Armut, verbunden mit Demut, führt in Bezug auf Jesus zum wahren Reichtum. Jesus ist selbst arm geworden, um uns Menschen reich zu machen im Reich Gottes.

3. Den Gefangenen wird Entlassung verkündet und wenn diese Verkündigung im Glauben angenommen wird, führt sie zu einer neuen Freiheit. Denn das Wort hat sich erfüllt! In vielen Sachen und Haltungen können wir noch gefangen und gefesselt sein. Oder wir werden durch die Situationen unseres Leben neu gefesselt. Aber das Wort Gottes lässt sich nicht fesseln (vgl. 2Tim 2,9). Mit anderen Worten; Jesus spricht in der Vollmacht Gottes! Für Ihn ist nichts unmöglich. Er spricht und tut: “Steh auf! Schweig still! Werde rein!” Es ist wie der Apostel Petrus erfahren hat. Zwar hat er die ganze Nacht nichts gefangen, aber auf das Wort Jesu hin (“wenn Du es sagst!”), wirft er von neuem die Netze aus. Wie groß ist dann die Menge Fische (vgl. Lk 5,5)!

4. Die Blinden werden sehen! Und zwar so sehen wie Jesus sieht, das heißt “von Seinem Vater der Liebe und der Barmherzigkeit her”. Müssen wir nicht auch erkennen, dass wir manchmal sprechen, denken, reagieren und handeln als “Blinde”, die nicht richtig sehen und einsehen, jedenfalls nicht vom Reich Gottes her? Jesus, der das Licht ist, bringt Licht. Dein Wort ist das Licht für mein Leben!

5. Zerschlagene setzt Er in Freiheit! Zerschlagen, zerdrückt, enttäuscht und bedrückt gehen wir durch das Leben. Wie oft werden wir noch bestimmt durch die Vergangenheit, nehmen wir das heutige Leben nicht an oder schauen wir mit Angst in die Zukunft. Das Wort Gottes, Jesus selbst bringt Leben, Auferweckung, Vertrauen und die Fähigkeit Ängste loszuwerden. Denn Sein Wort ist wirksam für die, die an Ihn glauben und im Gebet, besonders auch durch die Sakramente Seine Wirksamkeit empfangen und erfahren wollen.

6. Die Schlussfolgerung ist die hoffnungsvollste Zusage Jesu: das Gnadenjahr des Herrn hat mit dem Kommen Jesu angefangen! Wer an Jesus glaubt und sich durch den Heiligen Geist führen lässt, lebt nicht mehr aus einem “Taten-Zwang” (was muss ich tun?), sondern aus dem “Geschenk Gottes”. So wie Paulus sagt: “Deine Gnade ist mir genug”. Oder auch wie Maria, voll der Gnade, lebt, liebt und hofft! Aus diesem Geschenk kann und will ich geben und leben, und dann auch das tun, was dem Wort Gottes und dem Geist Gottes entspricht.

7. Bleibt zum Schluss die Frage des Glaubens: glaube ich, das dieses Wort Gottes auch heute in meinem Leben zur Erfüllung kommt? Diese Frage können Sie nur selbst beantworten, aber das Beispiel von so vielen Christen, besonders auch von denen, die wir als Selige oder Heilige erkennen, zeigt wie “das Wort Gottes wirksam wird in denen, die glauben!

P. Bartholomé

Monatsprogramm September 2021

Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr

Jeden Tag
17.15 Uhr Rosenkranz

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Keine Morgenmesse am: 23.09. und 24.09.

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit

Jeden Mittwoch und Samstag 17.00 Uhr und nach Vereinbarung


Sonntag, 12. September: "Tag des offenen Denkmals"

15.00 Uhr Kirchenführung


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
(auch über Livestream: www.kommel.nl/livestream)

Donnerstag, 23. September
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis bis 20.30 Uhr

Freitag, 24. September
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Samstag, 25. September
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Sonntag, 26. September
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 03. Oktober - Marianischer Gebetsabend in der Apollinariskirche
(auch über Livestream: www.kommel.nl/livestream)

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe