»Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet,
und in seinem Tempel
wurde die Lade des Bundes sichtbar!«
(Offb 11,19).

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

(Aus einer Predigt vom Papst Benedikt XVI in 2011)

Am 15. August feiern wir eines der ältesten und am meisten geliebten Feste, die der allerseligsten Jungfrau Maria gewidmet sind: das Hochfest ihrer Aufnahme in die Herrlichkeit des Himmels mit Leib und Seele, also mit ihrem ganzen menschlichen Sein, in der Unversehrtheit ihrer Person. So ist uns die Gnade gegeben, unsere Liebe zu Maria zu erneuern, sie zu bewundern und zu loben für das »Große«, das der Allmächtige an ihr getan und in ihr gewirkt hat.

Durch die Betrachtung der Jungfrau Maria ist uns eine weitere Gnade gegeben: die Gnade, auch tief in unser eigenes Leben hineinblicken zu können. Ja, denn auch unser tägliches Leben, mit seinen Problemen und seinen Hoffnungen, erhält Licht von der Mutter Gottes, von ihrem geistlichen Weg, von der ihr verheißenen Herrlichkeit: ein Weg und ein Ziel, die in gewisser Weise unser eigener Weg und unser eigenes Ziel werden können und müssen. Wir lassen uns leiten von den Abschnitten der Heiligen Schrift, die die Liturgie uns vorlegt. Ich möchte insbesondere bei einem Bild verweilen, die der Offenbarung entnommen ist, und das im Lukasevangelium einen Widerhall findet: das Bild der »Bundeslade«.

Im Buch der Offenbarung hören wir: »Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade des Bundes sichtbar« (Offb 11,19). Welche Bedeutung hat die Lade? Was wird sichtbar? Für das Alte Testament ist sie das Symbol der Gegenwart Gottes unter seinem Volk. Aber das Symbol hat nunmehr der Wirklichkeit Platz gemacht. So sagt uns das Neue Testament, dass die wahre Lade des Bundes eine lebendige und konkrete Person ist: die Jungfrau Maria. Gott wohnt nicht in einem beweglichen Möbel, Gott wohnt in einer Person, in einem Herzen: in Maria, die den menschgewordenen ewigen Sohn Gottes, Jesus, unseren Herrn und Erlöser, in ihrem Schoß getragen hat. Bekanntlich wurden in der Lade die beiden Tafeln mit dem Gesetz des Mose aufbewahrt, die den Willen Gottes, den Bund mit seinem Volk zu wahren, zum Ausdruck brachten und die Bedingungen aufzeigten, dem Bund mit Gott treu zu sein, um sich dem Willen Gottes und damit auch unserer tiefsten Wahrheit anzugleichen. Maria ist die Lade des Bundes, weil sie Jesus in sich aufgenommen hat. Sie hat das lebendige Wort in sich aufgenommen, alles, was im Willen Gottes, in der Wahrheit Gottes enthalten ist; sie hat denjenigen in sich aufgenommen, der der neue und ewige Bund ist. Dieser Bund hat seinen Höhepunkt gefunden in der Hingabe seines Leibes und seines Blutes: des Leibes und des Blutes, die er von Maria empfangen hat. Zu Recht ruft die christliche Frömmigkeit sie daher in den Litaneien zu Ehren der Gottesmutter an als »Foederis Arca«, also »Arche des Bundes«, Lade der Gegenwart Gottes, Lade des Bundes der Liebe, den Gott in Christus endgültig mit der gesamten Menschheit geschlossen hat.

Der Abschnitt aus der Offenbarung soll auf einen weiteren wichtigen Aspekt der Wirklichkeit Mariens verweisen. Ihr, der lebendigen Lade des Bundes, ist eine außerordentliche Herrlichkeit verheißen, weil sie mit dem Sohn, den sie im Glauben angenommen und im Fleisch hervorgebracht hat, so eng verbunden ist, dass sie völligen Anteil hat an seiner himmlischen Herrlichkeit. Das vermitteln uns die Worte, die wir gehört haben: »Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger … Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker … herrschen wird« (12,1–2;5).

Heute feiert die Kirche die unendliche Liebe Gottes zu diesem seinem Geschöpf: Er hat sie erwählt als wahre »Lade des Bundes«; als diejenige, die Christus, den Erlöser, immerfort hervorbringt und ihn der Menschheit schenkt; als diejenige, die im Himmel Anteil hat an der Fülle der Herrlichkeit, die Gottes Glückseligkeit genießt und gleichzeitig auch uns einlädt, auf unsere bescheidene Weise zur »Lade« zu werden, in der das Wort Gottes gegenwärtig ist, damit die Menschen im anderen Menschen der Nähe Gottes begegnen können und so in Gemeinschaft mit Gott leben und die Wirklichkeit des Himmels kennenlernen können.

Wir sprechen von Maria, aber in gewissem Sinne sprechen wir auch von uns, von jedem von uns: Auch wir sind Empfänger jener unendlichen Liebe, die Gott – ganz gewiss in absolut einzigartiger und unwiederholbarer Weise – Maria vorbehalten hat. Heute am Hochfest ihrer Aufnahme in den Himmel blicken wir auf Maria. Sie macht uns offen für die Hoffnung, für eine Zukunft voll Freude, und sie lehrt uns den Weg, sie zu erlangen: ihren Sohn im Glauben annehmen; nie die Freundschaft mit ihm verlieren, sondern uns von seinem Wort erleuchten und leiten lassen; ihm täglich nachfolgen, auch in den Augenblicken, in denen wir spüren, dass unser Kreuz schwer auf uns lastet. Maria, die Lade des Bundes, die im Heiligtum des Himmels ist, zeigt uns mit leuchtender Klarheit, dass wir auf dem Weg sind zu unserem wahren Zuhause, der Gemeinschaft der Freude und des Friedens mit Gott. Amen!

Monatsprogramm August 2022

Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang bis 13.00 Uhr
15.00 Uhr Singen und Beten für den Frieden bis 16.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr

Jeden Tag
17.15 Uhr Rosenkranz für den Frieden

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Keine Morgenmesse am: 15.08.; 25.08.; 26.08. und 30.08.

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.


Beichtgelegenheit

Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr

auch möglich nach Vereinbarung


Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel

Montag, 15. August

17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Kräuterweihe

Bitte bringen Sie - soweit möglich - einen Kräuterbüschel mit in die Kirche. Nachher wird er in der Wohnung aufgehängt als Erinnerung an die Heilkraft aus Gottes wunderbarer Natur.


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe
(auch über Livestream: kommel.nl/livestream)

Donnerstag, 25. August
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis bis 20.30 Uhr

Freitag, 26. August
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Samstag, 27. August
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 28. August - Marianischer Gebetsabend
(auch via Livestream! (www.kommel.nl/livestream)

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz
19.00 Uhr Hl. Messe