“Den unergründlichen Reichtum Christi verkünden!
Hier bin ich, sende mich!”
(Eph 3,8; Jes 6,8))

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!


Der Apostel Paulus beschreibt in Eph 3,8 seine Sendung: “Ich soll den Heiden als Evangelium den uner-gründlichen Reichtum Christi verkünden!” Diese Verkündigung setzt sich in der Geschichte der Kirche fort und betrifft uns alle. Wir sollen uns immer wieder bewusst machen, welchen Reichtum Christus uns anvertraut hat und aus dem schöpfen und Zeugnis geben in der Liturgie, in der Verkündigung und im Dienst an unseren Nächsten. “Hier bin ich, sende mich!”, so schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Weltmissionstag 2020. Lassen wir uns durch diese Botschaft inspirieren und ermutigen, um den Ruf und den Reichtum Christi besser zu verstehen und unsere Antwort in der Sendung zu geben.

P. Bartholomé

Wenn das aktuelle Jahr auch von den durch die Covid-19 Pandemie verursachten Leiden und Herausforderungen gekennzeichnet ist, so setzt sich doch der missionarische Weg der gesamten Kirche im Lichte jenes Wortes fort, das wir in der Erzählung der Berufung des Propheten Jesaja finden: »Hier bin ich, sende mich« (Jes 6,8). Es ist die immer neue Antwort auf die Frage des Herrn: »Wen soll ich senden?« (ebd.). Dieser Ruf kommt aus dem Herzen Gottes, aus seiner Barmherzigkeit, der in der gegenwärtigen weltweiten Krise sowohl an die Kirche als auch an die Menschheit ergeht. »Wie die Jünger des Evangeliums wurden wir von einem unerwarteten heftigen Sturm überrascht. Uns wurde klar, dass wir alle im selben Boot sitzen, alle schwach und orientierungslos sind, aber zugleich wichtig und notwendig, denn alle sind wir dazu aufgerufen, gemeinsam zu rudern, alle müssen wir uns gegenseitig beistehen. Auf diesem Boot ... befinden wir uns alle. Wie die Jünger, die wie aus einem Munde angsterfüllt rufen: „Wir gehen zugrunde“ (vgl. V. 38), so haben auch wir erkannt, dass wir nicht jeder für sich, sondern nur gemeinsam vorankommen« (Betrachtung auf dem Petersplatz, 27. März 2020). Wir sind wirklich erschrocken, orientierungslos und verängstigt. Der Schmerz und der Tod lassen uns unsere menschliche Zerbrechlichkeit erfahren; aber zugleich nehmen wir alle in uns eine starke Sehnsucht nach Leben und Befreiung vom Übel wahr. In diesem Zusammen-hang stellt sich der Ruf zur Mission – die Einladung, um der Liebe zu Gott und zum Nächsten willen aus sich selbst hinauszugehen – als Gelegenheit des Teilens, des Dienens, der Fürbitte dar. Die Mission, die Gott jedem anvertraut, führt von einem ängstlichen und verschlossenen zu einem wiedergefundenen und durch die Selbsthingabe erneuerten Ich.

Im Kreuzesopfer, in dem sich die Sendung Jesu erfüllt (vgl. Joh 19,28-30), offenbart uns Gott, dass seine Liebe jedem und allen gilt (vgl. Joh 19,26-27). Und er bittet uns um die persönliche Sendungsbereitschaft, weil er die Liebe ist, die in beständiger Missionsbewegung immer aus sich herausgeht, um Leben zu geben. Aus Liebe zu den Menschen hat Gott Vater den Sohn Jesus gesandt (vgl. Joh 3,16). Jesus ist der Missionar des Vaters: Seine Person und sein Werk sind gänzlicher Gehorsam zum dem Willen des Vaters (vgl. Joh 4,34; 6,38; 8,12-30; Hebr 10,5-10). Seinerseits zieht uns der für uns gekreuzigte und auferstandene Jesus in seine Liebesbewegung hinein, mit eben seinem Geist, der die Kirche beseelt; er macht uns zu Jüngern Christi und sendet uns auf Mission in die Welt und zu den Völkern.

Die Mission und „die Kirche im Aufbruch“ sind nicht ein Programm, ein Vorhaben, das durch Willensanstrengung zu verwirklichen ist. Christus lässt die Kirche aufbrechen. Du bewegst dich in der Mission der Verkündigung des Evangeliums, weil der Geist dich antreibt und führt. Gott liebt uns immer als Erster und mit dieser Liebe begegnet er uns und ruft uns. Unsere persönliche Berufung rührt daher, dass wir Söhne und Töchter Gottes in der Kirche sind, seine Familie, Brüder und Schwestern in jener Liebe, die Jesus uns bezeugt hat. Alle aber haben eine menschliche Würde, die auf dem göttlichen Ruf gründet, Kinder Gottes zu sein, im Sakrament der Taufe und der Freiheit des Glaubens das zu werden, was sie von je her im Herzen Gottes sind.

Schon die Tatsache des ohne unser eigenes Zutun empfangenen Lebens stellt eine implizite Einladung dar, in die Dynamik der Selbsthingabe einzutreten: In die Getauften wird ein Same gelegt, der als Liebesantwort reife Gestalt in der Ehe oder der Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen annehmen wird. Das menschliche Leben entspringt der Liebe Gottes, es wächst in der Liebe und strebt zur Liebe hin. Niemand ist von der Liebe Gottes ausgeschlossen und im heiligen Opfer des Sohnes Jesu am Kreuz hat Gott die Sünde und den Tod besiegt (vgl. Röm 8,31-39). Für Gott wird das Böse, ja sogar die Sünde, zu einer Herausforderung, zu lieben und immer mehr zu lieben (vgl. Mt 5,38-48; Lk 23,33-34). Daher heilt die göttliche Barmherzigkeit im Paschamysterium die Urwunde der Menschheit und ergießt sich über das ganze Universum. Die Kirche als universales Sakrament der Liebe Gottes für die Welt setzt die Mission Jesu in der Geschichte fort und sendet uns überallhin aus, auf dass durch unser Glaubenszeugnis und die Verkündigung des Evangeliums Gott noch einmal seine Liebe kundtue und Herz, Verstand und Körper aller Menschen sowie die Gesellschaften und Kulturen überall und zu jeder Zeit berühren und verwandeln möge.

Die Mission ist die freie und bewusste Antwort auf den Ruf Gottes. Aber diesen Ruf können wir nur wahrnehmen, wenn wir eine persönliche Liebesbeziehung mit Jesus pflegen, der in der Kirche lebendig ist. Fragen wir uns: Sind wir bereit, die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserem Leben anzunehmen? Sind wir bereit, den Ruf zur Mission zu vernehmen, sowohl im Eheleben als auch auf dem Weg der gottgeweihten Keuschheit oder des Weihepriestertums und überhaupt im gewöhnlichen alltäglichen Leben? Sind wir bereit, überallhin ausgesandt zu werden, um unseren Glauben an Gott, den barmherzigen Vater, zu bezeugen, um das Evangelium des Heils Jesu Christi zu verkünden, um am göttlichen Leben des Heiligen Geistes teilzuhaben und so die Kirche aufzubauen? Sind wir bereit, wie Maria, die Mutter Jesu, vorbehaltlos dem Willen Gottes zu dienen (vgl. Lk 1,38)? Diese innere Bereitschaft ist sehr wichtig, um Gott antworten zu können: „Hier bin ich, Herr, sende mich“ (Jes 6,8). Und dies nicht in einer abstrakten Vorstellung, sondern im Heute der Kirche und der Geschichte.

Verstehen, was Gott uns in diesen Zeiten der Pandemie sagen will, wird zu einer Herausforderung auch für die Mission der Kirche. Die Krankheit, das Leiden, die Angst, die Isolation richten Anfragen an uns. Die Armut desjenigen, der allein stirbt, der sich selbst überlassen ist, der die Arbeit und den Lohn verliert, der kein zu Hause und nichts zu essen hat, werfen Fragen auf. Gerade weil wir dazu verpflichtet sind, körperlichen Abstand zu halten und zu Hause zu bleiben, sind wir eingeladen wiederzuentdecken, dass wir der sozialen Beziehungen bedürfen und auch der gemeinschaftlichen Beziehung zu Gott. Fernab davon, das Misstrauen und die Gleichgültigkeit zu mehren, sollte dieser Zustand uns aufmerksamer für unsere Art und Weise machen, mit den anderen in Beziehung zu treten. Und das Gebet, in dem Gott unser Herz berührt und bewegt, öffnet uns für die Bedürfnisse der Liebe, der Würde, der Freiheit unserer  Brüder wie auch für die Sorge um die ganze Schöpfung. Die Unmöglichkeit, uns als Kirche zu versammeln, um die Eucharistie zu feiern, hat uns die Lage vieler christlicher Gemeinschaften teilen lassen, die die Messe nicht jeden Sonntag feiern können. In diesem Zusammenhang wird die Frage, die Gott uns stellt, „Wen soll ich senden?“, erneut an uns gerichtet und erwartet von uns eine neue großzügige und überzeugte Antwort: „Hier bin ich, sende mich“ (Jes 6,8). Gott fährt in der Suche fort, wen er in die Welt und zu den Völkern senden kann, um seine Liebe, seine Errettung von Sünde und Tod, seine Befreiung vom Bösen zu bezeugen (vgl. Mt 9,35-38; Lk 10,1-12).

Die allerseligste Jungfrau Maria, Stern der Evangelisierung und Trösterin der Betrübten, missionarische Jüngerin ihres eigenen Sohnes Jesus, möge weiterhin für uns Fürsprache einlegen und uns beistehen.

Papst Franziskus

 

Monatsprogramm Oktober 2020


Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)
Am Sonntag von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr und von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr Lobpreis in der Apollinariskirche mit Sr. Maria-Elisabeth.

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Anbetung, Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.


Beichtgelegenheit nach Vereinbarung


Sonntag, 04. Oktober: Erntedankfest

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 25. Oktober: Weltmissionssonntag

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe


Sonntag 01. November, Hochfest von Allerheiligen

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 01. November - Marianischer Gebetsabend
nur via Livestream!

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz
19.00 Uhr Hl. Messe


Livestream in Deutscher Sprache: siehe www.kommel.nl/livestream

Teilnahme an Gottesdiensten in der Apollinariskirche

Gläubige können nur nach vorheriger (telefonischer) Anmeldung im Kloster St. Apollinaris zum Gottesdienst eingelassen werden!
Melden Sie sich bitte im Kloster St. Apollinaris an (02642/2080, vom Dienstag bis Samstag zwischen 09.30 Uhr und 11.30 Uhr).
Benötigte Angaben: Vor- und Familiennamen, Adresse und Uhrzeit der Hl. Messe, die Sie mitfeiern möchten. Pro Anruf nur eine Anmeldung für den nächsten Sonntag u. evtl. Werktage.
(Ihre Daten müssen zur Nachverfolgung möglicher Infektionen, entsprechend dem Datenschutz, 14 Tage aufbewahrt werden.)

  1. Nach Wunsch können Sie eine eigene Liedmappe empfangen, die Sie zum Gottesdienst mitbringen!
  2. Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung!  
  3. Ein- und Ausgänge der Kirchen sind gekennzeichnet, bitte beachten!
  4. An den Eingängen bitte Hände desinfizieren!
  5. Bitte leisten Sie den Hinweisen des Empfangdienstes unbedingt Folge, auch während der Gottesdienstfeier!
  6. Halten Sie die Abstandsregeln ein (mindestens 1,5 m), auch während des Gottesdienstes.
  7. Halten Sie bitte die Kontaktbeschränkungen vor und nach den Gottesdiensten (vor der Kirche) ein!
  8. Kein Händedruck zum Friedensgruß, Mundkommunion ist nicht möglich!
  9. Vor der Austeilung der Hl. Kommunion: Spendedialog einmal gemeinsam gesprochen: „Der Leib Christi“ – „Amen“.
10. Bitte halten Sie die flache Hand zum Kommunionempfang dem Priester schweigend entgegen.
11. Zum Kommunionempfang treten Sie nach Aufforderung in einem Abstand von 2 Metern nach vorne u. wieder zurück.
     (Bitte den Anweisungen folgen)
12. Korb für die Kollekte steht am Ausgang bereit!
13. Während der Gottesdienstfeier ist die Kirche nicht zugänglich, deshalb rechtzeitig da sein!
14. Nach den Gottesdiensten steht die Kirche wieder für das persönliche Gebet zur Verfügung.
15. Tragen wir die Anliegen, Sorgen und Nöte, aber auch unseren Dank vor Gott und beten wir besonders für alle Kranken und Leidenden.
     Bleiben wir miteinander im Gebet verbunden, auch über den Gottesdienst hinaus!