„Kommt her, folgt mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.”
(Mt. 4,19)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Im letzten Monat habe ich – aus der Gnade der Weihnachtszeit heraus - über unsere Neugeburt aus dem Wasser und dem Geist geschrieben. Es ist Gottes Gnade, uns gegeben durch die Taufe, dass wir neu geboren sind als Christen und Christinnen. Diese Neugeburt hat uns eine neue Identität gegeben: Wir wissen und erfahren, dass wir durch Christus geliebte Kinder Gottes sind. Wir sind Kinder des himmlischen Vaters, gesalbt mit dem Heiligen Geist, um jetzt schon in diesem Leben zu erkennen, dass wir gerufen sind zum ewigen Leben mit Gott. Jetzt schon dürfen wir die Herrlichkeit Gottes empfangen, noch stückweise, aber einst in Fülle. Aus diesem Glauben heraus öffnen wir uns für die Liebe Gottes und empfangen die Freude der Hoffnung, dass Gott bei uns ist und in uns alles zum Guten führt.

In diesem neuen Monat Februar lade ich Sie ein, um sich einzulassen auf das Wort Jesu in Mt. 4,19: ”Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.”

Jesus ist zu uns gekommen und Jesus will auch in Ihr Leben kommen, damit auch Sie zu Ihm kommen können. Wenn Sein Kommen gehört und angenommen wird und Sie Seinen Ruf hören und beantworten, findet ein gegenseitiges Kommen statt. Anders gesagt: da findet eine Begegnung statt. Weil Jesus gekreuzigt und auferstanden ist, ist Er der lebendige Herr der auch jetzt und in der kommenden Zeit ruft. Er ruft zu Seiner Nachfolge.

Er kann diese Aufforderung aussprechen und Sie im Herzen treffen und berühren, weil Er Sohn Gottes ist, bevollmächtigt durch den Vater, nicht nur um Ihnen eine Neugeburt zu schenken, sondern auch, um Sie zu einem bewussten, persönlichen Leben mit Ihm zu rufen. Die Taufe ist ein Geschenk und eine Gabe, zugleich aber auch eine Aufgabe und eine Herausforderung, die zu Ihrem Heil und zum Heil und Wohl der Welt führt.

Christ-sein ist kein Zurückziehen in mein persönliches Kämmerlein, sondern eine Berufung zum Leben inmitten anderer Menschen, inmitten dieser Welt in dieser Zeit. Denn der Ruf zur Nachfolge Christi ist verbunden mit der Aufgabe, sich zu einem Menschenfischer machen zu lassen. Er bewirkt es. Aber Er fragt nach Ihrer Zustimmung und hofft, dass auch Sie antworten wie Maria den Ruf Gottes beantwortet hat: “Mir geschehe nach Deinem Wort!”

Schauen wir zuerst auf Jesus. Er ist nicht in Nazaret geblieben, sondern hat sich in der Kraft des Geistes auf den Weg gemacht und Frauen und Männer zu sich gerufen. Er ist der große Menschenfischer für das Reich Gottes. Er ist es noch immer! Die Hingabe Jesu am Kreuz und die Antwort des Vaters im Himmel mit Jesu Auferstehung und Verherrlichung ist das Fundament der großen Sammlung der Menschen. Weltweit haben sich unzählige Menschen in diesem Netz des Reiches Gottes sammeln lassen. Der Apostel Paulus hat über diese Sammlung geschrieben und nennt sie eine Gefangenschaft. Er sieht sich selbst als einen Gefangenen Jesu Christi, und zwar als einen Gefangenen in der Freiheit der Kinder Gottes, um dadurch andere Menschen für das Reich Gottes zu “fangen”.

Jesus meint mit dem Wort Menschenfischer keine “Angel-Spiritualität”, bei der wir aus einer beiläufigen und bequemen Motivation mal hoffen, dass unser Leben als Christ einen anderen Menschen berührt. Nein! Jesus ruft zu einer “Netz-Spiritualität“. Das heißt: Wir sollen die Netze auswerfen, und zwar als “berufstätige” Christen. Angetrieben sind wir durch unsere Berufung, weil Jesus es will und wir diesen Ruf beantworten. Der Herr braucht uns für Seinen Heilsplan, den er für die ganze Welt hat.

Es sind Seine weit ausgebreiteten Hände, die am Kreuz zur Welt rufen: "Kommt alle zu Mir und Ich werde euch Ruhe, Frieden und Leben schenken!" Diese gekreuzigten und zugleich auferstandenen Hände laden uns ein, uns durch Ihn sehen, anfassen und berühren zu lassen. Diese ausgebreiteten Hände rufen uns auf, dass auch wir, mit Ihm verbunden, uns zu ausgebreiteten Händen “machen lassen” und mehr und mehr dazu werden.

Menschenfischer Jesu sind also Menschen, die mit ausgebreiteten Händen in der Verbindung mit dem Herzen Jesu in der Welt stehen und leben, um für das Reich Gottes zu “fangen”.

Dazu kommt, dass wir miteinander als Christen ein Netz bilden, um so als Kirche Gottes zu fischen. Er macht uns zu einem Netz. Aber auch hier fragt Er um unsere Mitwirkung und unseren Einsatz. Paulus sagt uns, dass “Zank und Streitereien” beseitigt werden sollen, denn diese bewirken “Löcher” im Netz, durch die das Böse als ein Dieb hereinkommen kann, die gefangenen Fische stiehlt und wir feststellen müssen, dass wir nichts gefangen haben oder uns geraubt worden ist, was wir schon gefangen hatten. Jeder ist in der Kirche, weltweit und vor Ort, gefragt, sich durch den Herrn reinigen zu lassen, damit wir “rein im Herzen, Gott sehen” (einer der Seligpreisungen Jesu). Dann sehen und einsehen wir, was Gott will und wie Er uns in Seinen Heilsplan für die ganze Menschheit einschalten will.

Maria bildet zusammen mit den vielen Heiligen im Himmel schon dieses große Netz. Lassen wir uns durch die Nachfolge Christi auch einschalten und einfügen in dieses Netz und in diesen Plan Gottes. Damit auch wir sagen: “Mir geschehe nach Deinem Wort” und dann auch mit der Gnade Gottes „tun, was Er uns sagt!”

P. Bartholomé


Monatsprogramm Februar 2020

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Andacht bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 27.02. und 28.02. keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kinder-Wortgottesdienst
Sonntag, 02.02. und 23.02. um 10.30 Uhr im Gottesdienst.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung


Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess)

Samstag, 01. Februar
18.00 Uhr Hl. Messe mit Kerzensegnung und Blasiussegen

Sonntag, 02. Februar
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe (Musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft) mit Kerzensegnung und Blasiussegen
17.00 Uhr Vesper


Dienstag, 04. Februar Powerpoint-Vortrag durch Dr. E. Wacker
"Der Apollinarisberg in den Weltkriegen"

Vortrag findet um 19.00 Uhr in der Mensa der Grundschule, Alte Straße 11, in Remagen statt.


Sonntag 09. Februar, Familienmesse

10.30 Uhr Hl. Messe, besonders für Familien, aber auch für Menschen, welche die Anliegen der Familien mit uns zum Herrn tragen wollen. Musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft. (Familienmesse)


Mittwoch, 26. Februar, Aschermittwoch

17.00 Uhr Anbetung, Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe
19.30 Uhr Gebetsabend


Fastenzeit

jeden Freitagnachmittag/abend
Freitag 28.02.; 06.06.; 13.03.; 20.03.; 27.03.; 03.04.
15.00 Uhr Gedächnis der Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 27. Februar
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr

Freitag 28. Februar
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Marianischer Gebetsabend

Im Februar findet kein Marianischer Gebetsabend statt.

Nächste Marianische Gebetsabende am 01.03. und 29.03.


Vorgemerkt:
Montag, 18. Mai Gebetsabend mit Alan Ames aus Australien

17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
19.00 Uhr Ansprache und Gebet durch Alan Ames (wird übersetzt), Beichtgelegenheit