“Der Heilige Geist und die Kraft des Höchsten
wird über dich kommen!”
(Lk 1,35)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Am Ende der Osterzeit - besonders zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest betet die Kirche weltweit um den Heiligen Geist. Aus dem Bewusstsein und aus einer Kirchengeschichte von Jahrhunderten weiß die Kirche: Nur aus dem Wirken des Heiligen Geistes kommt nachhaltige Erneuerung des Lebens, der Liebe und der Hoffnung. Man kann Vieles tun, viel zusammen sitzen in stundenlangen “Sitzungen”, viele Protokolle schreiben und Vorschläge machen, von vielen neuen Situationen träumen, Kundgebungen organisieren und denken, dass die Kirche durch einen Strukturwandel für die Zukunft gerettet wird. ... Wenn aber der Heilige Geist nicht der große Initiator, Helfer und Beistand ist, wird alles umsonst sein und keine wirkliche Erneuerung eintreten.

Maria, die Mutter Jesu und Mutter der Kirche ist da unser großes Beispiel, wenn Leben gelingen soll. Am Anfang der Heilsgeschichte im Neuen Bund und am Anfang der Aussendung der Kirche ist sie dabei: Die Verkündigung des Herrn in Nazareth und das Pfingstfest in Jerusalem sind die zwei großen Ereignisse, die uns immer vor Augen gestellt werden, damit wahre, geisterfüllte Erneuerung in uns geschehen kann. “Mir geschehe nach Deinem Wort!”, so sagt Maria in Nazareth, nachdem der Engel ihr gesagt hat, dass der Heilige Geist über sie kommen und die Kraft des Höchsten sie überschatten wird. Auf diese Weise “geschieht” die Geburt Jesu, auf diese Weise “geschieht” die Geburt der Kirche, auf diese Weise “geschieht” auch die Geburt der Christen aus Wasser und Geist und jede “Wiedergeburt der Erneuerung”.

Maria sagt dazu ihr Ja, damit das Ja Gottes in ihr Gestalt annimmt. Wenn wir persönlich und als Gemeinschaft der Kirche im Glauben und Vertrauen unser Ja sagen und leben, kann Erneuerung des Lebens “geschehen”. Hören wir, welche Verheißungen sich durch unser Ja erfüllen und der Heilige bewirken wird: “Jesus wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.” Der Heilige Geist bewirkt also zuerst, dass Jesus in unserem Leben  “groß” wird und wir erkennen, dass Jesus Sohn des Höchsten, das heisst Sohn Gottes ist. Vielleicht erwarten wir nicht, dass die Wirkung des Heiligen Geistes uns zuerst begeistert und erfüllt, um Jesus als Sohn Gottes zu begegnen und Ihn als Sohn Gottes zu erkennen, Ihm als Sohn Gottes zu folgen und unsere Beziehung zu Ihm persönlich und gemeinschaftlich/kirchlich zu erneuern. Wir verbinden vielleicht das Wirken des Heiligen Geistes mit “etwas schaffen / etwas tun”. Doch der lebenspendende Heilige Geist bewirkt zuerst lebendige Beziehung zu Jesus, unserem Heiland, Erlöser und Retter - eine lebendige Beziehung, die unser Herz, unser Wesen und unser Dasein mit Glauben, Hoffnung und Liebe erfüllt. Der Hl. Geist schenkt eine innere Lebendigkeit und Freude, um zu loben, zu danken und zu feiern. Er bewirkt also eine innere Berührung und Begeisterung, die uns zu Jesus führt und dadurch zum Vater-Gott im Himmel. Wir werden hineingenommen in das göttliche Leben des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Denn in diesem Namen sind wir getauft worden, aus diesem Namen entspringt das Leben, das uns “von innen her” erneuert.

“Gott, der Herr, wird Ihm (Jesus!) den Thron Seines Vaters David geben!” So heisst die zweite Verheißung an Maria und durch sie an die Kirche und die Mitglieder der Kirche. Jesus sitzt auf dem Thron, nachdem er Seinen Weg auf Erden vollbracht hat. Die Menschwerdung und seine Kreuzigung, Auferstehung und Erhöhung führen zu einem Sieg, der jede Drangsal, jede Schwierigkeit und jedes Problem überwindet. Der Heilige Geist will uns  - auch wieder persönlich und gemeinschaftlich/kirchlich - zu einem großartigen, vielleicht für unsere menschliche Vorstellung unmöglichen Sieg führen. Nicht Problem-orientiert, sogar nicht Schwäche- und Sünden-orientiert soll unser persönliches und kirchliches Leben sein, sondern Sieg-orientiert. Dabei schieben wir unsere Sünden und Schwächen nicht weg oder ignorieren sie, denn wir sind nun einmal schwach und sündig -  persönlich und kirchlich! Sondern aus der Schwäche und der Sünde heraus dürfen wir uns auf den Sieg ausrichten, denn Jesus hat gesiegt. Jesus hat für uns gesiegt und bewirkt durch Seinen Sieg Erlösung, Befreiung, Heilung und Erneuerung. Er “sitzt” auf dem Thron, nicht um Seine Ideen zu verwirklichen, sondern um beim Vater im Himmel für uns einzutreten und uns den Heiligen Geist zu senden, damit unser Leben Sieg-orientiert ist und wir schließlich den Sieg in Fülle empfangen und so dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn nachfolgen. Jesus hat gesiegt und wird siegen! Welche Hoffnung und innere Kraft wird uns da gegeben! Halleluja!

“Und seine Herrschaft wird kein Ende haben!” Das ist die dritte Verheißung, die Maria bei der Verkündigung empfängt und die auch wir - besonders durch das Kommen des Heiligen Geistes - erwarten und empfangen dürfen. “Kein Ende!” Unsere Lebens- und Kirchen-Erwartung ist allerdings manchmal (oder vielleicht meistens, vielleicht sogar ganz) auf das Ende orientiert. Wir werden sterben und die Kirche zeigt an vielen Orten und im Leben vieler Menschen eher, dass wir einen Sterbe-Prozess mitmachen. Für viele Menschen befindet sich die Kirche in einer Phase des Sterbens - für nicht wenige ist die Kirche schon gestorben - manche hoffen sogar auf ein baldiges Sterben! Nein, die Herrschaft Jesu hat kein Ende! Auch nicht in seiner Kirche - seiner Braut! Es ist der Heilige Geist, der uns das sehen lässt. Er öffnet uns die Augen, Er durchbricht unsere beschränkte Sichtweise und Er erfüllt unsere Herzen mit göttlichem Geist, sodass wir die Wahrheit erkennen und in einem sich weitenden Leben erfüllt und erneuert weitergehen.

Das Pfingstfest fängt mit einem ängstlichen “Zusammensitzen” in einem geschlossenen Raum an, aber durch das Gebet und Maria “springen die Bande” und der Raum wird erfüllt von dem Feuer des Geistes, es gehen die Türen auf und es kommt die junge Kirche der Jünger und Jüngerinnen Jesu in Bewegung nach draußen. Das Geschehen bewirkt eine geistliche Bewegung, die vom Innenraum Jerusalems zu einer weltweiten Mission wird. Das fast Unmögliche wird möglich!

Das Ja Gottes zur ganzen Menschheit wird ein Ja der Kirche und die Herrschaft Jesu bekommt “Hände und Füße” durch Menschen, die sich von innen her, das heisst von Gott her, bewegen lassen. Nicht “von der Welt”, sondern von Gott her lässt sich die Kirche “in die Welt” von damals .... von heute senden.

Der Heilige Geist bewirkt also ein Ja zu unserer persönlichen und kirchlichen Sendung. Vielleicht gibt es viele Neins in uns, aber das göttliche Ja ist imstande alle Neins zu durchbrechen und unsere Verantwortung anzunehmen!

Beten wir also: "Komm Heiliger Geist, bewirke Du dieses Ja in uns / in mir!"  

P. Bartholomé

Am Sonntag, 19. Mai hat die Novene zur Apollinariswallfahrt 2019 angefangen: mit Gebet bereiten wir die gnadenvolle Zeit vor. Wir laden Sie herzlich ein, um dieses jährliche Glaubensfest jetzt schon in Ihrem Gebet mitzunehmen. Das Thema dieses Jahres ist: “Mir geschehe nach Deinem Wort!”

Bitte verteilen Sie im Juni mit uns die Flyer und Plakate, damit viele Menschen wissen, dass sie herzlich eingeladen sind um zur Apollinariswallfahrt zu kommen.

Die Apollinariswallfahrt findet statt vom 20. Juli Uhr bis zum 4. August.

 


Monatsprogramm Juni 2019

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Andacht bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 30.05.; 10.06.; 20.06.; 27.06.; und 28.06. keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kinder-Wortgottesdienst
Pfingstmontag, 10.06. um 10.30 Uhr im Gottesdienst.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr

und nach Vereinbarung


Mittwoch, 29. Mai

Vorabend Christi Himmelfahrt (normales Mittwoch-Abend-Programm) 


Donnerstag, 30. Mai, Christi Himmelfahrt

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach Empfang


Sonntag, 30. Mai - Marianischer Gebetsabend

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.


Sonntag, 02. Juni

10.30 Uhr Hl. Messe mit dem Chor Sobómost aus Kerkrade (NL) mit slavisch-byzantinischen Gesängen


Sonntag, 09. Juni, Pfingstsonntag

10.30 Uhr Hl. Messe, (mit dem Apollinarischor)
Empfang bis 13.00 Uhr.
Keine Vesper!

Sonntag, 10. Juni, Pfingstmontag

10.30 Uhr Hl. Messe, (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)
danach Empfang.
17.00 Uhr Vesper!


Sonntag 16. Juni, Familienmesse

10.30 Uhr Hl. Messe, besonders für Familien, aber auch für Menschen, welche die Anliegen der Familien mit uns zum Herrn tragen wollen. Musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft. (Familienmesse)


Donnerstag, 20. Juni, Fronleichnam

Keine Messe am Morgen
13.00 Uhr Empfang im Kloster/Garten bis 16.30 Uhr
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Fronleichnamsprozession im Garten, eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr.


Sonntag, 23. Juni

19.00 Uhr Konzert ELiGNiA Quartett (Flöte) aus Köln. Eintritt frei


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 27. Juni
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr

Freitag 28. Juni - Hochfest Hl. Herz Jesu
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Samstag, 29. Juni - Hochfest St. Petrus und Paulus
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 30. Juni - Marianischer Gebetsabend

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.