Monatsprogramm April 2026
“Dies ist der Tag und Du bist der Mensch
den der Herr neu gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.!”
(Vgl. Psalm 118,24 und Sermon 226 vom Hl. Augustinus)
Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche,
Der Heilige Augustinus predigte am Ostermorgen:
Ihr habt gehört, dass von Christus verkündet wird: «Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort» (Joh 1,1). Hätte Christus, der Herr - Er ist das Wort - sich nicht selbst erniedrigt, sondern immer in der Seinsweise bleiben wollen, in der Er als Wort ist, so wäre der Mensch zugrunde gegangen. Wir erkennen Ihn als das Wort, Gott bei Gott, wir erkennen Ihn als dem Vater gleichen, eingeborenen Sohn, wir erkennen Ihn, das Licht vom Licht und den Tag vom Tag. Er ist der Tag, der den Tag erschaffen hat; er selbst ist nicht erschaffen, sondern gezeugt. Heißt es Tag vom Tag, so ist damit der gemeint, der nicht erschaffen, sondern gezeugt ist. Wer ist nun der Tag, den der Herr geschaffen hat›? Wieso überhaupt Tag? Weil Er Licht ist. «Und es nannte Gott das Licht Tag» (Gen 1,5a). Lasst uns also sehen, was mit dem Tag gemeint ist, von dem es heißt, ihn hat der Herr geschaffen, damit wir über ihn jubeln und uns seiner erfreuen.
Im ersten Bericht über die Schöpfung der Welt lesen wir, «Finsternis bedeckte den Abgrund, und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach, es werde Licht; und es ward Licht. Und Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis. Und Er nannte das Licht Tag, und die Finsternis Nacht» (Gn 2b-5a). Seht, dies ist der Tag, den der Herr geschaffen hat. Ist jedoch er es, über den wir jubeln und uns freuen sollen? Nein, es gibt noch einen anderen Tag, den der Herr geschaffen hat. Den haben wir allem voran zu erkennen; dessen uns zu erfreuen und darüber zu jubeln. Ist doch den an Christus Glaubenden gesagt worden: «Ihr seid das Licht der Welt» (Mt 5,14). Wenn also Licht, dann gewiss auch Tag, heißt es doch: Er nannte das Licht Tag (cf. Gn 1,3).
Gottes Geist schwebte auch am gestrigen Tag über dem Wasser, und Finsternis bedeckte den Abgrund, da diese Neugeborenen noch die Last ihrer Sünden trugen. Als jedoch ihre Sünden durch den Geist Gottes vergeben wurden, sprach Gott gleichsam sein «es werde Licht, und es wurde Licht». Das also ist mit dem Psalmvers gemeint: «Seht, der Tag, den der Herr geschaffen hat, wir wollen jubeln und seiner uns freuen».
An diesen Tag möchte ich mich mit den Worten des Apostels wenden und ihm zurufen: Du Tag, den der Herrn geschaffen hat! Ihr, die ihr unter dem Tag zu verstehen seid, wart einst Finsternis; nun aber seid ihr Licht im Herrn. Er sagt: Einst wart ihr Finsternis. Wart ihr es, oder wart ihr es nicht? Überdenkt eurer Taten; wenn ihr es nicht wart. Nehmt Rücksicht auf euer Gewissen, das euch veranlasste, euch vom Bösen loszusagen. Da ihr also «einst Finsternis wart, jetzt aber Licht geworden seid», nicht kraft eures Vermögens, sondern kraft des Herrn; wandelt deshalb wie die Kinder des Lichtes» (Eph 5,8).
(Hl. Augustinus, Sermo 226)
Gebet
Herr Jesus Christus,
Du bist der Gekreuzigte und der Auferstandene, und Du bist – wie Augustinus sagt – näher bei mir als ich bei mir selbst bin. Du wohnst in meinem Herzen, und doch suche ich Dich so oft draußen. Zieh mich zurück in die Tiefe, wo Du mich erneuern willst.
Am Karfreitag sehe ich Dich, Herr, wie Du den alten Menschen ans Kreuz trägst: meine Schuld, meine Angst, meine Zerstreuung. Du stirbst nicht nur für mich, Du stirbst auch in mir, damit alles Alte vergeht, was mich von Dir trennt. So wird – wie Augustinus lehrt – mein Herz gereinigt, mein Inneres erneuert, mein Leben verwandelt.
Lehre mich, wie Bruder Lorenz, Dich gerade dort zu finden, wo ich schwach bin. In den kleinen Dingen, in den unscheinbaren Momenten, in den Wunden, die ich trage. Denn Du bist der Gott, der im Verborgenen wirkt und im Alltäglichen wohnt.
Am Ostermorgen kommst Du in mein Herz wie in das leere Grab: Du füllst, was leer ist.
Du erhellst, was dunkel ist. Du belebst, was tot war. Du sprichst – wie zu Maria – meinen Namen, und ich erkenne: Du bist der Lebendige, und Du willst mich lebendig machen.
Herr, erneuere mich von innen her, wie Augustinus es verkündet: Mach mich zum neuen Menschen, der in Dir lebt, aus Dir lebt, für Dich lebt.
Lass mich – wie Bruder Lorenz – in jeder Handlung, in jedem Atemzug, in jeder Begegnung Deine Gegenwart suchen und finden.
Bleibe in mir, damit ich in Dir bleibe. Lass mein Leben ein stilles, treues, österliches Ja zu Deiner Liebe sein. Ein Ja, das Karfreitag nicht fürchtet und Ostern erwartet. Ein Ja, das Dich erkennt als den, der in mir lebt und mich erneuert. Amen.
Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)
Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang bis 13.00 Uhr
15.00 Uhr Singen und Beten für den Frieden bis 16.00 Uhr (nicht am 12. April)
Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit / Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr
Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
Keine Morgenmesse am:
Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.
Beichtgelegenheiten / Extra Beichtgelegenheiten
| Jeden Mittwoch: | 17.00 - 17.45 Uhr |
| Jeden Samstag: | 16.00 - 17.30 Uhr |
| In der Fastenzeit: | |
| Mittwoch, 01. April: | 14.00 - 17.30 Uhr |
| Grünendonnerstag, 02. April: | 15.00 - 17.00 Uhr |
| Karfreitag, 03. April: | 16.30 - 17.30 Uhr |
| Karsamstag, 04. April: | 14.00 - 17.00 Uhr |
| auch möglich nach Vereinbarung |
Karwoche und Ostern
Palmsonntag, 29. März
10.30 Uhr Hl. Messe, Anfang der Messe im Klostergarten, Palmprozession
Grünendonnerstag, 02. April
19.30 Uhr Abendmalsmesse, Anbetung bis 21.30 Uhr
Karfreitag, 03. April
11.00 Uhr Kreuzweg von der Fürstenbergstraße aus
15.00 Uhr Karfreitagsliturgie
Karsamstag, 04. April
20.30 Uhr Osternachtsfeier
Ostersonntag, 05. April
08.00 Uhr Hl. Messe
10.30 Uhr Hochamt (mit dem Apollinarischor)
15.00 Uhr Lobpreis bis 16.00 Uhr
Ostermontag, 06. April
10.30 Uhr Hl. Messe
Sonntag 12. April: Barmherzigkeitssonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe
12.00 Uhr Beichtgelegenheit bis 14.30 Uhr
15.00 Uhr Barmherzigkeitsrosenkranz
Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
Donnerstag, 23. April
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis (bis 20.30 Uhr)
Freitag, 24. April
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 25. April
17.00 Uhr Anbetung und Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 25. April, Kinder- und Teenagertreff
Anmeldung und Information: Kloster (Tel.: 2080) oder Judith Strohe (Tel.: 02642-6337)
Freitag, 01. Mai
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Prozession zu Maria im Klostergarten
Samstag, 16. Mai 2026
Wallfahrt zu Maria, Hilfe der Christen in Moresnet-Chapelle (Belgien)
Fahren oder Mitfahren!
09.30 Uhr Abfahrt von der Apollinariskirche
11.30 Uhr Ankunft in Moresnet-Chapelle
12.00 Uhr Mittagsgebet, anschl. Pilgersuppe
13.30 Uhr Kreuzweg
15.00 Uhr Heilige Messe, anschl. Kaffee und Kuchen
17.30 Uhr Abfahrt von Moresnet-Chapelle
19.00 Uhr Ankunft in Remagen
Anmeldung bis 10. Mai 2026
mit dem Anmeldeformular, das im Kloster und in der Kirche ausliegt.