“Wir haben gesehen und bezeugen,
dass der Vater den Sohn gesandt hat
als den Retter der Welt.”
(1Joh 4,14)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Am ersten Sonntag in der Fastenzeit hörten wir im Evangelium, dass Jesus durch den Heiligen Geist in die Wüste geführt wurde. Fastenzeit ist darum auch Zeit des Heiligen Geistes. Der Geist führt uns zu Jesus und zur Nachfolge. Zugleich führt der Geist zum Vater im Himmel, um mit Jesus verbunden alles in die Hände des Vaters zu legen, damit Sein Reich kommen kann.

Der Vater sendet Seinen Sohn als Retter: Das hat Er getan und Er tut es - auch in dieser Zeit. Im Gebet, in den Sakramenten, im Wort Gottes sind wir eingeladen, um diese Sendung in uns zuzulassen. Jesus will in meinem persönlichen und in unserer gemeinsamen Welt Heiland und Erlöser sein. Diese Fastenzeit ist in gewissem Maße „Wüstenzeit“ – Zeit der Stille und Betrachtung, Zeit der Reflektion und des Gebetes, um Ihn noch mehr in mir anzunehmen. Es ist eine besondere Zeit der Gnade und des Heils.

Wir folgen Jesus auf dem Weg nach Jerusalem, um dann in der Karwoche aufzuschauen auf Ihn, der durch Seine Hingabe Seine Sendung vollbringt und fruchtbar macht für die ganze Menschheit. Seine „gekreuzigte Liebe“ lässt Er zu uns fließen, damit unsere Kreuze und Schicksale, in welcher Form auch immer, Orte und Gelegenheiten der Liebe werden. Ablehnung und Enttäuschung, Krankheit und Tod, und alles, was wir mit Kreuz verbinden, werden durch Gott selbst in Jesus angenommen und verwandelt. Um dies zu erkennen und anzunehmen, brauchen wir Menschen mehr oder weniger Zeit. Ein Kreuz ruft zuerst Widerstand auf: Das darf doch nicht passieren! Das will ich nicht! Aber vom Kreuz her sagt der Herr uns: Kommt alle zu Mir und Ich werde euch Ruhe und Frieden schenken.

Vom Kreuz Jesu strömt ein Gnadenstrom zu uns, der uns befähigt, um langsam aber gewiss und zuletzt mit Überzeugung sagen zu können: Ja, Vater im Himmel, es geschehe nach Deinem Willen. Die vollbrachte Sendung Jesu bewirkt so in uns Menschen die Vollendung. Es ist ein Geheimnis der Gnade Gottes, das in uns bewirkt, dass wir bekennen können: Ich erkenne und bezeuge, dass der Vater auch zu mir Seinen Sohn gesandt hat, um mich zu retten, gerade auch in meiner ganz persönlichen Welt. Meine Welt wird so der Ort, an dem Jesus stirbt und mir Seine gekreuzigte Liebe schenkt, zugleich auch der Ort, an dem Seine auferstandene Liebe als Hoffnung erscheint. Denn der Weg Jesu endet nicht in einer Sackgasse, sondern ist „Durchgang“ und Pascha, Weg zum Leben, Weg zur Auferstehung. Wir betrachten den Gekreuzigten und sehen im Glauben den Auferstandenen!

Ich wünsche Ihnen eine gnadenvolle und geisterfüllte Zeit auf dem Weg nach Jerusalem, auf dem Weg nach Ostern.

P. Bartholomé

 

Der Hl. Josef, Vater im Erbarmen (von Papst Franziskus zum Josefjahr 2021)

Josef erlebte mit, wie Jesus heranwuchs und Tag für Tag an Weisheit zunahm und bei Gott und den Menschen Gefallen fand (vgl. Lk 2,52). Wie es der Herr mit Israel tat, so brachte Josef Jesus das Gehen bei und nahm ihn auf seine Arme. Er war für ihn wie ein Vater, der sein Kind an seine Wange hebt, sich ihm zuneigt und ihm zu essen gibt (vgl. Hos 11,3-4). Jesus erlebte an Josef Gottes Barmherzigkeit: »Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten“ (Ps 103,13).

Sicher wird Josef in der Synagoge während des Psalmengebets wiederholt gehört haben, dass der Gott Israels ein barmherziger Gott ist, der gut zu allen ist und dessen Erbarmen über all seinen Werken waltet (vgl. Ps 145,9).

Die Heilsgeschichte erfüllt sich „gegen alle Hoffnung […] voll Hoffnung« (Röm 4,18) durch unsere Schwachheit hindurch. Allzu oft denken wir, dass Gott sich nur auf unsere guten und starken Seiten verlässt, während sich in Wirklichkeit die meisten seiner Pläne durch und trotz unserer Schwachheit realisieren. Eben das lässt den heiligen Paulus sagen: „Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn die Kraft wird in der Schwachheit vollendet“ (2 Kor 12,7-9).

Wenn dies die Perspektive der Heilsökonomie ist, müssen wir lernen, unsere Schwachheit mit tiefem Erbarmen anzunehmen.

Der Böse lässt uns verächtlich auf unsere Schwachheit blicken, während der Heilige Geist sie voll Erbarmen ans Tageslicht bringt. Die Sanftmut ist der beste Weg, um mit dem Schwachen in uns umzugehen. Der ausgestreckte Zeigefinger und die Verurteilungen, die wir anderen gegenüber an den Tag legen, sind oft ein Zeichen unserer Unfähigkeit, unsere eigene Schwäche, unsere eigene Zerbrechlichkeit innerlich anzunehmen. Nur die Sanftmut wird uns vor dem Treiben des Anklägers bewahren (vgl. Offb 12,10). Aus diesem Grund ist es wichtig, der Barmherzigkeit Gottes zu begegnen, insbesondere im Sakrament der Versöhnung, und eine Erfahrung von Wahrheit und Sanftmut zu machen. Paradoxerweise kann uns auch der Böse die Wahrheit sagen, aber wenn er dies tut, dann nur, um uns zu verurteilen. Wir wissen jedoch, dass die Wahrheit, die von Gott kommt, uns nicht verurteilt, sondern aufnimmt, umarmt, unterstützt und vergibt. Die Wahrheit zeigt sich uns immer wie der barmherzige Vater im Gleichnis (vgl. Lk 15,11-32): Sie kommt uns entgegen, sie gibt uns unsere Würde zurück, sie richtet uns wieder auf, sie veranstaltet ein Fest für uns, denn „dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden“ (V. 24).

Auch durch Josefs Besorgnis hindurch verwirklicht sich der Wille Gottes, seine Geschichte, sein Plan. So lehrt uns Josef, dass der Glaube an Gott auch bedeutet, daran zu glauben, dass dieser selbst durch unsere Ängste, unsere Zerbrechlichkeit und unsere Schwäche wirken kann. Und er lehrt uns, dass wir uns inmitten der Stürme des Lebens nicht davor fürchten müssen, das Ruder unseres Bootes Gott zu überlassen. Manchmal wollen wir alles kontrollieren, aber Er hat alles wesentlich umfassender im Blick.

Monatsprogramm März 2021

Für den Samstagabend, den Sonntagmorgen und den Mittwochabend: Gläubige können nur nach vorheriger (telefonischer) Anmeldung im Kloster St. Apollinaris zum Gottesdienst eingelassen werden!

Melden Sie sich bitte im Kloster St. Apollinaris an (02642/2080, vom Dienstag bis Samstag zwischen 9.30 Uhr und 11.30 Uhr).

Benötigte Angaben: Vor- und Familiennamen, Adresse, und Uhrzeit der Hl. Messe, die Sie mitfeiern möchten. (Ihre Daten müssen zur Nachverfolgung möglicher Infektionen, entsprechend dem Datenschutz, 14 Tage aufbewahrt werden.)

Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit nach Vereinbarung


Sonntag, 28. März - Marianischer Gebetsabend
nur via Livestream!

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz
19.00 Uhr Hl. Messe


Extra Beichtgelegenheit zur Vorbereitung auf Ostern

Mittwoch, 24. März 14.00 - 17.30 Uhr
Samstag, 27. März 14.00 - 17.30 Uhr
Mittwoch 31. März, 14.00 - 17.30 Uhr
Freitag, 02. April 17.00 - 18.00 Uhr
Samstag, 03. April 14.00 - 17.30 Uhr