“Stellt euch Gott zur Verfügung
als Menschen, die vom Tod
zum Leben gekommen sind!”
(Röm 6,13)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Stellt euch Gott zur Verfügung! So schreibt der Apostel Paulus im Römerbrief. Es ist die marianische Haltung im Glauben. Denn Maria hat ihr Ja-Wort gesprochen, nachdem der Engel sie angesprochen hat, dass ihr Kind vom Heiligen Geist ist und für Gott nichts unmöglich ist. Als “begnadete Frau” kann und will Maria sich zur Verfügung stellen und von Herzen mit ihrem ganzen Wesen sagen: “Mir geschehe nach Deinem Wort!”

Als Christen sind auch wir begnadete Menschen, um in dieser inneren Haltung und Gesinnung zu wachsen: uns Gott zur Verfügung zu stellen und in uns geschehen zu lassen, was und wie Gott es will.

Zu Recht dürfen auch wir die Frage stellen: Wie soll das geschehen? Wie kommen wir zur dieser Haltung der Hingabe?

Zuerst scheint mir wichtig festzustellen, ob ich diese Haltung überhaupt annehmen will. Sehe ich dieses “zur Verfügung stellen” als sinnvoll und vor allem als “christlich”? Passt diese Haltung in meine Vorstellung von meinem Leben?

Als Christen schauen wir zunächst auf Jesus Christus – auf Seine Gesinnung, die am Stärksten zum Ausdruck kommt in Seinem Sterben. Er stirbt wie Er gelebt hat: in voller Hingabe zu Seinem Vater im Himmel. Sicher, Er kennt auch einen Moment, in dem Er ruft: “Vater, lass diesen Kelch an mir vorübergehen” und “Vater, warum hast Du mich verlassen?” Aber durch diesen inneren Kampf hindurch gewinnen die Hingabe und das Vertrauen auf den Vater, dass der Vater es auch für Ihn zum Guten führt.

Es ist meine Überzeugung, dass es in unserem christlichen Leben - und auch im Leben unserer Kirche - darum geht, dass wir mehr und mehr wachsen in dieser Haltung des Vertrauens und der Hingabe an den Vater im Himmel. Darin zeigt sich, ob Christus in mir lebt und der Heilige Geist mehr und mehr meine Gesinnung bestimmt.

Wie können wir wachsen in dieser Haltung? Der Apostel Paulus reicht uns an, dass wir uns zur Verfügung stellen “als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind”. Das heißt, dass wir die erlösende Liebe Jesu Christi annehmen und im Glauben erkennen, dass wir nicht mehr “zum Tode” bestimmt sind. Wir sind jetzt schon durch Ihn im Bereich des Lebens und unser Leben ist durch Ihn dem Leben, ja sogar dem ewigen Leben, geweiht. Christus hat uns durch Sein Sterben und Seine Auferstehung zum neuen Leben im Reich Gottes geführt, obwohl die alte und menschliche Erwartung des Todes in uns gegenwärtig ist. Unsere leiblichen und psychisch/seelischen Krankheiten, unsere Schwächen und unsere Gebrechlichkeit erinnern uns an unseren menschlichen Tod.

Aber, durch den Glauben an Christus und durch Seine geschenkte Gnade ist da auch eine andere Wirklichkeit in uns: dass wir durch Ihn zum Vater des Lebens gehören! Wir sind schon “hinübergegangen” zum Leben, obwohl da noch immer ein innerer Kampf ist. Das wird deutlich in Röm 8,11: “Wenn aber der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.” Der Heilige Geist, der in uns wohnt, besonders durch die Taufe, bewirkt, dass wir “Abba, Vater” sagen und “Abba, Vater leben!” Ich meine damit, dass wir den Heiligen Geist in uns so zulassen, dass wir wachsen im Glauben an den Vater im Himmel und im Vertrauen auf Ihn. So kann auch in uns die Einsicht wachsen, dass das Ziel unseres Lebens ist, dem Vater zu gehören und schlussfolgernd uns Ihm “zur Verfügung zu stellen”.

Diese geisterfüllte Haltung schließt uns nicht ab von der Realität des Lebens hier auf Erden. Denn: Hat Jesus, der sich ganz dem Vater zur Verfügung gestellt hat, sich abgeschottet? Gar nicht! Im Gegenteil! Er hat Seine Menschwerdung ganz gelebt; Er hat sich geöffnet für die Realität des menschlichen Lebens, besonders für die Armen; Er hat das Reich Gottes verkündet und danach gelebt. Er war Mensch unter den Menschen, aber auch ganz im Licht und in der Gegenwart Seines und unseres himmlischen Vaters.

Wir müssen in aller Ehrlichkeit feststellen, dass im Leben vieler Christen diese christliche Gesinnung Jesu Christi, jedenfalls in ihrem Bewusstsein, nicht mehr da ist – oder hoffnungsvoll gesagt: noch nicht da ist oder viel zu wenig da ist. Der Gott der Hoffnung lässt nämlich nicht zu, dass wir hoffnungslos oder pessimistisch sind in Bezug auf eine christlich gelebte Zukunft. Denn Gott steht uns zur Seite. In Seiner Geduld und Güte treibt Er uns zur Umkehr. Wie reichlich hat Er Seine Gnade geschenkt. So viele Menschen sind getauft und haben den Heiligen Geist empfangen, ohne allerdings zu wissen in welche Wirklichkeit sie schon aufgenommen worden sind. Aber, und hier liegt meiner Ansicht nach die große Herausforderung: Wie bringen wir die Menschen zu einer bewussten Erfahrung und Entscheidung, damit die Gnade, die schon gegeben ist, zum Leben kommt?

Eine Lösung scheint mir jedenfalls zu sein, dass jeder, der die Taufe lebt und sich darum Gott zur Verfügung stellt, „Teil der Lösung” ist: Wenn mehr Menschen die Taufe und die daraus folgende “Geistestaufe” (d.h. ein Leben aus dem Geist Gottes) leben, werden sie dadurch andere Menschen einladen, die Taufe bewusst zu leben. Das ist “Evangelisation durch Anziehung”. Lebendige, geisterfüllte Christen ziehen zum Leben im Reich Gottes an. Darin liegt auch die Zukunft der Kirche: sich ganz Gott, dem Vater, zur Verfügung stellen als Menschen, die vom Tod zum Leben hinübergegangen sind.

P. Bartholomé

Monatsprogramm November 2021

Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr

Jeden Tag
17.15 Uhr Rosenkranz

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Keine Morgenmesse am: 01.11.; 25.11. und 26.11.

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit

Jeden Mittwoch und Samstag 17.00 Uhr und nach Vereinbarung


Sonntag, 31. Oktober - Marianischer Gebetsabend in der Apollinariskirche
(auch über Livestream: www.kommel.nl/livestream)

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe


Montag, 01. November - Allerheiligen

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
(auch über Livestream: www.kommel.nl/livestream)

Donnerstag, 25. November
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis bis 20.30 Uhr

Freitag, 26. November
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Samstag, 27. November
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 28. November - Marianischer Gebetsabend in der Apollinariskirche
(auch über Livestream: www.kommel.nl/livestream)

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe