Monatsprogramm Juni 2026
“Da Er die Seinen liebte,
erwies Er ihnen Seine Liebe bis zur Vollendung!”
(Joh 13,1)
Liebe Brüder und Schwestern, liebe junge Menschen!
„Zur Vorbereitung auf die Apollinariswallfahrt (18.–26. Juli) folgt hier eine Predigt von Papst Benedikt XVI. aus dem Jahr 2006.“
»Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung« (Joh 13,1): Gott liebt sein Geschöpf, den Menschen; er liebt ihn auch in seinem Gefallensein und überlässt ihn nicht sich selbst. Er liebt bis zur Vollendung. Er geht mit seiner Liebe bis zur Vollendung, bis zum äußersten: Er steigt aus seiner Herrlichkeit herab. Er legt das Gewand seiner göttlichen Herrlichkeit ab und legt das Gewand des Sklaven an. Er steigt herab bis in die äußerste Tiefe unseres Gefallenseins. Er kniet vor uns nieder und verrichtet an uns einen Sklavendienst; er wäscht unsere schmutzigen Füße, damit wir zum Mahl Gottes zugelassen werden können, damit wir würdig werden, an seinem Tisch Platz zu nehmen – etwas, was wir aus uns heraus niemals tun können oder dürften.
Gott ist kein Gott, der fern ist, zu fern und zu groß, um auch für unsere Kleinigkeiten Sorge zu tragen. Eben weil er groß ist, kann er sich auch um die kleinen Dinge kümmern. Eben weil er groß ist, ist die Seele des Menschen, desselben Menschen, der für die ewige Liebe geschaffen ist, nicht klein, sondern groß und seiner Liebe würdig. Die Heiligkeit Gottes ist nicht nur eine brennende Kraft, vor der wir erschreckt zurückweichen müssen; sie ist eine Kraft der Liebe und daher eine reinigende und heilende Kraft.
Gott steigt herab und wird zum Sklaven, er wäscht uns die Füße, damit wir an seinem Tisch sitzen können. Darin findet das ganze Geheimnis Jesu Christi seinen Ausdruck. Darin wird sichtbar, was Erlösung bedeutet. Das Bad, in dem er uns wäscht, ist seine Liebe, die bereit ist, den Tod auf sich zu nehmen. Nur die Liebe hat jene reinigende Kraft, die uns unsere Unreinheit nimmt und uns zur Höhe Gottes erhebt. Das Bad, das uns reinigt, ist er selbst, der sich uns vollkommen hingibt – bis in die Tiefen seines Leidens und seines Todes hinein. Immer ist er diese Liebe, die uns wäscht; in den Sakramenten der Reinigung – in der Taufe und im Bußsakrament – kniet er immer vor unseren Füßen und leistet uns den Sklavendienst, den Dienst der Reinigung, macht er uns gottfähig. Seine Liebe ist unerschöpflich, sie reicht wirklich bis zur Vollendung.
»Auch ihr seid rein, aber nicht alle«, sagt der Herr (Joh 13,10). In diesem Satz wird das große Geschenk der Reinigung offenbar, das er uns macht, weil er den Wunsch hat, mit uns zusammen am Tisch zu sitzen, unsere Speise zu werden. »Aber nicht alle« – es gibt das dunkle Geheimnis der Ablehnung, das in der Geschichte des Judas gegenwärtig wird und das uns gerade am Gründonnerstag, an dem Tag, an dem Jesus sich hingibt, zum Nachdenken bringen muss. Die Liebe des Herrn kennt keine Grenzen, aber der Mensch kann ihr eine Grenze setzen.
»Auch ihr seid rein, aber nicht alle«: Was ist es, das den Menschen unrein macht? Es ist die Ablehnung der Liebe, nicht lieben zu wollen, nicht zu lieben. Es ist der Hochmut, der glaubt, keine Reinigung nötig zu haben, und der sich der rettenden Güte Gottes verschließt. Es ist der Hochmut, der nicht bekennen und nicht zugeben will, dass wir der Reinigung bedürfen. In Judas sehen wir die Beschaffenheit dieser Ablehnung noch deutlicher. Er beurteilt Jesus nach den Kategorien der Macht und des Erfolgs: Für ihn sind nur Macht und Erfolg Wirklichkeit, die Liebe zählt nicht. Er ist habgierig: Geld ist wichtiger als die Gemeinschaft mit Jesus, wichtiger als Gott und seine Liebe. Und so wird er auch zum Lügner, der ein doppeltes Spiel spielt und mit der Wahrheit bricht; er wird zu einem Menschen, der in der Lüge lebt und so den Sinn für die oberste Wahrheit, für Gott, verliert. Auf diese Weise verhärtet er, wird unfähig zur Bekehrung, zur vertrauensvollen Rückkehr des verlorenen Sohnes, und wirft das zerstörte Leben weg.
»Auch ihr seid rein, aber nicht alle.« Der Herr warnt uns heute vor jener auf uns selbst beschränkten Unabhängigkeit, die seiner unbegrenzten Liebe eine Grenze setzt. Er lädt uns ein, seine Demut nachzuahmen, ihr Vertrauen zu schenken, uns von ihr »anstecken« zu lassen. Er lädt uns ein – so verloren wir uns auch vorkommen mögen –, nach Hause zurückzukehren und seiner reinigenden Güte zu erlauben, uns aufzurichten und uns eintreten zu lassen in die Mahlgemeinschaft mit ihm, mit Gott selbst.
Fügen wir ein letztes Wort aus diesem unerschöpflichen Abschnitt des Evangeliums hinzu: »Ich habe euch ein Beispiel gegeben …« (Joh 13,15); »dann müsst auch ihr einander die Füße waschen« (Joh 13,14). Worin besteht dieses »uns einander die Füße waschen«? Was bedeutet es konkret? Es ist so: Jedes gute Werk, das wir für andere Menschen tun – besonders für die Leidenden und für diejenigen, die geringgeachtet werden – ist ein Dienst der Fußwaschung. Dazu ruft uns der Herr: herabzusteigen, Demut und Mut zur Güte zu lernen sowie die Bereitschaft, die Ablehnung zu akzeptieren und trotzdem der Güte zu vertrauen und in ihr zu beharren. Aber es gibt noch eine tiefere Dimension. Der Herr nimmt unsere Unreinheit durch die reinigende Kraft seiner Güte weg. Uns einander die Füße zu waschen bedeutet vor allem, einander unermüdlich zu vergeben, immer wieder zusammen einen neuen Anfang zu machen, so unnütz es auch erscheinen mag. Es bedeutet, einander zu reinigen, indem wir uns gegenseitig tragen und es zulassen, dass die anderen uns tragen; einander zu reinigen, indem wir uns gegenseitig die heiligende Kraft des Wortes Gottes schenken und uns in das Sakrament der göttlichen Liebe einführen.
Der Herr reinigt uns, und daher wagen wir, an seinen Tisch zu treten. Bitten wir ihn, uns allen die Gnade zu schenken, eines Tages für immer Gäste beim ewigen Hochzeitsmahl zu sein. Amen!
Papst Benedikt XVI, Abendmahlsmesse, 13. April 2006
Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)
Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang bis 13.00 Uhr
15.00 Uhr Singen und Beten für den Frieden bis 16.00 Uhr
Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr
Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
Keine Morgenmesse am:
Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.
Beichtgelegenheiten
| Jeden Mittwoch: | 17.00 - 17.45 Uhr |
| Jeden Samstag: | 17.00 - 17.45 Uhr |
| auch möglich nach Vereinbarung |
Donnerstag, 04. Juni, Fronleichnam
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschl. Sakramentsprozession im Klostergarten
Sonntag, 07. Juni, 19.00 Uhr, Orgelkonzert
mit dem Organisten Gereon Krahforst (Maria Laach). Er präsentiert Meisterwerke von Diemer, Scheidemann, Chilcott, de Arauxo und Rheinberger
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten!
Konzertdauer : ca. eine Stunde
Freitag, 12. Juni, Fest Hl. Herz Jesu
17.15 Uhr Anbetung und Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
Donnerstag, 25. Juni
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis (bis 20.30 Uhr)
Freitag, 26. Juni
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 27. Juni
16.00 Uhr Marianischer Gebetsabend, Lobpreis und Vortrag
17.00 Uhr Anbetung und Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 27. Juni, Teenagertreff
Anmeldung und Information: Kloster (Tel.: 2080) oder Judith Strohe (Tel.: 02642-6337)
Apollinariswallfahrt 2026
Die Apollinariswallfahrt 2026 rückt näher: 18. bis 26. Juli. Wir sind dankbar, dass die festen Mitarbeiter/ innen von Neuem bereit sind mit uns diese Wallfahrt zu tragen. Trotzdem sind auch andere Mitarbeiter/innen nötig und herzlich willkommen: Wir hoffen, dass in diesem Jahr wieder viele Menschen den Weg zum Apollinarisberg finden. Auch Gruppen sind wieder ganz herzlich eingeladen! Wenn Sie auch bereit sind mitzuhelfen, melden Sie sich bitte bei Felizitas Louen per Email (apo.sekretariat@gmail.com) oder im Kloster (Tel. 02642-2080).
Wie in den letzten Jahren sind wir angewiesen auf Spenden, sowie Geld, wie auch Kuchen und andere Lebensmittel. Wir sagen jetzt schon “Vielen Dank und Vergelt’s Gott!”
Das Wichtigste ist allerdings, dass die Wallfahrt im Gebet vorbereitet und mitgetragen wird. Da rechnen wir auf alle, die zur “Apollinarisfamilie” gehören, und die ein warmes Herz für Christus und Seine Kirche haben.
Am Sonntag, dem 17. Mai, wird die neun-wöchige Novene zur Vorbereitung beginnen.
Novene zur Vorbereitung
auf die Apollinariswallfahrt 2026
(18. - 26. Juli 2026)
“Liebe bis zum Äußersten!”
(Joh 13,1)
Herr Jesus Christus,
beim letzten Abendmahl hast Du Deine Liebe bis zum Äußersten
im Zeichen der Fußwaschung deutlich gemacht,
um dann am Karfreitag am Kreuz Deine Sendung zu vollbringen.
Der himmlische Vater hat Dein Opfer angenommen,
und Dich zum Heilssakrament der Liebe, der Barmherzigkeit,
der Versöhnung und des Friedens gemacht.
Durch Deine Auferstehung strömt Deine Liebe bis zum Äußersten
in die ganze Welt hinein und verwandelt die Menschheit.
Besonders in jeder Eucharistie
wird uns Deine äußerste Liebe von Neuem geschenkt,
mit dem Auftrag, dass auch wir Dich und unsere Nächsten lieben.
So wird Deine äußerste Liebe fruchtbar und heilsam für die Welt,
für unsere Kirche und für jeden von uns.
Durch die kommende Apollinariswallfahrt werden wir Deine Liebe
verkünden, feiern, empfangen und in die Welt hinaus strömen lassen.
Auch der heilige Apollinaris hat damals diesen Auftrag erfüllt:
durch sein Leben und seine Sendung als Bischof
hat er mitgewirkt am Auftrag der Kirche,
um unaufhörlich aus Deiner äußersten Liebe zu schöpfen,
damit Menschen näher zu Dir gebracht werden,
Kranke geheilt werden, Sündern vergeben wird, Tote auferstehen,
die Macht des Bösen mit Vollmacht durchbrochen wird,
und die Menschen in der Kraft des Geistes und des Blutes
erneuert werden.
Durch Deine äußerste Liebe wird das Reich Gottes sichtbar,
jetzt schon hier auf Erden, einst in Fülle im Himmel.
Begnadet und inspiriert durch Deine äußerste Liebe
wollen wir uns einsetzen
für eine gnadenvolle und wirkungsvolle Wallfahrtszeit.
Du selbst sollst uns bewegen, um uns für Dich einzusetzen.
Erfülle uns und alle, die in dieser Wallfahrtszeit mitwirken und mitbeten,
mit Deinem Heiligen Geist der Liebe!
Schenke uns reiche Gnade während den Gottesdiensten,
den Gebetszeiten und den Begegnungen miteinander.
Rufe durch die diesjährige Wallfahrt Menschen
zu einer liebevollen Begegnung mit Dir,
besonders diejenigen, die Deine Liebe noch nicht kennen und erkennen.
Wir sagen Dir jetzt schon Dank für alle Gnade,
die Du uns schenken wirst, auch stellvertretend für die Menschen,
die sich auf den Weg machen werden
oder im Geiste mit uns verbunden sind. Amen.