“Empfangt den Heiligen Geist!”
(Joh 20,22)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Der auferstandene Herr gibt Seinen Jüngern, und danach der Kirche, im Obergemach in Jerusalem den Heiligen Geist. Die Kirche empfängt dort die Sendung und die Kraft, um die Botschaft Jesu zu verbreiten, mehr noch, das Kommen des Reiches Gottes in Christus vorzubereiten und zu bewirken. Der gekreuzigte und auferstandene Herr setzt Seine Sendung durch das Wirken des Heiligen Geistes fort im Laufe der Zeit und in der Verbreitung des Heiles über die ganze Welt. Dazu schenkt Er den Heiligen Geist, den Tröster und Beistand, den Helfer und die innere Kraft. “Empfangt den Heiligen Geist!” Es ist ein Aufruf und eine Gabe, die nicht nur für die junge Kirche in Jerusalem galt: Es ist ein bleibendes Geschenk Gottes für die Kirche Jesu Christi und ein bleibender Aufruf, den Heiligen Geist mit großem Verlangen und offenem Herzen zu empfangen. Mit anderen Worten: der Heilige Geist will empfangen werden.

Das gilt schon bei der Botschaft des Engels an Maria. “Wie soll das geschehen?” so hat Maria gefragt. “Der Heilige Geist wird dich überschatten, und so wird das, was für Menschen unmöglich scheint und sogar unmöglich ist, möglich gemacht”. So betet die Kirche dann auch im Gebet des “Engels des Herrn”: “Maria empfing vom Heiligen Geist”. Sie empfängt Jesus durch das Wirken des Heiligen Geistes und antwortet im großen Glauben: “Mir geschehe nach Deinem Wort!”

Der Heilige Geist ist Geschenk, ist Gabe Gottes des Vaters und des Sohnes. Von unserer Seite heißt das: lass uns diesen Geist, dieses große Geschenk mit offenem Herzen empfangen und dadurch auch wirken. Eine Antwort könnte dann auch heißen: “Heiliger Geist, ich will Dich empfangen. Wirke Du in mir, wirke Du in der Kirche Jesu Christi.”

Sakramental, also im wirksamen Zeichen Gottes, ist dieses “Empfangen des Heiligen Geistes” schon geschehen im Sakrament der Taufe und der Firmung. Die Salbung mit dem Heiligen Geist hat stattgefunden und bleibt auch als ein unauslöschbares Siegel in uns. Aber dieses Kommen des Heiligen Geistes durch die Sakramente ist kein Automatismus, der von alleine immer und überall wirksam ist, als ob seine Wirkungskraft automatisch - ohne das Mittun und Wollen des Menschen - garantiert ist. Die Wirksamkeit muss aktualisiert werden und in der Realität des Lebens aktiviert werden.

Die Kirche betet dann auch jährlich zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten um eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes. Man könnte aber auch hier denken: diese Novene, die neun Tagen des Gebetes, sollten reichen für das ganze Jahr. Aber da denken wir zu wenig aus der Aktualität des christlichen und kirchlichen Lebens, denn wir brauchen nicht nur am Pfingstfest ein neues Pfingsten, d.h. eine neue Ausgießung des Geistes. Wer die Botschaft Jesu bewusst leben will, wer die lebendige Begegnung mit dem lebendigen Herrn pflegen will und das Reich Gottes in guten und schlechten Tagen leben will, weiß, dass der Heilige Geist als innere Kraft und Motivation, als Beistand und Tröster immer wieder, ja sogar stets nötig ist.

Der Herr Jesus Christus hat den Heiligen Geist verschiedene Male in Seiner Verkündigung erwähnt. Zum Beispiel: “Und ich werde den Vater bitten und Er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit.” (Joh 14,16) “Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.” (Joh 14,26) “Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird Er Zeugnis für mich ablegen.” (Joh 15,26). Der Beistand des Heiligen Geistes ist uns verheißen und wird uns gegeben, aber Er muss empfangen werden und von ganzem Herzen in Anspruch genommen werden, sonst kann Er nichts tun.

Das fragt von uns Menschen und vor allem von der Kirche Demut und die Erkenntnis, dass wir ohne den Heiligen Geist nichts schaffen was wirklich fruchtbar ist, mehr noch, dass das persönliche, geistliche Leben der Christen und das gemeinschaftliche, geistliche Leben der Kirche ohne Ihn stirbt. Nicht umsonst wird die Wirkung des Heiligen Geistes öfters mit der Wirkung des Wassers verglichen: keine Frage, ohne Wasser kein Leben. Trauen wir uns allerdings auch zu sagen: ohne den Heiligen Geist kein Leben in der Kirche, kein christliches Leben. Ohne den Heiligen Geist sterben wir. Mit dem Heiligen Geist kommen wir zum Leben, zur Hoffnung, zu neuen Initiatieven, zur Wirksamkeit und Erfahrung des Wirken Gottes, zum Trost und Frieden Gottes, den die Welt uns nicht schenken kann, zu Gaben, die uns fähig machen zum Dienen, zum Glauben, zum Beten und zum Arbeiten.

Lasst uns - besonders auch hier auf dem Apollinarisberg - zusammen beten um den Heiligen Geist, ja miteinander sagen: “Heiliger Geist, sei willkommen in unserer Mitte, in unserer Kirche, in unserem Leben. Wir wollen Dich empfangen und uns durch Dich begeistern und führen lassen. Entzünde in uns von Neuem das Feuer Deiner Liebe, lass uns erfahren, dass Du der verheißene Beistand bist, der in Erinnerung und zur Aktualisierung bringt, alles was Jesus für uns getan hat. Und zur Vorbereitung auf die kommende Apollinariswallfahrt: Lass uns jetzt schon hören, was Er uns gesagt hat, um dann auch zu tun, wozu Er uns aufruft. Komm Heiliger Geist.

P. Bartholomé


Am Sonntag, 21. Mai hat die Novene zur Apollinariswallfahrt 2017 angefangen: mit Gebet bereiten wir die gnadenvolle Zeit vor. Wir laden Sie herzlich ein, um dieses jährliche Glaubensfest jetzt schon in Ihrem Gebet mitzunehmen. Das Thema dieses Jahres ist: “Was Er euch sagt, das tut!”
Bitte verteilen Sie im Juni mit uns die Flyer und Plakate, damit viele Menschen wissen, dass sie herzlich eingeladen sind um zur Apollinariswallfahrt zu kommen.
Die Apollinariswallfahrt findet statt vom 22. Juli 18.00 Uhr bis zum 6. August.

 


Monatsprogramm Juni 2017

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Anbetung bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: außer am 06., 15., 22. und 23. Juni)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung


Sonntag, 04. Juni Pfingstsonntag

10.30 Uhr Hl Messe (mit dem Apollinarischor)
Empfang bis 13.00 Uhr. Keine Vesper!


Sonntag, 05. Juni Pfingstmontag

10.30 Uhr Hl Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft), danach Empfang
17.00 Uhr Vesper


Donnerstag, 15. Juni, Fronleichnam

13.00 Uhr Empfang im Kloster/Garten bis 16.30 Uhr
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Fronleichnamsprozession im Garten, eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr


Sonntag, 18. Juni Familienmesse

10.30 Uhr Hl Messe, besonders für Familien, aber auch für Menschen, welche die Anliegen der Familien mit uns zum Herrn tragen wollen. Musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft. (Das Familientreffen findet am Samstag, 17. Juni, statt - dazu bitte anmelden!)


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 22. Juni
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Freitag 23. Juni
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Marianischer Gebetsabend

Sonntag, 02. Juli
(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.