“Du, Herr, Du hast es vollbracht,
vor unseren Augen geschah dieses Wunder!”
(vgl. Ps 118,23)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

In diesem Monat feiern wir das wichtigste Ereignis unseres Christseins: Jesus Christus hat für uns Menschen am Kreuz seine Sendung in Liebe vollbracht und hat durch die Auferstehung für uns den Weg zum Leben und zur Liebe geöffnet. Er hat das für uns vollbracht – wir dürfen im Glauben dieses Wunder sehen, feiern und annehmen als Quelle und Fundament unseres Lebens als Christ und unseres Lebens als Kirche. Es ist ein Wunder das damals in Jerusalem geschehen ist. Ohne dieses Ereignis der Kreuzigung und Auferstehung Jesu wäre kein Christ und keine Kirche geboren. Ohne dieses Ereignis, das im Glauben angenommen werden soll, wäre damals und auch heute kein christliches Leben möglich. Was für Menschen nicht möglich ist, hat Gott Vater für seinen Sohn und dadurch für die ganze Menschheit möglich gemacht. Darum betet die Kirche besonders in den Tagen nach Ostern:

“Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast; Du bist für mich zum Retter geworden.
Der Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden.
Das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder.
Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an Ihm freuen.”  (Ps 118,21-24)

Dieses Wunder soll in uns aus dem Glauben heraus zu Dankbarkeit und Staunen führen: die Liebe siegt, Gott siegt, der Tod wird überwunden; durch das Kreuz und den Tod führt Gott uns zum Leben, zum ewigen Leben; zuerst Jesus, Seinen Sohn, aber durch Ihn jeden Menschen. Dadurch wird deutlich: Dieses Wunder, das wir besonders am Karfreitag und Ostersonntag feiern, soll uns alle – besonders uns Christen – bewegen und berühren. Vielleicht ist wohl das Schlimmste, was uns als Christen passieren kann, dass wir vergessen, was damals geschehen ist; dass wir gleichgültig diesem Geheimnis des Glaubens gegenüber werden; dass wir leben, denken, tun ohne Jesus Christus, der für uns gekreuzigt und auferstanden ist. Dann wäre es gut für sich selbst und für unsere Mitmenschen zu beten, besonders auch für unsere Kirche, dass wir wieder oder intensiver und bewusster dieses Geheimnis erkennen und feiern. Jesus Christus, gekreuzigt und auferstanden, ist Ursprung und Quelle unseres Christseins. Nur von diesem Ereignis heraus ist unser Leben mit all seinen Herausforderungen, Ängsten und Freuden recht zu verstehen und zu deuten.

Dieses Wunder soll uns zum Staunen bringen. Es soll uns innerlich berühren zu Ihm und zueinander. Das Osterfest soll uns aber auch zu einem neuen „Ja“ führen und zu einem bewussten „Amen“. Ja, ich glaube an die Liebe Jesu Christi, ich glaube an seine Auferstehung, ich glaube, dass Er, der Herr, Heiland und Erlöser meines Lebens ist. Staunen und ja-sagen. Erkennen und sich entscheiden. Anschauen und annehmen. Das geschieht liturgisch in der Osternacht, in der wir als Kirche unsere Taufe erneuern. Wir widersagen dem Teufel und seinen bösen Auswirkungen und bekennen uns zum Vater, zum Sohn und zum Heiligen Geist. Diese liturgische Feier soll nicht auf die Osternacht beschränkt bleiben: die ganze Osterzeit ist eine Einladung und ein Aufruf zu diesem Bekenntnis. Noch einmal: Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass wir vergessen, dass Jesus Christus gekreuzigt und auferstanden ist. Der Apostel Paulus sagt es so: „Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos.  …. wir sind erbärmlicher daran als alle anderen Menschen“ (1 Kor 15,17.19). Wenn wir an die Auferstehung Jesu glauben und diesen Glauben als Fundament unseres Lebens sehen, sind wir glücklicher als alle anderen Menschen! Die Kreuzigung und Auferstehung Jesu soll uns zum Glück, zum Heil, zur Befreiung und Heilung, zur Erneuerung unseres Lebens werden, jetzt schon und einst zum ewigen Leben.

Wenn wir unser Leben anschauen und annehmen aus der Perspektive Jesu, d.h. aus der Perspektive seiner Hingabe am Kreuz und der Antwort des himmlischen Vaters, verwandelt sich unser Leben: wir werden neue Menschen mit einer neuen Lebensvision, mit einem neuen Denken, mit einem neuen Tun und mit neuer Handlungsweise. Die Menschen, die uns vorangegangen sind, besonders die bekannten und unbekannten Heiligen, zeigen uns, dass das Leben dann total anders wird, für uns selbst und für unsere Umgebung. Denn das Ostergeheimnis bleibt dann nicht verborgen, sondern bekommt „Hände und Füße“ und verwandelte Herzen durch Menschen, die als Kinder des Lichtes und der Liebe leben. In diesem Sinne lebt Christus auch weiter in Menschen und ruft durch Sein Leben, Sterben und Auferstehen Menschen auf, zu bestaunen und zu bejahen, dass Er auferstanden ist. Ja, ER ist wahrhaft auferstanden!

So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Karwoche und Frohe Christliche Ostern. Aber nicht nur am Osterfest selbst – auch danach!

P. Bartholomé

 


Monatsprogramm April 2019

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Andacht bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 18.04.; 19.04.; 22.04. und 26.04. keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kinder-Wortgottesdienst
Sonntag, 14.04. und 22.04. um 10.30 Uhr im Gottesdienst.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr

Samstag 13. April: 14.00 - 17.30 Uhr
Mittwoch 17. April: 14.00 - 17.30 Uhr
Grünendonnerstag 18. April: 15.00 - 17.00 Uhr
Karfreitag 19.April: 16.30 - 17.30 Uhr
Karsamstag 20. April: 14.00 - 17.00 Uhr

und nach Vereinbarung


Fastenzeit

jeden Freitagnachmittag/abend
Freitag 05.04., 12.04.
15.00 Uhr Gedächnis der Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Karwoche + Ostertriduum 13. - 22. April

Palmsonntag, 14. April
10.30 Uhr Hl. Messe (mit dem Apollinarischor), Anfang der Messe im Klostergarten mit Palmprozession

Gründonnerstag, 18. April
19.30 Uhr Abendmahlsmesse, anschließend Anbetung bis 22.00 Uhr

Karfreitag, 19. April
11.00 Uhr Kreuzweg von der Fürstenbergstraße aus
15.00 Uhr Karfreitagsliturgie

Karsamstag, 20. April
20.30 Uhr Osternachtsfeier

Ostersonntag, 21. April
08.00 Uhr Hl. Messe
10.30 Uhr Hochamt (mit dem Apollinarischor)
17.00 Uhr Vesper

Ostermontag, 22. April
10.30 Uhr Hl. Messe
17.00 Uhr Vesper


Sonntag 28. April: Barmherzigkeitssonntag

15.00 Uhr Barmherzigkeitsrosenkranz
(In unserem Kloster in Maastricht gibt es ein spezielles Programm - auch deutschsprachig. Mehr Infos im Kloster St. Apollinaris)


Mittwoch 01. Mai: Mai-Feier

14.00 Uhr Empfang (bis 16.30 Uhr)
17.00 Uhr Rosenkranz - Anbetung - Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl Messe mit Marienweihe
19.30 Uhr Gebetsabend


Samstag, 04. Mai: Rhein in Flammen

Der Klostergarten wird ab 19,30 Uhr (nach der Abendmesse) offen sein um den "Rhein in Flammen" anschauen zu können. Alle sind eingeladen, um Kuchen oder etwas anderes zum Essen und Getränkee (keinen Alkohol!) mitzubringen, um diese miteinander im Garten zu teilen. Zum Abschluss singen wir gemeinsam "Großer Gott" und beten ein Segensgebet.
Siehe auch


Sonntag, 05. Mai

10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Prozession zur Marienstatue im Garten