“Wir halten fest an Dir, Jesus,
der Auferstehung, der Liebe und dem Leben
!”

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Als Christgläubige die Passionszeit und Osterzeit feiern und mitmachen heißt, dass wir Jesus ganz bewusst folgen, Ihn lieben und uns einlassen auf Seine gekreuzigte und auferstandene Liebe. Wir schauen auf Ihn, der gesagt hat, dass Er “festhält am Wort des Vaters, den Er kennt und liebt” (vgl. Joh 8,55). Jesus, als Sohn des Vaters, kennt Seinen Vater im Himmel. Er hält fest an der Liebe Seines Vaters, was auch geschieht. Vor allem auf Seinem Kreuzweg und in Seiner Hingabe am Kreuz “hält Er fest” und gibt Er nicht auf. Obwohl Seine innere Erfahrung Ihn bewegt zu sagen “Vater, warum hast Du mich verlassen?”, sagt Er auch “Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist, mein Leben, meine Zukunft und alles, was Ich getan und erreicht habe.” In diesem festen Vertrauen legt Er Seine Hingabe, das heißt Seine Liebe, in die Hände des Vaters im Himmel. Diese Hingabe führt Ihn zur Auferstehung in die ewige Liebe des Vaters. Ostern ist die Antwort des Vaters auf die Liebe Jesu Christi, die am Kreuz ihre Vollendung erreicht.

Jesus ruft auch uns, Seine Kirche und Seine Jünger, auf, “festzuhalten an Seinem Wort” (vgl. Joh 8,51), das heißt, festzuhalten an Seiner Liebe, Seiner Botschaft und Seiner Gegenwart. “Dann werden wir auf ewig den Tod nicht schauen”, so sagt Jesus es Seinen Jüngern. Anders gesagt: Wer an Ihn glaubt und an Ihm festhält, hat und bekommt das ewige Leben. Ewiges Leben ist die göttliche, ewige Liebe, die uns jetzt schon gegeben ist und manchmal auch ganz tief erfahren wird, die dann schlussendlich ihre Vollendung erreicht in dem, was wir Himmel oder ewiges Leben nennen. Wichtig dabei ist, dass es nicht nur um “dann, im Himmel”, sondern “jetzt schon hier auf Erden, in diesem Leben” geschenkt wird. Nicht nur “jenseits”, sondern auch schon “diesseits”. Mit anderen Worten: auch jetzt schon Auferstehung, nicht nur “einst oder dann”.

Allerdings wird da von unserer Seite auch ein “Festhalten” gefragt, weil unsere Erfahrungen manchmal ganz anders sind als eine Anteilnahme an Seiner ewigen Liebe. Darum brauchen wir immer wieder auch eine Auferstehung und eine Auferweckung aus dem Tod, das heißt, eine Auferweckung aus der Abwesenheit der göttlichen Liebe in uns. Festhalten an Jesus und an Seiner gekreuzigten und auferstandenen Liebe ist dann ein bewusstes und aktives Vertrauen auf Ihn, der uns Auferstehung und Auferweckung schenkt. Durch unser Festhalten an Ihm, kann Er uns auch zeigen, dass Er uns festhält und Anteil gibt an Seiner Auferstehung, Seiner Liebe und an Seinem Leben.

Diese Anteilnahme an Seiner Auferstehung wird auf verschiedene Weisen erfahrbar in unserem Leben, einfach durch die vielen Gaben, die Er uns geben will. Im Bild der sechs Krüge der Hochzeit in Kana, wo Jesus Seine Liebe offenbart, will ich dies beispielhaft verdeutlichen.

1. Durch die Auferstehung Jesu empfangen wir Lebenskraft und den Siegeskranz (vgl. 2 Tim.2,5). Die göttliche Liebe wird eine Quelle in uns, die uns sagt: “Höre nicht auf zu lieben und zu leben, denn in dir ist schon die ewige Liebe Gottes!”

2. Die Auferstehung Jesu führt zur wahren Nächstenliebe, um das Gute, ja, die göttliche Liebe auch für meinen Nächsten, sogar für meine Feinde zu wollen und zu fördern durch meine Worte, Gedanken und Taten (vgl. Ps.26,5).

3. Die Auferstehung Jesu bewirkt Gemeinschaft mit Ihm und darum auch Freude, vor allem auch Lebensfreude und “Liebesfreude” (vgl. 1Kor.1,9).

4. “In euren Herzen herrsche der Frieden Christi” (Kol.3,15). Die Auferstehung Jesu bedeutet, dass Er als lebendiger Herr Frieden schenkt und wir diesen Frieden auch immer wieder in unseren Herzen erfahren. Wer in Frieden mit Gott lebt, kann und will auch diesen Frieden verbreiten, besonders auch in der Gemeinschaft der Kirche und der Gemeinschaft der Familie.

5. Leben aus der Auferstehung gibt uns eine außergewöhnliche, ja göttliche Kraft und göttlichen Mut: um anders zu leben, zu denken und zu tun, als wir es “normalerweise” tun. Das Evangelium Gottes ist eine Kraft Gottes in uns, die uns bewegt Jesus in unserem Leben zu bezeugen (vgl. Rom.1,16).

6. Die Auferstehung Jesu leben heißt schlussendlich “erwachen und umherblicken” (Jer.31,26), das heißt, erwachen aus dem Schlaf des Todes, der Resignation und Mutlosigkeit, aus dem Schlaf der Sinnlosigkeit und Negativität. Dieses Erwachen bewirkt ein Aufstehen und eifrig werden für das Reich Gottes. Im Erwachen wird uns der Geist Gottes gegeben, um zu sehen was wir mit der Gnade Gottes für das Reich Gottes tun können, in und rundum uns. Umherblicken mit den “Augen Gottes” heißt dann, dass wir uns uns nicht einschließen in uns selbst, sondern uns durch die göttliche Liebe getrieben hinausgehen, sowie auch damals die junge Kirche durch das Feuer des Geistes hinausgegangen ist. So führt die Osterzeit hin zum Pfingstfest und zu einem Verlangen nach einer neuen Ausgießung des Heiligen Geistes.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit: halten wir uns fest an Ihm, der uns Anteil gibt an Seiner Auferstehung, weil Er sich auch für Sie hingegeben hat am Kreuz. Beten wir, dass wir uns öffnen können, um mehr Anteil zu haben an Seiner Auferstehung, an Seinem Leben und Seiner ewigen, göttlichen Liebe!   

P. Bartholomé


Monatsprogramm April 2018

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Anbetung bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: 02.04.; 09.04.; 10.04.; 26.04,; 27.04; 01.05. keine Messe)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kindernebendienst
Sonntag, 15.04. und 29.04. um 10.30 Uhr.

Siehe auch Kindernebendienst.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung


Osterwoche

Karsamstag, 31. März:
20.30 Uhr Osternachtsfeier

Ostersonntag, 01. April:
08.00 Uhr Hl. Messe
10.30 Uhr Hochamt (mit dem Apollinarischor)
17.00 Uhr Vesper

Ostermontag, 02. April:
10.30 Uhr Hl. Messe
19.00 Uhr Hl. Messe (Marianischer Abend)


Sonntag 08. April: Barmherzigkeitssonntag

10.30 Uhr Hl. Messe
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit in der Krypta
17.00 Uhr Vesper


Sonntag, 08. April
Konzert mit dem holländischen "Christelijk Mannenkoor Exelsior"

19.00 Uhr Eintritt frei

Siehe auch unter Veranstaltungen.


Marianischer Gebetsabend

Sonntag, Ostermontag 02. April und Sonntag 29. April
(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 26.April
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr

Freitag 27. April
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe


Sonntag 29. April: R(h)einwandertag

10.30 Uhr Hl. Messe
Ab ca. 12.00 Uhr Empfang im Garten/Kloster bis 16,30 Uhr
13.00 Uhr Geführte Wanderung über die "Apollinarisschleife", Länge: 12,7 km.
15.00 Uhr Spaziergang durch die Kulturlandschaft Apollinarisberg, Dauer: 60 - 90 Minuten.


Dienstag 01. Mai: Mai-Feier - Anfang Maria-Monat

10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Prozession zur Marienstatue im Garten. Empgang im Kloster/Garten.
17.00 Uhr Marienvesper


Samstag, 05. Mai: Rhein in Flammen

Der Klostergarten wird ab 19,30 Uhr (nach der Abendmesse) offen sein um den "Rhein in Flammen" anschauen zu können. Alle sind eingeladen, um Kuchen oder etwas anderes zum Essen und Getränkee (keinen Alkohol!) mitzubringen, um diese miteinander im Garten zu teilen. Zum Abschluss singen wir gemeinsam "Großer Gott" und beten ein Segensgebet.
Siehe auch