Monatsprogramm September 2026
“Christus war in Seiner äußersten Liebe
gehorsam bis zum Tod am Kreuz!”
(vgl. Phil 2,6)
Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!
Zum Fest der Kreuzerhöhung am 14. September folgt hier eine Predigt von Bischof Henryk Hoser (September 2018).
Wie wurde das „Kreuz“, als Mittel für den grausamsten und ehrlosesten Tod, zum Symbol der Christenheit? Dieses Kreuz erhebt sich über den Türmen der Kirchen und Heiligtümer, es ist auf so vielen Berggipfeln aufgestellt, es hängt bei uns zu Hause an den Wänden und am Arbeitsplatz. Wir tragen es mit Stolz um den Hals.
So wie es der hl. Paulus im Brief an die Korinther beschreibt, hatte das Kreuz als Symbol zu Zeiten der Apostel einen sehr schlechten Ruf: Es war Unsinn in den Augen der Griechen, die nach menschlicher Weisheit strebten, war ein Skandal für die Juden und eine Torheit für die heidnischen Völker. (Vgl. 1 Kor 1,22-23)
Wie ihr sicher schon bemerkt habt, wird heutzutage erneut ein „Kampf gegen das Kreuz“ geführt, da es vielen im Weg steht, auch wenn es als angesehenes Symbol bei so vielen Weltorganisationen Verwendung findet, wie zum Beispiel beim „Rote Kreuz“ oder verschiedene Auszeichnungen schmückt, wie zum Beispiel das Ehren- oder Verdienstzeichen.
Das Fest „Kreuzerhöhung Christi“ gibt uns erneut die Gelegenheit, uns an die Tiefe und den Wert des Kreuzes zu erinnern. Wir entdecken, dass Jesu Kreuz - als Zeichen unendlicher Liebe - eine anziehende Kraft besitzt.
Betrachten wir nun genauer, warum das so ist.
Im Brief an die Philipper zeigt uns der hl. Paulus auf, wie Jesus Christus sich erniedrigte, sich entäußerte, denn er stieg von den höchsten Gipfeln hinab zum tiefsten Abgrund: „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich ...“ (Phil 2,6-8). Gott wird zum Mensch und erniedrigt sich auf diese Art und Weise, dass das Unendliche endlich und begrenzt wird. Danach ist er „gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.“ (Phil 2,8). Das ist der Tod eines Verbrechers, den alle verachten und zurückweisen.
Im Apostolischen Glaubensbekenntnis beten wir, dass Jesus in das Reich des Todes hinabgestiegen ist, das heißt bis zum tiefsten Abgrund des Leides, der Vernichtung, dem Abgrund des Todes. Der Gottmensch erfuhr das Urteil, dass die Menschen über Ihn sprachen, für die er zur Erde kam, um sie zu retten. „Darum hat Ihn Gott über alle erhöht und Ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr - zur Ehre Gottes, des Vaters.“ (Phil 2, 9-11). So verkündet uns der hl. Paulus die Erhöhung Christi, ein unvergleichliches Wirken des barmherzigen Vaters.
Der hl. Zyprian versucht uns dieses Vorhaben Gottes verständlicher zu machen, indem er erklärt, dass der Sohn Gottes selbst ein Menschensohn werden wollte, um uns so zu Söhnen Gottes zu machen. Er wollte sich selbst erniedrigen, um sein zerschlagenes Volk zu erhöhen. Er ertrug so viel Leid durch die Wunden, die Ihm zugefügt wurden, damit unsere Wunden heilen. Er wurde für uns zum Sklaven, damit wir, Knechte und Sklaven, die Freiheit erlangen können. Er erlitt sogar den Tod, damit durch Seinen Tod alle Sterblichen die Unsterblichkeit erlangen können.
Jetzt verstehen wir gut, warum hier jeden Freitag das hl. Kreuz Christi verehrt wird. Die Verehrung des Kreuzes sollte vor allem eine Handlung der Dankbarkeit und des Lobes sein, und eine Möglichkeit bieten, Jesus Christus die Ehre zu erweisen und allerhöchste Achtung auszudrücken.
In der Schwere seines unbeschreiblichen und unermesslichen Leides, dachte Jesus nicht an sich, sondern immer an uns Sünder. Auf dem Kreuz erhoben, sprach er für die Menschheit die Worte der Rettung. Besonders seine ersten Worte am Kreuz waren ergreifend: „Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34). Die Antwort auf diese ungeheure Sünde der Tötung des Gottessohnes, und auf die extreme Blindheit der Menschen, war die Vergebung Gottes, auch wenn Sein Sohn von den Menschen abgewiesen und getötet wurde.
Charles Journet schrieb einmal, dass durch die Vergebung Gottes „diejenigen Herzen, denen die Sünde die Rosen der ersten Liebe zerstört hat - ihnen ihre Reinheit und Frische genommen hat - wieder genauso schön blühen, und manchmal durch das Bereuen ihrer Sünden, durch ihre Tränen und das Feuer, das im Herzen entflammt ist, noch schöner blühen, als dunkle Rosen der zweiten Liebe.“ Welche Hoffnung wird uns Sündern da offenbart!
Vom Kreuz herab kommen auch eindringliche Worte: „Siehe, deine Mutter“ (Joh 19,27). Am Kreuz sterbend, lässt uns Jesus nicht als Waisenkinder zurück: Er hinterlässt uns seine Mutter. Welche tiefe Zuneigung und Großherzigkeit!
Das Kreuz wurde zum Symbol des Sieges, bestätigt durch die Auferstehung Christi. Seitdem zeigt die Liturgie oft den vom Kreuz auferstandenen Christus, mit der Verherrlichung des Kreuzes im Hintergrund. Er, der die Quelle unserer Rettung ist, gibt uns das Versprechen zum Leben nach dem Tod, würdig eines Gottes.
Amen.
Jeden Samstag
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)
Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang bis 13.00 Uhr
15.00 Uhr Lobpreis bis 16.00 Uhr
Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.15 Uhr Gebetsabend bis ca. 20.30 Uhr
Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
Keine Morgenmesse am:
Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.
Beichtgelegenheiten
| Jeden Mittwoch: | 17.00 - 17.45 Uhr |
| Jeden Samstag: | 17.00 - 17.30 Uhr |
| auch möglich nach Vereinbarung |
Sonntag, 06. September, 19.00 Uhr, Orgelkonzert
Dauer: ca. 60 Minuten.
Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten
Herzliche Einladung !
Mittwoch, 09. September
18.00 Uhr Hl. Messe
Kein Gebetsabend
Samstag, 12. September, 18.00 Uhr Hl. Messe
Keine Anbetung und kein Rosenkranz
Wohl feiern wir die Hl. Messe um 18.00 Uhr mit dem Ukrainischen Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh CssR (Apostolischen Exarchen für die ukrainischen griechisch-katholischen Gläubigen in Deutschland und Skandinavien)
Sonntag, 13. September, "Tag des offenen Denkmals"
12.45 Uhr PowerPoint Vortrag durch Dr. Erhard Wacker
Thema: Fotografien des Apollinarisberges aus dem 19. Jahrhundert. Einblicke in die Fotografie- und Baugeschichte.
14.00 Uhr Allgemeine Führung
Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe in der Apollinariskirche
Donnerstag, 24. September
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche
20.00 Uhr Lobpreis (bis 20.30 Uhr)
Freitag, 25. September
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit, anschließend Eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.15 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 26. September
16.00 Uhr Marianischer Gebetsabend, Lobpreis und Vortrag
17.00 Uhr Anbetung und Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
Samstag, 26. September
Kindertreff und Teenagertreff