Der gute Hirte gibt sein Leben für dich!
Aus seiner Seite fließen Blut und Wasser.

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Mitten in diesem Monat feiern wir das große Ostergeheimnis: das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi. In diesem Jahr ist es sogar auf einer besonderen Weise Ostern: denn zugleich mit den katholischen und evangelischen Christgläubigen feiern unsere orthodoxen Brüder und Schwestern Ostern. Außerdem feiert das jüdische Volk ihr Pesach, das große jährliche Befreiungsfest. Es ist also dann Pesach - Ostern weltweit: die Botschaft der Hoffnung Gottes strömt durch die ganze Welt. Nicht Knechtschaft und Tod haben das letzte Wort, sondern Gott in seiner unendlichen und grenzenlosen Liebe und Barmherzigkeit siegt und schafft eine neue Zukunft, besonders für diejenigen, die diese Liebe annehmen und walten lassen. Juden und Christen werden zusammen, obwohl aus verschiedenen Gründen, in Einheit das Halleluja beten und singen: zum Lob und zur Ehre Gottes, der seine Gnade gezeigt hat in der Heilsgeschichte, zuerst im Volk Gottes Israël, dann in und durch Jesus Christus im neuen Volk Gottes, der Kirche. Für uns Christen sind da einige Worte Jesu, die von großer Bedeutung sind und die ich hier ein wenig erläutern möchte, damit wir das Ostergeheimnis besser verstehen.

“Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen!” (Ps 22,1).
Diese Worte hat Jesus am Kreuz gebetet. Sie drücken seine Not aus: die Verzweiflung, die äußerste, dunkle Nacht, worin Er geführt wird durch die Verurteilung. Sogar seine Freunde verraten und verlassen Ihn, als ob sie nichts mehr mit Ihm zu tun haben wollen. Es ist ein schreckliches Leiden, ein tiefer Schmerz an Leib und Seele. Die Worte, die Jesus ausspricht, kommen aus seinem Herzen heraus: Warum? Warum hat Gott dies zugelassen? Es ist das “Warum” so vieler Menschen, von damals und von heute, von überall, von allen Zeiten. Es ist das “Warum”, dem jeder Mensch in seinem Leben begegnet. Ein Nicht-Wissen und Nicht-Verstehen. Ein “Warum” der äußersten, inneren Not, die sogar die Gottesbeziehung und die Gottesgegenwart in Frage stellt. Gibt es dann einen Gott, der so etwas zulässt? Zwar lesen wir im Buch Jesaja: “Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen. Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht.” (Jes 49,14-15). Ja, das kann sein, aber die Erfahrung der Menschens ist anders: durch den Verlust von Menschen oder durch das Verlassen von Menschen (Freunde, Mann, Frau) kann auch die Frage nach Gottes Gegenwart und Liebe ganz existentiell in Frage gestellt werden. Und Jesus durchleidet - in Solidarität mit uns Menschen - diese Frage. Aber da geschieht mehr, und darin zeigt Jesus uns auch die Hoffnung auf Erlösung...

“Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist!” (Ps 31,6)
Jesus durchleidet die Gottesfrage und erfährt am Kreuz eine innere Verwandlung: äußserste Verzweiflung wird verwandelt in eine vertrauensvolle Hingabe in die Hände des Vaters im Himmel. Denn, könnte Gott-Vater seinen Sohn vergessen und verlassen? Kann der Sohn seinen himmlischen Vater verlassen? Das Gebet der Hingabe Jesu am Kreuz zeigt, dass der Vater seinem Sohn schon am Kreuz zu Hilfe kommt. Im Leiden und im Sterben kommt der Vater seinem Sohn entgegen. Diese innere Verwandlung wird uns nicht umsonst durch den Evangelisten Lukas bezeugt: denn es soll auch uns Menschen zur Ermutung dienen. Im Leiden, im Sterben, in der Not schenkt Gott-Vater seinen Kindern die Verwandlung des Herzens. Dieses Leiden, in welcher Form auch, führt - mit Jesus - in die Hände des Vaters, der uns in seiner unendlichen und grenzenlosen Liebe umarmt und aufnimmt: Komm zu Mir, komm zu Mir nach Hause, da findest du Leben in Überfülle!

“Aus seiner Seite fließen Blut und Wasser.” (Joh 19,34)
Diese Worte im Johannes-Evangelium bezeugen die bleibende Wirkungskraft des Leidens und des Sterbens Jesu. Blut und Wasser deuten auf die Lebenskraft und Gnadenwirkung der Hingabe Jesu für uns Menschen. Eine bleibende, immerfließende Quelle entspringt aus dem Herzen Jesu am Kreuz: eine immerströmende Quelle der Gnade fließt in die ganze Menschheit aller Zeiten hinein. Weil der Vater seinem Sohn die Auferstehung und das Leben geschenkt hat, darum kann Er auch die Quelle der Lebenskraft und Hoffnung sein und bleiben, denn der auferstandene Herr hat sein Herz nicht für uns Menschen geschlossen. Im Gegenteil: “Komme zu Mir und du findest Leben, Trost, Hoffnung, Leben und eine reale Aussicht, dass deine Verzweiflung und Frage nach dem Warum eine Antwort findet!”

Das “Ja” Jesu am Kreuz in seiner Hingabe findet die Antwort im  “Ja” des Vaters in der Auferstehung Jesu, aber zugleich auch mit einer erlösenden und erneuerenden Auswirkung für die ganze Menschheit. Tod und Auferstehung Jesu bezeugen also die verwandelnde Gnade Gottes für Jesus, für uns und für die ganze Menschheit... wenn wir diese Gnade auch in Anspruch nehmen! Die Kirche feiert das Ostergeheimnis in großer Dankbarkeit, denn in Jesus entspringt die immerwährende Quelle der Barmherzigkeit und Liebe Gottes, für immer, für jeden Mensch.

Ostern feiern, heißt dann auch, Ostern geschehen lassen in deinem Leben: die verwandelnde Kraft Gottes wird offenbar und rufen wir an: denn dafür ist der Gute Hirte, Jesus, Mensch geworden, gekreuzigt, auferstanden und verherrlicht: um Leben zu schenken in Überfülle. Gesegnetes Osterfest - gesegnetes Verwandlungsfest!

P. Bartholomé


Herzlich willkommen auf unserer neuen Website: www.apollinariskirche.de


Monatsprogramm April 2017

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Anbetung bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: außer am 13., 14., 24., 25., 27., 28. April und 01. Mai)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
Mittwoch in der Karwoche: 14.00 - 17.30 Uhr
Gründonnerstag: 15.00 - 17.30 Uhr
Karfreitag: 16.30 - 17.30 Uhr
Karsamstag: 14.00 - 17.30 Uhr

und nach Vereinbarung


Fastenzeit

jeden Freitagnachmittag/abend
03.03., 10.03., 17.03., 24.03., 31.03., 07.04.
15.00 Uhr Gedächnis der Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Kar- und Osterwoche
Palmsonntag:
10.30 Uhr Hl. Messe, zugleich auch Familienmesse (mit dem Apollinarischor). (Anfang der Messe im Klostergarten Palmprozession)

Gründonnerstag:
19.30 Uhr Abendmalsmesse, anschließend Anbetung bis 22.00 Uhr

Karfreitag:
11.00 Uhr Kreuzweg von der Fürstenbergstraße aus
15.00 Uhr Karfreitagsliturgie

Karsamstag:
20.30 Uhr Osternachtsfeier

Ostersonntag:
08.00 Uhr Hl. Messe
10.30 Uhr Hochamt (mit dem Apollinarischor)
17.00 Uhr Vesper

Ostermontag:
10.30 Uhr Hl. Messe
17.00 Uhr Vesper


Sonntag 23. April: Barmherzigkeitssonntag
10.30 Uhr Hl. Messe
15.00 Uhr Stunde der Barmherzigkeit
17.00 Uhr Vesper


Sonntag 23. April: 19.00 Uhr Sonntagabendkonzert
Mit dem "MUSIC SOCIETY CHOR" der "University of Nottigham"
Eintritt frei - nach dem Konzert Spendemöglichkeit und Empfang im Kloster.


Sonntag 30. April: R(h)einwandertag
10.30 Uhr Hl. Messe
Ab ca. 12.00 Uhr Empfang im Garten/Kloster bis 19.00 Uhr
13.00 Uhr Geführte Wanderung über die "Apollinarisschleife", Länge: 12,7 km.
15.00 Uhr Spaziergang durch die Kulturlandschaft Apollinarisberg, Dauer: 60 - 90 Minuten.
16.00 Uhr Light-Time: Gebete und Gesänge in der Apollinariskirche (bis 18.00 Uhr)


Montag 01. Mai: Mai-Feier - Anfang Maria-Monat
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Prozession zur Marienstatue im Garten. Empgang im Kloster/Garten.
17.00 Uhr Marienvesper


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 27. April
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe mit Heilungsgebet,
anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr.

Freitag 28. April
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Samstag, 06. Mai: Rhein in Flammen
Der Klostergarten wird ab 19,30 Uhr (nach der Abendmesse) offen sein um den "Rhein in Flammen" anschauen zu können. Alle sind eingeladen, um Kuchen oder etwas anderes zum Essen und Getränke (keinen Alkohol!) mitzubringen, um diese miteinander im Garten zu teilen. Zum Abschluss singen wir gemeinsam "Großer Gott" und beten ein Segensgebet.


Marianischer Gebetsabend

Sonntag, 07. Mai
(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.