“Ehre sei dem, der die Macht hat
euch Kraft zu geben!”
(Röm 16,25)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Wir sind jetzt in der Zeit nach Pfingsten. So hat es früher in der Liturgie geheißen. Jetzt heißt es “Die Zeit im Jahreskreis”. Zeit nach Pfingsten, das heißt, die Zeit in der Kraft des Heiligen Geistes, eine Zeit, in der der Heilige Geist uns als Beistand und Helfer zur Seite steht, damit wir empfangen, was der Herr Jesus Christus uns durch Sein Sterben und Seine Auferstehung geben will, so wie Jesus uns sagt: “Der Geist der Wahrheit wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden” (Joh 16,15).

Das Wort, das uns in diesem Monat begleiten darf, macht uns deutlich, dass Gott die Macht hat uns Kraft zu geben. Spontan erschrecken wir vielleicht von “Macht” und “Mächtigen”, denn wir spüren meistens eine Bedrohung durch diejenigen, die Macht besitzen und ihre Macht ausüben. Darum hören wir Jesus auch sagen: “Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen” (Mk 10,42). Die Geschichte und auch die heutige Zeit lehren und zeigen uns welche Auswirkungen die Herrscher dieser Welt haben. Aber wenn wir Maria in ihrem Magnificat hören, wird uns deutlich wer schlussendlich die “gute Macht” besitzt: “Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und Sein Name ist heilig... Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen” (Lk 1,49.52). Und Jesus sagt als der Auferstandene bei der Sendung Seiner Jünger: “Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde” (Mt 28,18).

Diese Worte von Gott führen dahin, dass wir aufgerufen werden uns zu entscheiden: Wem geben wir die Macht in unserem Leben? Der Apostel Paulus sagt es in seiner Nachfolge Jesu ganz deutlich: “Ihm, dem Vater Jesu Christi!” (vgl. Röm 16,25).

Also, als Christen lassen wir uns durch Jesus erlösen und frei machen, damit wir die Kraft des Allerhöchsten empfangen können. Tun wir dies mit Maria, denn sie glaubt und sagt ihr Ja zu Gott, der ihr durch den Engel zusagt, dass “der Heilige Geist über dich kommen wird und die Kraft des Höchsten dich überschatten wird” (Lk 1,35).

Der Heilige Geist wird dir Kraft schenken! Immer wieder neu! Die Erfahrung vieler Christen macht deutlich, dass die Kraft gerade dann auch geschenkt wird, wo wir unsere Ohnmacht erfahren, wo wir also “ohne Kraft” sind. Auf vielerlei Weise zeigt sich in unserem Leben und im Leben der Kirche diese Ohnmacht. Die große Verführung liegt dann oft darin, dass wir denken, dass “wir selbst” die Lösung finden müssen oder wir es “machen” müssen, damit die Situation sich ändert. Darum ist es wichtig auf Jesus zu schauen, wie Er schlussendlich zum Kreuz geführt wird und dort die äußerste Ohnmacht erfährt. In Seinem Sterben sagt er einerseits “Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?”, und anderseits a sagt Er: “Vater, in Deine Hände lege ich mein Leben”. Ohnmacht und Vertrauen auf die Liebe des Vaters verbinden sich dort. Die Antwort des Vaters wird Ihm gegeben in der Auferstehung: Die Kraft und Macht des Allerhöchsten führt Ihn zum Leben in Fülle. Es ist ein vertrauensvolles Aushalten, wozu Jesus, unser Meister und Lehrer uns führt: Der Vater im Himmel wird helfen, Er wird die Erlösung schenken. Es ist die “Macht der Liebe”, die den Sieg bewirken wird.

Gott ehren, denn Er schenkt uns die wahre Kraft des Heiligen Geistes. Eine wichtige Hilfe dazu ist die Bewusstwerdung, dass wir diese Kraft schon “in uns” haben durch die Salbung, die wir durch die Taufe und Firmung empfangen haben. Es ist die “Salbung meiner Seele”, die in uns bleibt, was auch geschieht in unserem Leben und wie wir auch die Salbung leben oder nicht leben. Zugleich liegt da eine immer bleibende Aufgabe, um die Salbung mit dem Heiligen Geist “aufzuwecken”, besonders durch Umkehr, Entscheidung, Gebet und durch den Empfang der Sakramente. Da liegt oft eine gewisse Neigung oder auch Lauheit in uns, um die Salbung zu begraben. Die Macht des Bösen ist da nicht zu unterschätzen! Aber Jesus, der Auferstandene, ruft uns deutlich zu: “Bekehr dich! Glaub! Steh auf! Leb!”

Vor genau 500 Jahren, in 1521, empfing Inigo von Loyola, der sich später Ignatius nannte, die Gnade der Umkehr. Er machte sich entschieden auf den Weg, den er selbst beschrieb als einen langen Pilgerweg, um sich schlussendlich ganz einzusetzen für die Evangelisation. Papst Franziskus hat zum Anlass der Umkehr von Ignatius geschrieben: “Die Umkehr ist eine tägliche Angelegenheit. Selten ist es ein für allemal. Ignatius’ Bekehrung begann in Pamplona, aber sie endete nicht dort. Er bekehrte sich sein Leben lang, Tag für Tag. Und das bedeutet, dass er sein ganzes Leben lang Christus in den Mittelpunkt stellte. Und er tat es durch die Unterscheidung. Die Unterscheidung besteht nicht darin, immer von Anfang an erfolgreich zu sein, sondern darin, zu navigieren und einen Kompass zu haben, um sich auf den Weg machen zu können, der viele Windungen hat, aber sich immer vom Heiligen Geist leiten zu lassen, der uns zur Begegnung mit dem Herrn führt.”

Ich wünsche Ihnen (und auch mir selbst) diese tagtägliche Umkehr, damit wir Gott die Macht geben, um uns die Kraft des Heiligen Geistes zu schenken!

P. Bartholomé

Die jährliche Apollinariswallfahrt wird in der Apollinariskirche stattfinden von Samstagabend, den
17. Juli bis Sonntag, den 25. Juli (also eine Woche - eine Oktav). Wegen Corona sind die Gottesdienste
(um 10.30 Uhr, 15.00 Uhr und 18.00 Uhr) zugänglich nach den dann geltenden Corona-Maßnahmen.
Anmeldung ab 1. Juli. (02642/2080, dienstags bis samstags von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr).
Das Thema der Apollinariswallfahrt 2021 lautet: “Dein Name werde geheiligt!” (Mt 6,9)
Siehe auch den speziellen Flyer!

Monatsprogramm Mai 2021

Für den Samstagabend, den Sonntagmorgen und den Mittwochabend, auch für das Ostertriduum (auch Kreuzweg am Freitag) können Gläubige nur nach vorheriger (telefonischer) Anmeldung im Kloster St. Apollinaris zum Gottesdienst eingelassen werden!

Melden Sie sich bitte telefonisch im Kloster St. Apollinaris an (02642/2080, vom Dienstag bis Samstag zwischen 9.30 Uhr und 11.30 Uhr).

Benötigte Angaben: Vor- und Familiennamen, Adresse, und Uhrzeit der Hl. Messe, die Sie mitfeiern möchten. (Ihre Daten müssen zur Nachverfolgung möglicher Infektionen, entsprechend dem Datenschutz, 14 Tage aufbewahrt werden.)

Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Keine Morgenmesse am: 03.06.; 11.06.; 24.06. und 25.06.

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit

Jeden Mittwoch und Samstag 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung


Freitag, 11. Juni, Hochfest Hl. Herz Jesu

17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag, 24. Juni
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung bis 20.30 Uhr

Freitag, 25. Juni
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 27. Juni - Marianischer Gebetsabend
nur via Livestream!

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz
19.00 Uhr Hl. Messe