Vergiss nicht die Ereignisse,
die du mit eigenen Augen gesehen,
und die Worte die du gehört hast!
(Deut 4,9)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Wir sollen nicht vergessen, was Gott schon in unserem Leben getan hat. Lass es dein ganzes Leben nicht aus dem Sinn! Genau das ist es, was wir jedes Jahr am Karfreitag und am Osterfest tun und was wir auch besonders an den Sonntagen tun sollen: Gedenken, was Gott für uns getan hat in Jesus Christus, unserem Herrn und Heiland. Beim letzten Abendmahl, beim Anfang der Einsetzung der Eucharistie sagt Jesus es: “Tut dies zu meinem Gedächtnis!”

Wie schnell vergessen wir die Ereignisse, besonders auch die Segnungen, die wir schon in unserem Leben empfangen haben. Die Sorgen und Herausforderungen, die wir momentan erleben und das, was heute geschieht, scheint uns manchmal das Wichtigste. Es ist auch wichtig im “Heute” zu leben, wie der Apostel Paulus es uns sagt: Heute ist der Tag und die Zeit des Heils, die Zeit der Gnade und der Barmherzigkeit. Dieses Heil, das uns heute gegeben wird, hat Gott schon durch das Ereignis bereitet, das wir in diesen Tagen und in der Osterzeit besonders feiern: Jesus Christus, menschgeworden, um durch Seinen Tod und Seine Auferstehung unser Retter und Heiland zu sein, um uns dadurch zu zeigen wie sehr Gott uns liebt und wie Gott für uns Menschen eine gute, ja sehr gute Zukunft bereitet hat: das ewige Leben in und mit dem Herrn, als Erfüllung der Verheißungen, dass das Reich Gottes gekommen ist.

Wir erinnern uns an das größte Ereignis, um dadurch auch zu sehen und von Neuem zu hören, was Gott auch in unserem ganz persönlichen Leben getan hat. Dazu brauchen wir Sein Licht und Seinen Geist, denn manchmal sehen wir nicht mehr so richtig oder sehen wir nur noch, was nicht gut war oder nicht gut ist. Manchmal halten uns schlechte Erinnerungen so gefangen, dass wir depressiv oder ängstlich werden. Schwarze Seiten unserer persönlichen Lebensgeschichte wie auch aus der Geschichte unseres Volkes oder unserer Länder sind Tatsachen, die wir nicht vergessen sollen. Aber wir brauchen da auch Befreiung, nicht um die Tatsachen zu leugnen, sondern um zu wissen, dass Gott eingegriffen hat und zum Guten gewendet hat, mit oder ohne persönlichen oder gemeinsamen Einsatz und sicher auch, damit es nicht wieder geschehen soll oder wir daraus gelernt haben es anders zu tun.

Das deutlichste Zeichen hierin ist wohl das Sakrament der Versöhnung, in dem die Vergebung Tatsache wird und der Aufruf zur Umkehr und Veränderung sakramental, also mit Gottes Gnade bekräftigt wird. Aber auch das Sakrament der Eucharistie ist ein ganz kräftiges Gnadenmittel, um nicht zu vergessen und als neue, das heißt als wahre christliche Menschen zu denken und zu handeln. “Tut dies zu meinem Gedächtnis”, so erinnert uns Jesus in jeder Eucharistie. Wir hören Gottes Wort und wir feiern das Ereignis Jesu, Sein Opfer, seine Hingabe, Seine Liebe für uns Menschen.

In sicherem Sinn ist diese momentane “Corona-Zeit” eine gefährliche Zeit. Dabei denken wir selbstverständlich zuerst an die Gefahr der Ansteckung und Erkrankung. Aber noch gefährlicher scheint mir die Situation, worin wir jetzt als Christen und Kirche leben: Dass wir durch die Corona-Maßnahmen gehindert werden Gottesdienst zu feiern, um Gott zu gedenken und zu danken. Verstehen Sie mich gut: Die Maßnahmen sind wichtig und wir sollen uns so viel wie möglich daran halten! Aber wir sehen auch wie viele Menschen den Kontakt mit der Kirche als betende, gläubige und “sich-erinnernde” Gemeinschaft verlieren. Ich denke, so etwas, was wir jetzt weltweit erleben ist noch nie in der ganzen Kirchengeschichte passiert.

Gerade darum scheint mir dieser Satz aus Deut 4,9 so wichtig. Wir sollen - so sagt der Herr uns - nicht vergessen, was Er schon getan hat. Und weil unser Gott treu ist, wird er auch in der Zukunft das tun und auch das zulassen, was für unser Heil und Leben gut ist, ja sehr gut ist. Gott ist gut und bleibt gut!

Gerade in diesen Tag sah ich eine Abbildung, die durch einen Kollegen-Priester verbreitet wird: Das leere Grab, mit dem Stein weggerollt, mit einem Text, der darauf hinweist, dass Gott sich nicht einsperren lässt (durch den Tod), mehr noch, dass für Ihn die Ausgangssperre nicht und niemals gilt!

Lassen wir unsere Herzen auch nicht einsperren oder gefangen nehmen. Feiern wir die Befreiung unseres Lebens durch den Herrn! Durch das Blut Jesu sind wir freigekauft, um als freie und befreite Menschen zu leben und “hinaus-zu-gehen”. Die Liebe Gottes ist das Zeichen und das Ereignis, das jede “Ausgangssperre” durchbricht.

Ich wünsche Ihnen darum gesegnete Ostern und eine gesegnete Osterzeit. Der Herr ist auferstanden und lebt, lassen wir uns das nie vergessen. Dieses Ereignis ist Grund und Kraftquelle um als “auferstandene und auferweckte Christen” zu leben.

P. Bartholomé

Halleluja, der Herr sei gepriesen!
Er ist auferstanden, ja, Er ist wahrhaft auferstanden!

Monatsprogramm April 2021

Für den Samstagabend, den Sonntagmorgen und den Mittwochabend, auch für das Ostertriduum (auch Kreuzweg am Freitag) können Gläubige nur nach vorheriger (telefonischer) Anmeldung im Kloster St. Apollinaris zum Gottesdienst eingelassen werden!

Melden Sie sich bitte telefonisch im Kloster St. Apollinaris an (02642/2080, vom Dienstag bis Samstag zwischen 9.30 Uhr und 11.30 Uhr).

Benötigte Angaben: Vor- und Familiennamen, Adresse, und Uhrzeit der Hl. Messe, die Sie mitfeiern möchten. (Ihre Daten müssen zur Nachverfolgung möglicher Infektionen, entsprechend dem Datenschutz, 14 Tage aufbewahrt werden.)

Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Beichtgelegenheit, Anbetung
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe

Keine Morgenmesse am: 22.04. und 23.04.

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit nach Vereinbarung

Extra Beichtgelegenheit zur Vorbereitung auf Ostern

Mittwoch, 31. März 14.00 - 17.30 Uhr
Freitag, 02. April 17.00 - 18.00 Uhr
Samstag, 03. April 14.00 - 17.30 Uhr
auch möglich nach Vereinbarung


Karwoche + Ostertriduum 28. März - 05.April

Palmsonntag, 28. März
10.30 Uhr Hl. Messe

Gründonnerstag, 01. April
18.00 Uhr Abendmahlsmesse

Karfreitag, 02. April
11.00 Uhr Kreuzweg in der Kirche
15.00 Uhr Karfreitagsliturgie

Karsamstag, 03. April
18.00 Uhr Osternachtsfeier

Ostersonntag, 04. April
08.00 Uhr Hl. Messe (mit Orgel)
10.30 Uhr Hochamt (mit Orgel)

Ostermontag, 05. April
10.30 Uhr Hl. Messe


Sonntag 11. April: Barmherzigkeitssonntag in der Apollinariskirche

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe
15.00 Uhr Barmherzigkeitsrosenkranz in der Kirche


Barmherzigkeitsrosenkranz via Livestream!
In unserem Kloster in Maastricht gibt es ein spezielles Programm - auch deutschsprachig.
14.00 Uhr Lobpreis und Vortrag
15.00 Uhr Barmherzigkeitsstunde / Anbetung
17.00 Uhr Hl. Messe


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 22. April
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung bis 20.30 Uhr

Freitag 23. April
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe