Monatsprogramm Februar 2026
“Fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir;
hab keine Angst, denn Ich bin Dein Gott!”
(Jes 41,10)
Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche,
In diesem Apollinarisboten setzen wir unsere Auseinandersetzung mit Bruder Lorenz fort und üben uns darin, in der Gegenwart Gottes zu leben. (Das Büchlein von ihm ist seit Kurzem in unserem Klosterladen erhältlich.)
Hier folgt ein Text aus dem „Dritten Gespräch“, im Büchlein auf Seite 64.
“Bruder Lorenz sagte, das Schlimmste, was ihm passieren könne, sei, das Gefühl für Gott zu verlieren, das er so lange gehabt habe. Doch die Güte Gottes versicherte ihm, dass Er ihn nicht völlig verlassen würde und dass Er ihm die Kraft geben würde, alles Böse zu ertragen, das Er zulassen würde. Bruder Lorenz sagte daher, er habe nichts zu befürchten. Er habe keine Veranlassung, sich mit jemandem über seinen Zustand zu beraten. Wenn er das in der Vergangenheit versucht habe, sei es jedes Mal nur noch verwirrter geworden. Da Bruder Lorenz bereit war, sein Leben für die Liebe zu Gott hinzugeben, fürchtete er keine Gefahr.
Er sagte, dass die vollkommene Hingabe an Gott ein sicherer Weg zum Himmel sei, ein Weg, auf dem wir genügend Licht für unser Verhalten haben. Am Anfang des geistlichen Lebens müsse man treu seine Pflicht tun und sich selbst verleugnen, und dann, nach einer gewissen Zeit, folgten unsagbare Freuden. In Schwierigkeiten brauchen wir nur zu Jesus Christus Zuflucht zu nehmen und Seine Gnade zu erflehen, mit der alles leicht wird.
Bruder Lorenz sagte, dass viele auf dem christlichen Weg nicht vorankommen, weil sie in Bußübungen und besonderen Übungen verharren, während sie die Liebe zu Gott, die das Ziel ist, vernachlässigen. Dies zeige sich deutlich in ihren Werken und sei der Grund, warum wir so wenig solide Tugend sehen. Es bedürfe weder der Kunst, noch der Wissenschaft, um zu Gott zu gelangen, sondern nur eines Herzens, das fest entschlossen sei, sich für nichts anderes als für Ihn oder um Seinetwillen einzusetzen und Ihn allein zu lieben.”
Hier folgt eine biblische Begründung und Vertiefung des Textes von Bruder Lorenz:
“Ich bleibe immer bei dir; du hältst mich an meiner Rechten. Du leitest mich nach deinem Ratschluß und nimmst mich am Enden auf in Herrlichkeit.” (Psalm 73,23-24)
Dieser Psalm bestätigt die Gewissheit, die Bruder Lorenz beschreibt: Gott lässt den Menschen nicht los, auch wenn das Gefühl seiner Nähe zeitweise schwindet. Gottes Treue hängt nicht von unserer Empfindung ab. Sein Halt ist verlässlich, Sein Rat führt, und Seine Herrlichkeit ist das Ziel. Wer sich Gott hingibt, steht unter einer Führung, die trägt, auch in Trockenheit, Dunkelheit oder innerer Unruhe.
“Fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir; hab keine Angst, denn Ich bin Dein Gott. Ich helfe dir, ja, Ich mache dich stark, ja, Ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.” (Jesaja 41,10)
Hier findet sich die Zusage, die Bruder Lorenz im Herzen trägt: Gott gibt Kraft, um alles zu ertragen, was Er zulässt. Dieser Vers ist ein Wort, das in jeder geistlichen Prüfung gilt. Gottes Nähe ist nicht nur tröstend, sondern stärkend. Wer sich Ihm überlässt, darf ohne Angst leben, weil Gottes Hand nicht loslässt. Diese Haltung der Furchtlosigkeit ist ein Zeichen reifer Hingabe.
“Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen... Mein Joch drückt nicht und Meine Last ist leicht.” (Mt 11,28-30)
Bruder Lorenz sagt, dass in Schwierigkeiten die Zuflucht zu Christus genügt und Seine Gnade alles leicht macht. Genau das spricht Jesus hier aus. Dieses Wort ist eine Einladung zur beständigen Hinwendung zu Christus, nicht zu komplizierten Übungen, sondern zu Seinem Herzen. Wer sich Ihm anvertraut, erfährt eine Ruhe, die nicht aus eigener Anstrengung kommt, sondern aus der Sanftheit und Barmherzigkeit Jesu Christi.
“Wenn jemand Mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.” (Joh 14,23)
Bruder Lorenz betont, dass der Weg zu Gott nicht über Kunst oder Wissenschaft führt, sondern über ein Herz, das entschlossen liebt. Jesus selbst sagt, dass die Liebe zu ihm die Tür zur göttlichen Gegenwart ist. Hier sehen wir das Zentrum des geistlichen Lebens: Gott wohnt im Herzen, das liebt. Diese innere Wohnung Gottes ist die Quelle der Freude, der Klarheit und der Tugend, die Bruder Lorenz beschreibt.
“Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.” (Gal 2,20)
Die vollkommene Hingabe, von der der Bruder Lorenz spricht, findet hier ihren biblischen Ausdruck. Paulus beschreibt ein Leben, das sich selbst verleugnet, um Christus Raum zu geben. Dieser Vers spricht über den Höhepunkt des geistlichen Lebens: die Vereinigung mit Christus. Ein Leben, nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Gegenwart Christi, der in uns lebt. Daraus erwächst jene Freiheit, jene Furchtlosigkeit und jene Liebe, die Bruder Lorenz als Ziel des geistlichen Weges beschreibt.
Gebet zu Jesus Christus in der Haltung von Bruder Lorenz
Herr Jesus Christus, Du bist mir nahe, auch wenn meine Gefühle schwanken. Wie der Psalm sagt, bleibe ich bei Dir, denn Du hältst mich an Deiner Hand und führst mich auf dem Weg, der zur Herrlichkeit führt. In dieser Gewissheit ruht mein Herz.
Du sprichst zu mir: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir.“ Dein Wort stärkt mich. Du gibst mir Kraft, alles zu tragen, was mir begegnet, und Du lässt mich niemals allein. In Deiner Gegenwart finde ich Mut und Frieden.
Wenn ich müde werde, rufst Du mich zu Dir: „Kommt alle zu mir… Ich will euch Ruhe verschaffen.“ So komme ich zu Dir, Jesus, und lege meine Lasten in Deine Hände. Deine Gnade macht leicht, was mir schwer erscheint. Deine Sanftheit trägt mich weiter, als meine eigene Kraft es könnte.
Du hast verheißen, dass Du in dem wohnst, der Dich liebt. So bitte ich Dich: Komm in mein Herz, bleibe in mir, und lass mich in Deiner Liebe verwurzelt sein. Deine Gegenwart ist mein Licht, Dein Wort meine Nahrung, Deine Liebe mein Leben.
Herr, ich möchte Dir gehören, so wie Bruder Lorenz es gelebt hat: ein Herz, das sich ganz Dir überlässt, das nichts anderes sucht als Dich und alles aus Liebe zu Dir tut. Lass mich sagen können: „Nicht mehr ich lebe, sondern Du lebst in mir.“ Erfülle mich mit Deinem Geist, damit mein Leben ein Raum wird, in dem Deine Liebe sichtbar wird.
Darum bitte ich Dich, auf die Fürsprache Mariens.
Jesus, ich vertraue Dir mein ganzes Sein an. Führe mich, stärke mich, und lass mich in allem bei Dir bleiben. Du bist mein Herr, mein Licht, mein Frieden. Dir gebe ich mein Herz — heute und immer.
Amen.
Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)
Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang bis 13.00 Uhr
15.00 Uhr Singen und Beten für den Frieden bis 16.00 Uhr
Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit / Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr
Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
Keine Morgenmesse am:
Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.
Beichtgelegenheiten
| Jeden Mittwoch: | 17.00 - 17.45 Uhr |
| Jeden Samstag: | 17.00 - 17.30 Uhr |
| In der Fastenzeit | |
| Jeden Samstag: | 16.00 - 17.30 Uhr |
| In dieser Zeit ist auch Eucharistische Anbetung | |
| auch möglich nach Vereinbarung |
Montag, 02. Februar, Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess)
07.30 Uhr Hl. Messe
Tag der Sühne und Wiedergutmachung zur Ehre Gottes
Sonntag, 15. Februar
10.30 Uhr Hl. Messe
15.00 Uhr Lobpreis (bis16.00 Uhr)
Montag, 16. Februar
06.55 Uhr Morgengebet
07.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Lobpreis bis 09.00 Uhr
Dienstag, 17. Februar
06.55 Uhr Morgengebet
07.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Lobpreis bis 09.00 Uhr
Mittwoch, 18. Februar, Aschermittwoch
Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
Donnerstag, 26. Februar
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis (bis 20.30 Uhr)
Freitag, 27. Februar
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 28. Februar
16.00 Uhr Marianischer Gebetsabend, Lobpreis und Vortrag
17.00 Uhr Anbetung und Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 28. Februar
10.00 Uhr Kreuzweg für Kinder, Teenager und Familien