“Gesalbt und gesandt, um uns Menschen
die gute Nachricht zu bringen!”
(vgl. Lk 4,18)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Als ich als Jugendlicher in den Niederlanden vor dem Abitur stand, musste ich mich entscheiden, ob ich einen Abschluss A mache oder einen Abschluss B. A hieß: Sprache-orientiert und B hieß: naturwissen-schaftlich orientiert. Das bringt mich jetzt auf den Gedanken: Sind wir wohl genügend und bewusst “C-orientiert”? Ich meine, leben, denken, tun wir wohl genügend das “Christliche” in uns und sind wir uns wohl bewusst, dass uns das “Christliche” mit Christus, unserem Herrn, verbindet?

Jesus Christus, der Gesalbte Gottes, hat uns “Christen” gesalbt mit seinem Geist, damit wir in einer tiefen Lebens-Verbundenheit mit Ihm leben und unser Leben gestalten. Christus, gesalbt und durch den Vater gesandt, hat seine Sendung damals zur Vollendung gebracht durch seine Hingabe am Kreuz. Der Vater hat Ihn dadurch als “Ewiger Hohepriester” eingesetzt, der für immer für uns Menschen bei Gott eintritt (vgl. Hebr 7,25). Dieser Hohepriester Jesus ist für uns da! “Wir haben ja nicht einen Hohepriester, der nicht mitfühlen könnte mit unseren Schwächen, sondern einen, der in allem wie wir versucht worden ist, aber nicht gesündigt hat. Lasst uns also voll Zuversicht hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit!” (Hebr 4,15-16). Durch die Salbung mit dem Heiligen Geist, die wir in der Taufe empfangen haben, sind wir, Christen, (Gesalbten) zu einem priesterlichen Volk Gottes geworden und bekommt jeder Christ eine “priesterliche” Orientierung. Es ist das, was die Kirche das “allgemeine Priestertum” der Christgläubigen nennt: priesterlich, weil wir mit dem Hohepriester Christus tief verbunden sind und auserwählt und gerufen mit Ihm zu leben. Das heißt dann auch, dass wir das Wichtigste vor Augen haben: Gott zu ehren und zu preisen und mit der Gnade des Hohepriesters Christus so “C-orientiert” zu sein, dass Er durch uns in unserer Welt wirksam sein kann. Der Hohepriester Christus braucht sein priesterliches Volk, um seine Salbung und Sendung fruchtbar werden zu lassen, in dieser Zeit, in dieser Welt worin wir leben.

Im Gebet, in der Liturgie, im Gottesdienst, aber auch im Sorgen für das Alltägliche und alles, was das “mitmenschliche” von uns fragt, sind wir aufgerufen, Christus-orientiert zu leben. Es ist der Heilige Geist, der es für uns möglich macht, denn Er ist die lebendige Verbindung zwischen dem Gesalbten Christus und uns gesalbten Menschen.

Christus ist gesalbt und gesandt, um den Armen die gute und frohe Nachricht zu bringen. Als Christen brauchen wir uns nicht zu schämen, “arm” zu sein. Wer sich selbst in Wahrheit sieht und annimmt, muss erkennen, was ihm fehlt. Aber mit dieser Armut dürfen wir zu Ihm gehen, der am Kreuz total arm geworden ist, um uns Menschen reich zu machen. Er macht uns reich durch seine Liebe und Barmherzigkeit, vor allem aber durch seine totale und vertrauensvolle Hinwendung und Orientierung auf den himmlichen Vater. Am Kreuz zeigt sich Jesus als der wahre Hohepriester: auf Gott Vater orientiert, alles vom Vater im Himmel erwartend.

Diese Hingabe wird vom Vater dadurch beantwortet, dass der Gesalbte Christus Urheber des ewigen Heils geworden ist: “Er hat in den Tagen seines irdischen Lebens mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört worden aufgrund seiner Gottesfurcht. Obwohl er der Sohn war, hat er durch das, was er gelitten hat, den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.” (Hebr 5,7-9).

Möge dieser Hohepriester Christus - in der Kraft seines Geistes - uns Christen helfen, in dieser christlichen Oreintierung zu wachsen - zu unserem Heil und zu unserer Heilung - vor allem auch zur Ehre Gottes des Vaters und zum Heil unserer Mitmenschen. Mögen mehr und mehr Menschen erkennen und wertschätzen, welche Gnade es ist, zum priesterlichen Volk Jesu Christi zu gehören!

P. Bartholomé

 

Die Freude und Hoffnung des Christen – von uns allen, auch vom Papst – kommt daher, dass wir so manches Mal diesen Blick Gottes erlebt haben, der uns sagt: du gehörst zu meiner Familie und ich kann dich nicht den Unbilden überlassen, ich kann dich nicht auf dem Weg verlieren, ich bin hier mit dir. Hier? Ja, hier. Es ist so, dass in jenen Momenten, in denen es so schien, als wäre alles vorbei, eine Stimme zu uns sagte: Nein, es ist nicht alles vorbei, denn du hast ein großes Ziel, das dich verstehen lässt, dass Gott, der Vater, bei uns allen war und ist und uns Menschen an die Seite stellt, mit denen wir gehen können und die uns helfen, neue Ziele zu erreichen. Und so sagt Jesus zu uns: »Freut euch mit mir!« (Lk 15,6).

(Papst Franziskus, Panama 25.1.2019)

 


Monatsprogramm Februar 2019

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Andacht bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 04.02.; 21.02. und 22.02. keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kinder-Wortgottesdienst
Sonntag, 03.02. und 17.02. um 10.30 Uhr.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung


Samstag, 2. Februar, Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess)

18.00 Uhr Hl. Messe mit Kerzensegnung und Blasiussegen


Sonntag, 03. Februar - 19.00 Uhr
Konzert "Orgelklang und Flötenzauber"

mit Andrea Will (Flöte) und Hans-André Stamm (Orgel).
Der Eintritt ist frei. Wir danken für eine Spende nach dem Konzert.


Sonntag 10. Februar, Familienmesse

10.30 Uhr Hl. Messe, besonders für Familien, aber auch für Menschen, welche die Anliegen der Familien mit uns zum Herrn tragen wollen. Musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft. (Familienmesse)


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 21. Februar
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr

Freitag 22. Februar
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe

Sonntag 24. Februar
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe


Großzügige Spendenbereitschaft

Die Adveniat-Kollekte am Weihnachtsfest hat 1446 Euro gebracht, zusätzlich noch das Opfergeld "Licht von Bethlehem" für die verfolgten Christen 1525 Euro.
Vielen Dank!


Marianischer Gebetsabend

Im Februar findet kein Marianischer Gebetsabend statt.
Im März am Sonntag den 31. März