“Im Stadion laufen die Läufer,
aber nur einer gewinnt den Siegespreis.
Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!”
(1Kor.9,24)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche,

Diese Worte des Apostels Paulus im Bezug auf “Stadion”, “laufen” und “gewinnen” sind eine gute Einführung und Aufforderung für die (bald) kommende Fastenzeit. Die “Vierzig Tage” zur Vorbereitung auf Ostern sind eine gewisse “Trainings- und Übungszeit”, wo wir uns auf geistige und körperliche Weise unser Christsein reinigen und erneuern lassen.

Damit wir nicht meinen, dass es zuerst eine geistige Leistungszeit ist, brauchen wir die Zusage Gottes, dass der Siegespreis schon für uns gewonnen ist. Unser Herr Jesus Christus hat schon gesiegt in Seiner gekreuzigten und auferstandenen Liebe! Aber für uns Christen ist es wichtig, mit Ihm zu siegen. Oder noch stärker gesagt: nur mit Ihm können wir siegen und wird das göttliche Leben in uns zur vollen Entfaltung kommen.

Siegen im christlichen Sinne ist also nicht unsere Leistung, sondern die Gnade und Liebe Gottes, die in uns das Böse, den Egoismus, die Sünde und die Schwachheit besiegt. Die Fastenzeit macht uns deutlich: die Gnade wird uns gegeben, aber fragt auch unsere volle Mitwirkung. Es ist “und - und”! Gnade und Mitwirkung!

Wie sollen wir mitwirken? Was ist von jedem von uns gefragt? Das ist sehr unterschiedlich und fragt um eine persönliche Reflexion, um dann auch zu sagen: “Das ist jetzt für mich daran und aktuell!” Ich möchte hier vor allem darauf hinweisen, wie wir die Gnade der Fastenzeit noch stärker wirken lassen können.

Nehmen wir dazu das Wort Gottes aus dem ersten Johannesbrief: “Alles, was von Gott kommt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist... Drei sind es, die Zeugnis ablegen: der Geist, das Wasser und das Blut. Wer an den Sohn Gottes glaubt, trägt das Zeugnis in sich.” (Vgl. 1Joh.5,4-10).

Dieses Wort macht deutlich, dass der Glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes, uns den Sieg über die Welt verleiht. Mit “Welt” fasst Johannes alles zusammen, was nicht mit Gott und Seiner Liebe zu tun hat. “Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt” (1Joh.2,16). Diese Welt soll besiegt werden, damit das Reich Gottes in uns und mitten unter uns zur vollen Entfaltung und Blüte kommen wird. Es ist schlussendlich der Sieg der Liebe und der Wahrheit, durch den Glauben an Jesus Christus. Weil Er schon gesiegt hat, ist Er für uns die Hoffnung, dass es auch in uns geschehen wird.

Der Apostel Johannes macht deutlich, dass es drei Zeugen sind, die in uns bezeugen und bewirken, dass der Sieg Wirklichkeit wird: “Wasser, Blut und Geist!”

Zuerst das Wasser “in uns”. Es deutet hin auf die Taufe, die wir empfangen haben, wodurch in uns eine tiefe Wesens-Verbundenheit mit Gott geschenkt worden ist. Durch die Taufe ist das Reich Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in uns bleibend gegenwärtig.

Wenn wir diese Taufe bewusst in Anspruch nehmen, bestätigen wir von unserer Seite, dass wir Kinder Gottes, Jünger und Jüngerinnen Jesu und Tempel des Heiligen Geistes geworden sind. Die Taufe von neuem annehmen, bewirkt eine Tauferneuerung. Wir sagen von Neuem und ganz persönlich: “Herr, ich gehöre Dir und übergebe Dir mein Leben, mit allem was ich habe, mit allem was ich bin. Ich vertraue ganz auf Dich und Deine Liebe, Barmherzigkeit, Führung und Güte!” So lassen wir das Zeugnis des Wassers in uns wirksam werden.

Das Blut ist der zweite Zeuge in uns. Das Blut bezeugt die Erlösungs- und Heilungskraft Jesu Christi. Wir brauchen immer wieder Befreiung, Erlösung und Heilung. Denn wir sind Menschen, die zwar auf dem Weg der Heiligkeit sind, aber in aller Ehrlichkeit und Demut bekennen, dass wir schwach und sündig sind. Das Blut als “Zeuge in uns” bestätigt unsere Erlösungsbedürftigkeit, aber zugleich gibt das Blut auch den wichtigen Hinweis: “Nimm die Erlösung und Heilung in dieser Zeit an, nimm die Liebe und Barmherzigkeit Gottes an, nimm auch das Sakrament der Versöhnung (die Beichte) an, damit der Herr dich frei machen kann!

Der dritte Zeuge ist der Geist, und zwar der Heilige Geist, der Erneuerung des Lebens, der Liebe und Hoffnung schenkt. Der geistliche Übungsweg der Christen ist Bewusstwerdung, wer wir sind (Wasser), Erlösung und Heilung (Blut), aber dann auch Aufbau und Stärkung des Lebens (Geist). Das Zeugnis des Geistes bewirkt Freude, Trost und Frieden, nicht nur “in uns”, sondern auch "für anderen”. Die Fruchtbarkeit des christlichen Lebens, bewirkt durch den Heiligen Geist, ist erkennbar nach draußen. Der Geist Gottes wirkt von innen nach draußen. Die Liebe Gottes, die von innen empfangen wird, bewirkt Ausstrahlung in der Welt, worin wir leben oder wohin wir gesandt werden. Gottes Geist bewirkt die Verwandlung der Welt. Beten wir dann auch: “Komm Heiliger Geist, bezeuge in mir die Liebe Gottes, erneuere mein christliches Leben, strahle durch mich in der Welt, wo ich lebe, mache mich zu einem Zeuge des Wassers, des Blutes und des Geistes!”

Nehmen wir die drei Zeugen in Anspruch. Lassen wir so den Herr in uns siegen!

P. Bartholomé


Monatsprogramm Februar 2024

Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang bis 13.00 Uhr
15.00 Uhr Singen und Beten für den Frieden bis 16.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr

Jeden Tag
17.15 Uhr Rosenkranz für den Frieden

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Keine Morgenmesse am: 02.02.; 22.02. und 23.02.
Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.


Beichtgelegenheiten

Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
1. Samstag im Monat 16.00 - 17.30 Uhr
auch möglich nach Vereinbarung  

Freitag, 02. Februar
Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess)

17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Kerzensegnung und Blasiussegen


Mittwoch, 07.Februar

Wegen der jährlichen Exerzitien der Gemeinschaft gibt es an diesem Tag keine Hl. Messe und keinen Gebetsabend.


Mittwoch, 14. Februar, Aschermittwoch

17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr


Samstag, 17. Februar
Erwachsenen-Katechese

15.30 Uhr Zusammenkommen
16.00 Uhr Vortrag und Austausch
18.00 Uhr Hl Messe

Anmeldung ist nicht nötig


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
(auch über Livestream: kommel.nl/livestream)

Donnerstag, 22. Februar
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis (bis 20.30 Uhr)

Freitag, 23. Februar
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Samstag, 24. Februar
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Familientag

Samstag, 24. Februar

14.00 Uhr Programm für Eltern und Kinder
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Abendessen
20.30 Uhr Abschluss

Anmeldung im Kloster, bitte 10 Tage vorher


Marianischer Gebetsabend in der Apollinariskirche
(auch via Livestream! www.kommel.nl/livestream)

Sonntag, 03. März
(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz
19.00 Uhr Hl. Messe