“Heute ist euch der Retter geboren;
Er ist der Messias, der Herr,
der Emmanuel, Gott-mit-uns!”
(Vgl. Lk 2,11)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Was für ein besonderes Jahr ist 2020 gewesen. Was für ein besonderes Jahr auch für uns Christen und für unsere Kirche. Im Frühjahr durften wir kein Ostern feiern und jetzt, neun Monate später, nur auf beschränkte Weise Weihnachten. Wie sehr hat uns in diesem Jahr das Coronavirus bestimmt!

Die größte kirchlichen Feste dürfen wir nicht gemeinschaftlich feiern, sondern beinahe nur persönlich oder im kleinen Kreis. Die Herausforderung und die Chance liegt dann doch darin, um das Wesentliche zu sehen, und darin zu erkennen, um was es geht: Gott ist Mensch geworden in Jesus Christus. Er ist gekommen, hat uns die Frohe Botschaft Gottes gebracht und ist dafür gestorben und auferstanden, damit die ganze Menschheit aller Zeiten die erlösende und heilende Liebe Gottes empfangen und erfahren kann.

Darum sind es auch in diesem Jahr “Frohe Weihnachten”, weil Christus uns durch das Weihnachtsgeschehen Freude und Hoffnung schenken will und uns zu einem Frieden führen will, der von Gott aus dem Himmel kommt. Darum können wir uns und sollen wir uns auch durch die Engel Gottes “anstecken” lassen und singen, jedenfalls mit unseren Herzen: “Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden, weil Gott die Menschen lieb hat!”

“Frohe Weihnachten und bleibe gesund!” Mit diesem Wunsch begegnen und begrüßen Menschen einander in diesen Tagen. Wie schon gesagt, mit “Frohe Weihnachten” komme ich zurecht, aber mit “bleibe gesund” habe ich etwas Mühe. Als Mensch, der selbst auf dem Weg der Genesung ist, denke ich an die vielen Menschen, die durch das Virus infiziert worden sind und jetzt noch kämpfen um ihr Leben oder auf dem Weg der Genesung sind. Ich denke auch an die viele Menschen, die durch eine andere Krankheit heimgesucht werden. Ich denke an die vielen Menschen, die durch Depressivität oder Vereinsamung bestimmt werden. Bleibe gesund? Ich sage lieber: werde gesund!

Auch in Bezug auf die gesellschaftliche Situation unserer Welt sollen wir unsere Augen nicht schließen. Ich denke zum Beispiel an die weltweite Umweltverschmutzung und das Klima, an die Millionen Kinder, die schon vor der Geburt getötet werden. In diesem Jahr wurde weltweit beinah 300 Milliarden Euro an Rüstungs-material ausgegeben! Neben Corona ist dies alles (und noch viel mehr) auch die Realität unserer Welt. Und dann schaue ich in die Krippe und mache mir bewusst: in dieser großen Welt, aber auch in meiner kleinen Welt, ist dieses Kind, Gottes Sohn, geboren und will auch in meinem Herzen und Leben geboren und angenommen werden.

Am Vorabend von Weihnachten bekam ich im Gebetsabend in Maastricht, wo ich Corona-bedingt vor allem bin, dieses Wort aus dem Markusevangelium: “Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.” (Mk. 7,20-23). Zuerst bin ich ein wenig erschrocken und dachte ich: ist das jetzt die Frohe Botschaft von Weihnachten? Nach einer kleinen Weile wurde mir bewusst: Ja, genau dafür ist Gott Mensch geworden: um uns im Herzen zu befreien und zu heilen!

Das Virus, das von außen kommt, kann uns sehr bestimmen, aber es soll uns doch vor allem bewusst machen, wie wir leben und wofür wir leben, persönlich und gemeinschaftlich. Müssen wir nicht erkennen wie sehr wir - auch als Christen, sogar auch als Kirche - krank sind, und in der Tiefe unseres Herzens Heilung und Erlösung brauchen?

Manche Menschen verneinen die Pandemie und wieder andere sehen sie als Strafe Gottes. Ich möchte sagen: Sie ist eine Warnung und zugleich eine Herausforderung, um ganz bewusst zu unserem Gott und Heiland zurückzukehren. Ohne Ihn schaffen wir es nicht, aber mit Ihm, dass heißt, mit dem Emmanuel und Erlöser Jesus Christus, wird uns ein Leben der Hoffnung geschenkt, für heute, morgen, für die Zukunft und für das Moment, dass kein Mensch uns mehr helfen kann und wir nur noch im großen Vertrauen sagen sollen: “Herr, in deine Hände lege ich mein Leben!”

Mit dem Emmanuel und Erlöser Jesus Christus kommt das Reich Gottes mitten unter uns und in uns. Mit dieser Perspektive vor Augen wird uns eine Freude geschenkt und eine Hoffnung auf Gesund-werden, bis in die Tiefe unseres Herzens. So wird der Segen Gottes uns auch erneuern und können wir mit Zuversicht in das neue Jahr hineingehen. Darum wünsche ich Ihnen, auch im Namen unserer Gemeinschaft, besonders von P. Cornelius, Sr. Maria-Elisabeth und Martina ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesegnetes, neues Jahr des Herrn 2021!

P. Bartholomé

Herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott!

Allen Menschen, die im Jahr 2020 durch Gebet, Dienste, Mitleben und Spenden der Apollinariskirche und unserer
“Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe” auf dem Apollinarisberg geholfen haben.

Monatsprogramm Weihnachten 2020 / Januar 2021

Teilnahme an Gottesdiensten in der Apollinariskirche

Für den Samstagabend, den Sonntagmorgen und den Mittwochabend und auch für die Weihnachtsfeier / Silvester / Neujahr: Gläubige können nur nach vorheriger (telefonischer) Anmeldung im Kloster St. Apollinaris zum Gottesdienst eingelassen werden!
Melden Sie sich bitte im Kloster St. Apollinaris an (02642/2080, vom Dienstag bis Samstag zwischen 9.30 Uhr
und 11.30 Uhr). Benötigte Angaben: Vor- und Familiennamen, Adresse,und Uhrzeit der Hl. Messe, die Sie mitfeiern möchten. 
(Ihre Daten müssen zur Nachverfolgung möglicher Infektionen, entsprechend dem Datenschutz, 14 Tage aufbewahrt werden.)

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag um 7.30 Uhr Hl. Messe
Ausnahme: 24.12; 26.12; 29.12 und 31.12.

Unser Weihnachtsprogramm
Heiliger Abend (Donnerstag, 24. Dez.)
18.00 Uhr Christmette mit der Klostergemeinschaft
21.30 Uhr Christmette mit der Klostergemeinschaft

1. Weihnachtsfeiertag (Freitag, 25. Dez.)
08.00 Uhr Frühmesse    
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

2. Weihnachtsfeiertag (Samstag, 26. Dez.)
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Sonntagabend, 27. Dezember Marianischer Gebetsabend
nur via Livestream!
(www.kommel.nl/livestream)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz  
19.00 Uhr Hl. Messe

Montag, 28. Dez.
07.30 Uhr Hl. Messe

Dienstag, 29. Dez. keine Hl. Messe

Mittwoch, 30. Dez.
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Donnerstag, 31. Dez.  - Silvester
22.00 Uhr Eucharistische Anbetung
23.00 Uhr Nachtmesse

Freitag, 01. Jan. 2021 - Neujahr
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Vom Montag 4. Jan. bis zum Freitag 8. Jan. keine Hl. Messen! (Wegen Exerzitien der Gemeinschaft)

Sonntag, 10. Jan. Fest Taufe des Herrn
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Im Vorausblick:

Samstag, 23. Januar 2021
18.00 Uhr Hl. Messe

Sonntag, 24. Januar 2021
10.30 Uhr Hl. Messe
15.00 Uhr Pilgerandacht

Sonntagabend, 31. Januar 2021 Marianischer Gebetsabend
nur via Livestream!
(www.kommel.nl/livestream)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz  
19.00 Uhr Hl. Messe

 

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
(Dietrich Bonhoeffer)