„Wer Mich liebt, wird von Meinem Vater geliebt werden
und ich werde Mich ihm offenbaren.”
(vgl. Joh 14,21)

Apollinaris Absis

Gebet wegen des Coronavirus (deutsch, holländisch und französisch)

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Für uns Christen ist es wichtig, in dieser Coronazeit und Coronakrise die Frage zu stellen: Wozu dient diese Zeit, was will mir und uns Gott sagen durch diese in mancher Hinsicht schwierige Zeit? Meiner Ansicht nach hat es nicht viel Sinn nach der Ursache des Virus zu suchen, denn dann beschäftigen wir uns mit vielen möglichen Theorien und Fantasien. Was bringt uns das? Und was bringt es uns zu klagen, über das, was uns in dieser Zeit fehlt oder was uns – auch als Christen, die gerne zur Kirche kommen, um Gottesdienst zu feiern – alles genommen wurde und noch genommen wird? Ich bevorzuge einen anderen Weg: nicht die Frage „woher“ kommt dieser Virus, diese Krise, sondern „wozu" dient dieser Virus, diese Krise, und zwar besonders in Bezug auf Gott: Wo möchte Gott uns hinführen, wie kann ich positiv von meinem Glauben her diese Zeit deuten? Gott will ja nicht die Krise, sondern Er will immer unser Wachstum in Glauben, Vertrauen und Liebe. Vielleicht hört sich Folgendes seltsam an: Die Welt sieht und erfährt jetzt den enormen Einbruch auf das Wachstum der Wirtschaft, und ich sage, Gott sehnt sich nach unserem Wachstum im Glauben und in der Beziehung zu Ihm, zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst. Wir sind nicht „von“ dieser Welt, wohl „in“ dieser Welt, und weil wir nicht „von“ dieser Welt sind, sondern „von“ Gott, ist es wichtig darüber nachzudenken, noch besser zu beten mit der Frage: Wozu dient diese Zeit? Was ist für mich jetzt dran, um das Reich Gottes kommen zu lassen und mehr in das Reich Gottes hineingeführt zu werden. Was soll ich von Gott her in meinem Leben ändern, ganz konkret?

Nachdem wir im letzten Jahr während der großen Apollinariswallfahrt immer wieder mit Maria gesagt haben: „Nimm mein Ja, mir geschehe nach Deinem Wort“ werden wir jetzt das neue Jahresthema „Dein Reich komme, o Herr!“, betrachten.

1. Wir beten besonders im Vater Unser tagtäglich: „Dein Reich komme!“ Es sind die Worte Jesu, die Er uns als Gebet gibt und zugleich als eine „Hoffnungs-Grundhaltung“. Was auch geschieht, das Reich Gottes wird kommen! Es entspricht der Haltung Jesu in Bezug auf Seinen Glauben an die Souveränität Seines Vaters. „Vater, Dein Wille geschehe, Vater, Dein Reich komme!“ Was auch geschieht, der Wille Gottes setzt sich durch und zwar durch das Kreuz hindurch zur Auferstehung. In welche Krise ist Jesus selbst schon geraten – in welche Krise kamen die Jünger und Jüngerinnen Jesu – in welche Krise ist wohl die Kirche damals und in der ganzen Kirchengeschichte gekommen?! Die großen Krisen waren nicht das Ende, sondern Durchgang und Anfang eines neuen Beginns: Vom Glauben Jesu und vom Glauben an Jesu gesehen, ist „Krise“ ein Pascha, ein Durchgang zum neuen Leben. Das heißt nicht, dass uns eine Krise nicht schwerfällt, vielleicht uns auch zuerst hoffnungslos macht, Widerstand in uns aufruft, uns vielleicht auch in eine Glaubenskrise bringt und uns sagen lässt: „Gott, wie ist es möglich, dass Du das zulässt? Warum?“ Das gilt nicht nur jetzt während der Coronakrise, sondern für jede Krise, die uns Menschen trifft. Ja, wir werden herausgefordert und erfahren es manchmal auch als einen inneren Kampf.

„Dein Reich komme, o Herr!“ Ja, gerade auch in dieser Zeit: Weil wir es Gott zutrauen, dass Er uns durch dieses „Pascha“, durch dieses „Ostern“ hindurchführt – durch das Kreuz hindurch zum Leben, zur Auferstehung, zum Reich Gottes, zu einem neuen Leben in einer neuen Welt, in der Gott regiert und alles lenken darf.

2. Wir sprechen und hören oft über die Liebe Gottes. Diese Liebe „bleibt“ und „wohnt“ in uns. Der Glaube an die Liebe Gottes ist Grundsatz für das Verstehen und Erfahren des Reiches Gottes. Aus dieser Liebe Gottes heraus, können wir verstehen, annehmen und mit Vertrauen in die Zukunft hineingehen ohne noch zu wissen wie, oder wie genau die Zukunft aussieht.

Wie kommen wir zu einem tieferen Verständnis und damit auch zu einer tieferen Erfahrung der Liebe Gottes? Jesus reicht uns diese Worte und damit auch den Schlüssel an: „Wer Mich liebt, wird von Meinem Vater geliebt werden!“ (Joh 14,21) Jesus lieben, weil wir Ihn kennen, ist eine Entscheidung, die wir von Neuem treffen können und sollen. Denn Er ist der Weg zum Leben und die Liebe zu Ihm führt tiefer hinein in Seine Wahrheit: Wer Ihn liebt, wird vom Vater geliebt. „Jesus, ich liebe Dich!“ Dieser kurze Satz, dieses kurze Gebet ist mit einem hoffnungsvollen Versprechen Jesu verbunden: Durch Ihn werden wir vom Vater geliebt! Wer Jesus sieht, sieht den Vater.

Wer Jesus liebt, wird vom Vater geliebt. Jesus gibt uns den Zugang zur Liebe des Vaters, aber er braucht unsere persönliche Entscheidung. Er reicht uns den Schlüssel, aber es ist an uns, diesen Schlüssel in Anspruch zu nehmen.

3. Nehmen wir diesen Schlüssel in Anspruch? Erkennen wir, dass Jesus die Tür zum Leben ist? Gott kommt uns hier zu Hilfe und zwar durch den Heiligen Geist: „Der Beistand, der Heilige Geist, wird euch in die volle Wahrheit führen … denn von dem, was Mein ist, wird er nehmen und euch verkünden“, so die Worte Jesu in Joh 16,14. Der Heilige Geist „nimmt“ von Jesus und „verkündet uns“. Ich möchte diese Zusage so verstehen: Der Heilige Geist, die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit nimmt und empfängt von Jesus die Liebe des Vaters und vermittelt und übergibt uns diese Liebe.

Wenn wir dann auch beten: „Komm, Heiliger Geist“, beten wir um die vielen Gaben, die der Heilige Geist geben kann, aber vor allem auch die größte Gabe und das größte Geschenk: die Liebe Gottes. Und diese Liebe ist wie die Sonne. Wo die Sonne scheint, verschwindet die Nacht, wächst das Leben, wird unser Sehen und Einsehen hell. Nur ist dieser Vergleich nicht ausreichend: Die Sonne kann durch ihre Stärke versengen, austrocknen und vernichten. Das tut Gott mit Seiner Liebe nicht. Seine Liebe „entzündet“ in uns eine Liebe und Hoffnung, eine Dankbarkeit Gott gegenüber und eine innere Kraft und Stärke, um zu lieben.

Die Liebe Gottes – durch den Heiligen Geist von Jesus „entnommen“ – bewirkt eine Liebe in uns. In Kennen, Erfahren und Tun gibt diese Liebe Wachstum in unserem Leben bis auch wir es vollbracht haben und Gott uns die Vollendung schenkt: Vollendung in Fülle, das Reich Gottes in Fülle im Himmel.

Ich wünsche Ihnen ein „geisterfülltes“ Pfingsten und eine „geisterfüllte“ Zeit nach Pfingsten.

P. Bartholomé

 

Monatsprogramm Juni 2020

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 01.06. und 11.06. keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit nach Vereinbarung


Sonntag, 31. Mai, Pfingstsonntag

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Sonntag, 01. Juni, Pfingstmontag

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe


Montag, 01. Juni - Marianischer Gebetsabend
nur via Livestream!

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz
19.00 Uhr Hl. Messe


Donnerstag, 11. Juni, Fronleichnam

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Am Abend Livestream-Programm


Freitag, 19. Juni, Hochfest Hl. Herz Jesu

07.30 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 28. Juni - Marianischer Gebetsabend
nur via Livestream!

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz
19.00 Uhr Hl. Messe


Montag, 29. Juni, Hochfest St. Peter und Paulus

07.30 Uhr Hl. Messe


Livestream in Deutscher Sprache: siehe www.kommel.nl/livestream

Teilnahme an Gottesdiensten in der Apollinariskirche

Gläubige können nur nach vorheriger (telefonischer) Anmeldung im Kloster St. Apollinaris zum Gottesdienst eingelassen werden!
Melden Sie sich bitte im Kloster St. Apollinaris an (02642/2080, vom Dienstag bis Samstag zwischen 09.30 Uhr und 11.30 Uhr).
Benötigte Angaben: Vor- und Familiennamen, Adresse und Uhrzeit der Hl. Messe, die Sie mitfeiern möchten. Pro Anruf nur eine Anmeldung für den nächsten Sonntag u. evtl. Werktage.
(Ihre Daten müssen zur Nachverfolgung möglicher Infektionen, entsprechend dem Datenschutz, 14 Tage aufbewahrt werden.)

  1. Nach Wunsch können Sie eine eigene Liedmappe empfangen, die Sie zum Gottesdienst mitbringen!
  2. Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung!  
  3. Ein- und Ausgänge der Kirchen sind gekennzeichnet, bitte beachten!
  4. An den Eingängen bitte Hände desinfizieren!
  5. Bitte leisten Sie den Hinweisen des Empfangdienstes unbedingt Folge, auch während der Gottesdienstfeier!
  6. Halten Sie die Abstandsregeln ein (mindestens 1,5 m), auch während des Gottesdienstes.
  7. Halten Sie bitte die Kontaktbeschränkungen vor und nach den Gottesdiensten (vor der Kirche) ein!
  8. Kein Händedruck zum Friedensgruß, Mundkommunion ist nicht möglich!
  9. Vor der Austeilung der Hl. Kommunion: Spendedialog einmal gemeinsam gesprochen: „Der Leib Christi“ – „Amen“.
10. Bitte halten Sie die flache Hand zum Kommunionempfang dem Priester schweigend entgegen.
11. Zum Kommunionempfang treten Sie nach Aufforderung in einem Abstand von 2 Metern nach vorne u. wieder zurück.
     (Bitte den Anweisungen folgen)
12. Korb für die Kollekte steht am Ausgang bereit!
13. Während der Gottesdienstfeier ist die Kirche nicht zugänglich, deshalb rechtzeitig da sein!
14. Nach den Gottesdiensten steht die Kirche wieder für das persönliche Gebet zur Verfügung.
15. Tragen wir die Anliegen, Sorgen und Nöte, aber auch unseren Dank vor Gott und beten wir besonders für alle Kranken und Leidenden.
     Bleiben wir miteinander im Gebet verbunden, auch über den Gottesdienst hinaus!

 

Apollinariswallfahrt 2020

In diesem Jahr findet die große Apollinariswallfahrt in der Apollinariskirche nicht statt.
Wegen der Corona-Krise wird ein angepasstes Programm (siehe hier) angeboten mit sehr beschränkten Möglichkeiten in der Apollinariskirche in Remagen.
Am Samstag, 19. Juli, 18.00 Uhr wird die Stadt vom Pacelliplatz aus, im Klostergarten gesegnet. Es folgt dann eine Hl.Messe in der Apollinariskirche mit Gottesdienstteilnahme nach den dann geltenden Schutzmaßnahmen.
Vom Sonntag, 20. Juli, bis zum Sonntag, 3. August, folgt ein Livestreamprogramm in deutscher Sprache, aus unserem Kloster in Maastricht.
Es wird also eine “digitale Apollinariswallfahrt 2020" mit dem Thema: “Dein Reich komme, o Herr!” (vgl. Mt. 6,10), in der Hoffnung dass wir 2021 wieder eine große Apollinariswallfahrt gemeinsam auf dem Apollinarisberg feiern können.